Die 35 besten 70er Jahre Filme

Kinosessel
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Die Filmästhetik der 70er Jahre stand ganz im Zeichen des New Hollywood, das nach den revolutionären Filmerlebnissen der 60er – wie Bonnie and Clyde (1967), Die Reifeprüfung (1967) oder Easy Rider (1969) – nun voll aufblühte. Regisseure wie Francis Ford Coppola, Steven Spielberg, Martin Scorsese, Woody Allen und George Lucas prägten die filmischen Erzählungen dieser Zeit und wuchsen zu den heute bekannten Meisterregisseuren heran. In den Rollen der 70er brillierten Schauspielgrößen wie Robert DeNiro, Dustin Hoffman, Robert Redford, Al Pacino, Meryl Streep, Gene Hackman, Jack Nicholson und Diane Keaton. Aber welche Filme bestimmten die Kinokassen und Oscars jener Zeit?

1. Der Pate (1972)


1972 war das Jahr von Francis Ford Coppola. Mit dem Meisterwerk „Der Pate“ stieg der vorher für Independent-Horror und Erotikfilme bekannte Filmemacher in die Riege der Meisterregisseure auf. Mit drei Oscars (Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Bestes adaptiertes Drehbuch) wurde der Archetypus des Mafiafilms ausgezeichnet, in dem Schauspielgrößen wie Al Pacino, Marlon Brando, James Caan, Diane Keaton und Robert Duvall brillierten.

Noch heute taucht das bahnbrechende Werk üblicherweise in den Listen der besten Filme aller Zeiten auf. Basierend auf dem gleichnamigen Roman (1969) von Mario Puzo zeichnet „Der Pate“ das tragische Schicksal der Mafia-Familie Corleone nach. Erweitert wurde der Mafiaepos später um Francis Ford Coppolas Filme „Der Pate – Teil II“ (1974) und „Der Pate III (1990)“.

2. Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)


1979 kündigte sich mit Ridley Scotts „Alien“ eine neue Generation erfolgreicher Science-Fiction-Regisseuren an. Die geschickte Verbindung von Horror und Science-Fiction griff auf oscarprämierte Special-Effects und die surrealistische Horror-Ästhetik des Künstlers HR Giger zurück. Neu war auch der Fokus auf eine weibliche Actionheldin: so durchbrach Sigourney Weaver die Gepflogenheiten des männerdominierten Action-Genres.

Erzählt wird die Geschichte des Raumschiffs Nostromo, dass einen Notruf von einem verlassenen Mond erhält. Unvorbereitet entdeckt die Crew Eier einer mysteriösen Lebensform, welche die Besatzung der Nostromo mit einem neuen bisher unbekannten Horror konfrontiert.

„Alien“ von Ridley Scott legte die Grundlage für ein ganzes Franchise aus Filmen, Spielen und Merchandise – und etablierte mit Ridley Scott und später James Cameron die cineastischen Sci-Fi-Nachfahren von George Lucas und Steven Spielberg.

3. Rocky (1976)


„Rocky“ gehört bis heute zu den unerreichten Klassikern unter den Sport- und Boxfilmen. Rocky Balboa, ein Boxer aus der amerikanischen Arbeiterklasse, bekommt die einmalige Chance, um den begehrten Heavyweight-Championship-Gürtel zu kämpfen. Dabei erzählt das Sportdrama die klassisch amerikanische Geschichte vom Tellerwäscher bis zum Millionär. Der Film von John G. Avildsen, Sylvester Stallone selbst schrieb das Drehbuch, wurde mit drei Oscars ausgezeichnet. Trotz eines geringen Budgets von etwa einer Millionen Dollar konnte der Film 225 Millionen am Box Office einnehmen, eine gewaltige Summe für das Jahr 1976. Logische Konsequenz dieses Filmerfolgs waren zahlreiche Rocky-Fortsetzungen – darunter „Rocky II“ (1979), „Rocky Balboa“ (2006) und „Creed“ (2015).

4. Die Unbestechlichen (1976)


1972 erschütterte die Watergate-Affaire das politische Washington nachhaltig. Der von den damals aufstrebenden Reportern Bob Woodward und Carl Bernstein aufgedeckte Skandal wurde 1976 in Alan J. Pakulas „Die Unbestechlichen“ (All the President‘s Men) verewigt. Eine der besten schauspielerischen Leistungen ihrer Karriere lieferten Robert Redford und Dustin Hoffman, die dazu beitrugen, dass der politische Thriller mit vier Oscars ausgezeichnet wurde. Mit einem Oscar prämiert wurde das Drehbuch von William Goldman, das mit nüchterner Akribie die Geschehnisse des Skandals nachzuerzählen versucht. Und noch heute gilt „Die Unbestechlichen“ als Maßstab für den modernen politischen und journalistischen Thriller.

5. Taxi Driver (1976)


Bereits 1973 sorgte Martin Scorsese mit „Hexenkessel“ (Mean Streets) für Aufsehen, toppen konnte er dies mit dem für vier Oscar nominierten Film „Taxi Driver“. Der Vietnam-Veteran Travis Bickle leidet an Schlafstörungen – und so entscheidet er sich, nachts als Taxifahrer in New York sein Geld zu verdienen. Als er das Unrecht sieht, dass einer jungen Prostituierten angetan wird, sieht er seine Stunde gekommen. „Taxi Driver“, eine kunstvolle Mischung aus Drama und Psychothriller, gehört zu den kompromisslosesten Filmen der 70er-Jahre. Für das Drehbuch zeigte sich Paul Schrader verantwortlich, der später auch das Skript für Scorseses und De Niros oscarprämierten Film Wie ein wilder Stier (1980) liefern sollte.

6. Der Clou (1973)


George Roy Hill, Robert Redford und Paul Newman – dieses Trio arbeitete bereits 1969 in dem revolutiönären Film „Zwei Banditen“ zusammen. Mit Der Clou gelang den Dreien ein weiteres hochbeachtetes filmisches Werk des New Hollywood: Newman und Redford spielen zwei Betrüger, die den Coup ihres Lebens zu landen versuchen. Doch ihnen entgegen stellt sich der gefährliche Mob-Boss Doyle Lonnegan, dessen langer krimineller Arm eine tödliche Gefahr bedeutet.

Gleich sieben Oscars heimste der Film ein, der mit einem Kassenerfolg von 160 Millionen Dollar als erfolgreichster Film des Jahres 1974 gilt.

7. American Graffiti (1973)


Es gehört zu den faszinierenden Anekdoten des Kinos der 70er, dass George Lucas vor „Star Wars“, dem Inbegriff des internationalen Blockbusters, für astreine Independentfilme wie „THX 1138“ (1971) und „American Graffiti“(1973) stand. Dabei schrieb Lucas schon mit „American Graffiti“ Kinogeschichte. Trotz eines ursprünglichen Budgets von nur 770.000 Dollar nahm Lucas mit „American Graffiti“ über 140 Millionen an den Kinokassen ein. Auch kooperierte Lucas für das Meisterwerk des frühen Independentkinos mit dem Produzenten Francis Ford Coppola, der „American Graffiti“ zu einem der ersten Filme seines Produktionsunternehmens American Zoetrope machte – und damit den Grundstein für die später legendären Kooperationen des Regietrios Lucas, Coppola und später Spielberg legte.

In „American Graffiti“ wird das Publikum in die Welt der 60er entführt, in der High-School-Absolventen eine letzte gemeinsame Tour durch eine nächtliche Stadtszenerie unternehmen. Während der knapp zwei Stunden aus nostalgischen Bildern, begleitet von einem wunderschönen Rock‘n‘Roll-Soundtrack, gelingt „American Graffiti“ ein weiterer Meilenstein: so gilt das Machwerk von Lucas als frühes Vorbild für den modernen High-School-Film.

8. Serpico (1973)


1971 sorgte der New Yorker Polizist Frank Serpico als Whistleblower für Aufsehen, als er korrupte Machenschaften innerhalb der Polizei aufdeckte. Dieser außergewöhnlichen Biographie widmet sich der 1973er-Film „Serpico“, dessen Regisseur niemand geringerer als Sidney Lumet („Die zwölf Geschworenen“, „Dog Day Afternoon“, „Network“) ist. Der schonungslose Blick auf diesen realen Missstand macht Serpico noch heute zu einem der kompromisslosesten Filme des New Hollywood.

In der Hauptrolle weiß ein brillanter Al Pacino zu überzeugen, der dank der Rolle als Frank Serpico für einen Oscar nominiert wurde. In die Lobpreisungen für Pacino stieg auch der echte Frank Serpico ein, der erklärte, Pacino habe die Figur Serpico besser als „ich selbst“ gespielt.

9. Der Exorzist (1973)


Als absoluter Klassiker unter den Horrorfilmen gilt noch heute „Der Exorzist“. Das gruselige Spektakel von William Friedkin zog das Publikum so in den Bann, dass sich Schlangen vor den Kinos bildeten. Der Film nahm an den Kinokassen für die damalige Zeit unfassbare 441 Millionen Dollar ein, noch heute gilt „Der Exorzist“ als erfolgreichster R-Rated Film aller Zeiten in den USA.

Dabei klingt der Plot von Der Exorzist auf den ersten Blick sehr simpel: Ein Kind wird von mysteriösen Wutausbrüchen ergriffen, die verzweifelte Mutter sieht zwei Priester als letzte Hoffnung. Doch Friedkin gelingt ein meisterlicher Horrorfilm, der noch heute zum Pflichtprogramm des Genres gehört.

10. Uhrwerk Orange (1971)


Gleich zu Beginn des neuen Jahrzehnts ließ der bereits mit „Dr. Seltsam, oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ (1964) und „2001 – Odyssey im Weltraum“ (1968) erste Erfolge feiernde Regisseur Stanley Kubrick ein weiteres Meisterwerk auf die Filmfans los. „Uhrwerk Orange“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess, der eine düstere Zukunft präsentiert, in welcher der freie Wille infrage steht.

Wie bei Kubrick-Filmen üblich, lebt „Uhrwerk Orange“ von einer außergewöhnlichen Ästhetik und zeitlosen Bildern, die für die 70er Jahre gleich ein erstes Benchmark setzten. Der Film erhielt vier Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bestes Editing), ging jedoch leer aus.

11. French Connection – Brennpunkt Brookyln (1971)


Mit „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“ lieferte William Friedkin 1971 einen weiteren Höhepunkt des New Hollywood ab. Jimmy „Popeye“ Doyle – gespielt von Gene Hackman – gehört zum New Yorker Police Department und jagt den berüchtigten Drogenschmuggler Alain Charnier. Erzählt wird die Geschichte als rauer und gnadenloser Action-Thriller, der die Filmkritiker seiner Zeit zu begeistern wusste.

„French Connection“ gewann fünf Oscars – ausgezeichnet wurden Hackman als bester Hauptdarsteller, Friedkin als bester Regisseur, Ernest Tidyman als bester Drehbuchautor und Gerald B. Greenberg als bester Editor. Auch einen Oscar für den besten Film konnte das frühe Meisterwerk des New Hollywood für sich gewinnen.

12. Chinatown (1974)


Jahrzehnte nach dem Höhepunkt des Film Noir liefert Roman Polanski mit „Chinatown“ ein Meisterwerk des Neo-Noir ab. Ganz im Stile des klassischen Genres macht sich ein verdeckter Ermittler daran, ein Netz aus kriminellem Betrug aufzudecken. Dabei gerät er selbst in die Schusslinie mächtiger Gegenspieler. Zuschauer erwartet eine Bestbesetzung mit Jack Nicholson, Faye Dunaway, John Huston und Burt Young. Das oscarprämierte Drehbuch von Robert Towne gilt unter Drehbuchautoren heute noch als Beispiel für das perfekte Skript. Und obwohl die Erzählelemente des klassischen Noir in „Chinatown“ omnipräsent sind, gehört der kompromisslose Film zu den zentralen Werken des New Hollywood.

13. Der weiße Hai (1975)


Mit „Der weiße Hai“ stieg Steven Spielberg über Nacht in die Riege der Meisterregisseure auf. Lobpreisungen verglichen sein Werk gar mit dem Hitchcocks, so lassen sich in „Der weiße Hai“ ähnliche Spannungsbögen wie in Hitchcocks „Die Vögel“ (1963) entdecken. In „Der weiße Hai“ werden Roy Scheider, Richard Dreyfuss und Robert Shaw auf ihrem Boot mit der titelgebenden Urgewalt aus der Meerestiefe konfrontiert. 470 Millionen Dollar spielte der mit drei Oscars ausgezeichnete Action-Horrorfilm an den internationalen Kinokassen ein. Zumindest zwei Jahre – bis zum Release von „Der Krieg der Sterne“ – hielt der Film damit die Bestmarke des erfolgreichsten Films. Zugleich läutete Der weiße Hai die Ära des modernen Sommerblockbusters ein.

14. Einer flog über das Kuckucksnest (1975)


Nur ein Jahr nach „Chinatown“ glänzte ein bereits erfolgreicher Jack Nicholson mit einer weiteren bahnbrechenden Performance: als Randle Patrick McMurphy in „Einer flog über das Kuckucksnest“. Der mit insgesamt fünf Oscars ausgezeichnete Film von Milos Forman brachte dem begnadeten Schauspieler zugleich den ersten von drei Schauspiel-Oscars ein.

Die Erzählung von „Einer flog über das Kuckucksnest“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey und erzählt von einem Häftling, der durch das vortäuschen einer psychischen Erkrankung in eine Nervenheilanstalt verlegt wird. Nach „Es geschah in einer Nacht (1934) von Frank Capra gilt Einer flog über das Kuckucksnest als der zweite Film, der alle fünf zentralen Oscars für sich gewinnen konnte: Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin (Louise Fletcher), Bester Regisseur, Bestes Drehbuch und Bester Film.

15. Der Krieg der Sterne (1977)


A long time ago in a galaxy far, far away – mit diesen berühmten Worten startete 1977 ein Science-Fiction-Film der die Filmindustrie für immer verändern sollte. Der Krieg der Sterne, noch immer außergewöhnlich beliebt, stammte aus der Feder des Regisseurs George Lucas, bekannt durch „American Graffiti“.

Von einem persönlichen Schicksalsschlag getroffen, schwört der junge Luke Skywalker Rache gegenüber dem Imperium, das die Galaxie mit den finsteren Klauen ihrer Schreckensherrschaft kontrolliert. Doch Skywalker ist auf Verbündete angewiesen – und das geheimnisvolle Wirken der Macht. Das Sci-Fi-Meisterwerk brach nahezu alle finanziellen Rekorde der 70er, honoriert wurde „Der Krieg der Sterne“ mit einem Box Office von 775 Millionen Dollar. Der mit sechs Oscars ausgezeichnete Film und das damit geborene Franchise machten George Lucas zum Milliardär – und revolutionierte den modernen Science-Fiction-Film.

16. Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977)


Im Schatten von Star Wars erschien 1977 ein weiterer Meilenstein des Science-Fiction-Genres: Steven Spielbergs „Unheimliche Begegnung der dritten Art“. Das Leben des Elektrikers Roy Neary wird auf den Kopf gestellt, als er ein UFO zu sichten glaubt. Doch die „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ ist keine Space Opera wie „Star Wars“, stattdessen widmet sich die Geschichte den surrealen und doch vergleichbar realistisch dargestellten Geschehnissen auf der Erde.

Der Science-Fiction-Film mit Richard Dreyfuss, Teri Garr und François Truffaut wurde – wie schon Spielbergs „Der weiße Hai“ – außerordentlich erfolgreich: finanziert mit einem Budget von 20 Millionen, brachte die „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ über 300 Millionen Dollar ein. Zu den faszinierenden Anekdoten des Films gehört, dass, wie auch bei „Star Wars“, John Williams den Soundtrack beisteuerte.

17. Der Stadtneurotiker (1977)


Mit seinen Slapstick-Komödien „Mach‘s noch einmal, Sam“ (1972) und „Was sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten“ (1972) konnte Woody Allen bereits früh Kinoerfolge feiern, doch es war „Der Stadtneurotiker“ (1977), der Allen in die Sphären der Oscars trug.

Vier der begehrten Hollywood-Trophäen gab es für die romantische Komödie, in der Allen einen gereifteren und weltgewandteren Humor präsentierte als in seinen vorherigen Werken. Der Film beleuchtet die komplizierte Liebesbeziehung zwischen dem New Yorker Komiker Alvy Singer und der namensgebenden (auf englisch heißt der Film Annie Hall) Annie Hall. Ergänzt wird der süffisante, intellektuelle Humor des Films durch einen für Hollywood untypischen realistischen Blick auf moderne Großstadtromanzen – und übte damit einen nicht kleinzuredenden Einfluss auf die moderne romantische Komödie aus.

18. Grease (1978)


Das wohl berühmteste Musical der 70er heißt „Grease“. Der Film, damals außerordentlich beliebt, katapultiert die Zuschauer in das Kalifornien der späten 50er und handelt von der Liebe der beiden Teenager Danny Zuko und Sandy Olsson. Einen großen Sprung im Bekanntheitsgrad bedeutete der Film für John Travolta und die Sängerin Olivia Newton-John. Die Filmumsetzung von Randal Kleiser („Die blaue Lagune“; „Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby“) basiert auf dem gleichnamigen Musical des Jahres 1971, das von Warren Casey und Jim Jacobs komponiert wurde.

„Grease“ erwies sich als einer der zentralen Blockbuster der 70er-Jahre – und damit als extrem erfolgreich: das Budget von 6 Millionen steht einem Kinoertrag von knapp 400 Millionen Dollar gegenüber.

19. Apocalypse Now (1979)


Mit Apocalypse Now bewies Francis Ford Coppola endgültig, dass die 70er-Jahre seinen Schaffenshöhepunkt markieren. Heute gilt der Film, der auf Joseph Conrads „Heart of Darkness – Herz der Finsternis“ lose basiert, als Highlight des Antikriegsfilms und als ein zentrales Werk des New Hollywood.

Das Epos, dessen schwierige und finanziell ruinöse Entstehungsgeschichte in der Dokumentation „Hearts of Darkness“ aufgearbeitet wurde, konnte die Goldenen Palme in Cannes, drei Golden Globes und zwei Oscars einsammeln.

Der heute in mehreren Schnittfassungen verfügbare Film erzählt von den fatalen Vietnam-Abenteuern von Captain Benjamin L. Willard (Martin Sheen) und seiner Crew. Marlon Brando, Robert Duvall, Dennis Hopper und die noch jungen Harrison Ford und Laurence Fishbourne komplettieren das Cast des außergewöhnlichen Antikriegsfilms.

20. Kramer gegen Kramer (1979)


Einen tief desillusionierten und realistischen Blick auf das moderne Familienleben lieferte Robert Benton (auch bekannt für seine Drehbücher für Bonnie und Clyde und Superman) 1979 mit „Kramer gegen Kramer“.

Das Ehepaar Ted und Joanna Kramer gerät in eine turbulente Scheidung. Mit seinem Sohn Billy alleingelassen, sieht sich der Karrieremensch Ted dazu gezwungen, ihm mehr Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen – was den Blick auf sein bisheriges Leben zu verändern scheint. Dieser fast prophetische Film über das moderne Familienleben und das kapitalistische Karrierestreben wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet – darunter einen für den Besten Film. Zurecht einen Oscar einsammeln konnten auch die beiden brillierenden Hauptdarsteller Dustin Hoffman und Meryl Streep. Grundlage für die Erzählung lieferte Avery Cormans Roman Kramer vs. Kramer (1977).

21. Der Pate – Teil II (1974)

22. Die durch die Hölle gehen (1978)

23. Dirty Harry (1971)

24. Die Ritter der Kokosnuß (1975)

25. Network (1976)

26. Der Mann mit der Todeskralle (1974)

27. Beim Sterben ist jeder der Erste (1972)

28. Superman (1978)

29. Der wilde wilde Westen (1974)

30. Mad Max (1979)

31. Carrie (1976)

32. Der Texaner (1976)

33. Saturday Night Fever (1977)

34. The Rocky Horror Picture Show (1975)

35. Westworld (1973)

Das Kino der 1970er gilt als Höhepunkt des revolutionären New Hollywood, das sich vom etablierten Studiosystem des Golden Age of Hollywood lossagte. Meisterwerke wie „Der Pate“, „Der Krieg der Sterne“, „Rocky“, „Der Stadtneurotiker“ oder „Apocalypse Now“ bilden noch heute den sehenswerten filmischen Maßstab ihres jeweiligen Genres. Möchtest Du in das Kino der 70er eintauchen, dann gehören obengenannte Filme zu den absoluten Empfehlungen der 1970er.

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