Die 25 besten deutschen Rapper aller Zeiten

Deutsche Rapper
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Die deutsche Rap-Szene ist weit gefächert. Über Gangsta-Rap, Battle-Rap und Rap-Mischungen mit Pop und Rock wird alles geboten. Die besten deutschen Rapper bieten eine große Variation an Stil und Technik. Mit der Zeit haben sich verschiedene Gruppen formiert, in denen unterschiedliche Rapper nicht selten kollaborieren. Die besten deutschen Rapper umfassen Größen wie Kool Savas, der schon früh die Rap-Szene aufmischte, Marteria, der durch seine Art hervorsticht und Sido, der sich früh einen Namen als Rüpel-Rapper gemacht hat. Die beliebtesten deutschen Rapper sind ohne Zweifel diejenigen, die Massen begeistern. In diesem Artikel stellen wir euch die erfolgreichsten deutschen Rapper vor und beleuchten ihren Stil sowie ihre Motivation.

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25: Cro

Jörg Padberg, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2013-08-26_Cro_at_Chiemsee_Reggae_Summer_'13_BT0A4735.JPG">2013-08-26 Cro at Chiemsee Reggae Summer '13 BT0A4735</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>
Jörg Padberg, 2013-08-26 Cro at Chiemsee Reggae Summer ’13 BT0A4735, CC BY-SA 3.0

Cro, der Rapper mit der Pandamaske, machte sich zuerst im Jahr 2012 einen Namen, als sein Debütalbum „Raop*“ erschien. Der Name seines ersten Albums steht gleichzeitig für Cros Rapstil, den er selbst als eine Mischung aus Rap und Pop bezeichnet.

Mit fünffacher Goldauszeichnung ist sein Debütalbum außerdem sein bis dato erfolgreichstes Album. Neben seiner Tätigkeit als Musiker beschäftigt Cro sich auch mit Mode-Design. Die Höhepunkte seiner Karriere feierte er jedoch mit der Musik. Im Jahr 2015 gab Cro ein MTV-Unplugged-Konzert mit berühmten Gästen wie Max Herre, Die Prinzen und Haftbefehl. Das dazugehörige Unplugged-Album landete ebenfalls auf dem ersten Platz der Charts.

2016 war Cro außerdem im Kino zu sehen. Der Film „Unsere Zeit ist jetzt“ wurde unter anderem von Til Schweiger produziert. Cro spielt im Film sich selbst. In einer Liste, welche die beliebtesten deutschen Rapper aufführt, darf Cro deshalb nicht fehlen.

24: Samy Deluxe

(c) Universal Music
(c) Universal Music

Der Hamburger Rapper Samy Deluxe gehört nicht nur auf kommerzieller Ebene zu den erfolgreichsten Rappern Deutschlands. Nachdem Samy Deluxe in der Band Dynamite Deluxe wirkte, feierte er im Jahr 1999 die ersten größeren Erfolge mit den Absoluten Beginnern. Zusammen veröffentlichten sie die Single „Füchse*“.

Im Jahr 2001 veröffentlichte Samy Deluxe sein erstes Soloalbum „Samy Deluxe*„, welches er nach sich selbst benannte. Es erreichte den zweiten Platz in den Charts und wurde mit Gold ausgezeichnet. Seine bisher erfolgreichste Platte jedoch ist das 2011 veröffentlichte Album „SchwarzWeiss“, welches auf dem ersten Platz der deutschen Charts landete und Samy ebenfalls Gold bescherte.

Samy fürchtet sich nicht davor anzuecken und so können viele seiner Songs dem Battle-Rap zugeordnet werden. Er spricht nicht nur des Öfteren kritische Themen an, sondern bewirbt zudem häufiger seine eigene Überlegenheit. Zudem ist sein Rap-Stil stark vom amerikanischen Rap beeinflusst, mit dem er schon früh in Berührung kam.

23: Marteria

<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Arne_mueseler">Arne Müseler</a> / www.arne-mueseler.de, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Marteria_sonnenrot_festival_2011_eching_germany_4.jpg">Marteria sonnenrot festival 2011 eching germany 4</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">CC BY-SA 3.0 DE</a>
Arne Müseler / www.arne-mueseler.de, Marteria sonnenrot festival 2011 eching germany 4, CC BY-SA 3.0 DE

Der aus Rostock stammende Rapper Marteria wurde 1982 als Sohn einer Lehrerin und eines Seemanns geboren. Zum Rap kam er durch seinen älteren Bruder, der sich schon früh mit dem Genre beschäftigte. Nach einem kurzen Ausflug in die Musik wurde Marteria jedoch in den USA von einem Modelscout entdeckt und widmete sich vorerst einer Karriere als Model. Zurück in Rostock startete er neue Versuche ein Soloalbum zu veröffentlichen, doch die Plattenfirma ging Pleite und so besuchte er 2003 zuerst eine Schauspielschule.

2006 erschien endlich sein erstes Solo-Album „Halloziehnation*“ unter dem Pseudonym Marsimoto. Darauf folgten viele weitere Alben sowohl als Marteria als auch als Marismoto. Sein bisher erfolgreichstes Album ist das 2014 erschienene „Zum Glück in die Zukunft II*“, welches auf Platz 1 der Charts landete und mit Platin ausgezeichnet wurde. Marteria hebt sich besonders durch seine gesellschaftskritischen Texte ab.

22: Casper

<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Hro-flo">Florian Koppe</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Casper,_Kosmonaut_05.jpg">Casper, Kosmonaut 05</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>
Florian Koppe, Casper, Kosmonaut 05, CC BY-SA 3.0

Casper ist ein deutsch-amerikanischer Rapper. In der frühen Kindheit wanderte seine Familie in die USA aus, kehrte jedoch später auf Grund des gewalttätigen Stiefvaters zurück nach Deutschland. Seine Kindheit ist oft Thema in den Texten des Rappers. Außerdem nutzte Casper den deutschen Rap, um sich der für ihn fremden deutschen Sprache anzunähern.

Für Aufmerksamkeit im Rap-Genre sorgt er das erste Mal wirklich, als er mit Abroo und Seperate das Trio Kinder des Zorns bildet. Zusammen veröffentlichten die drei das Album „Rap Art War*“ im Jahr 2004. Caspers letzten drei Alben „XOXO*“ (2011), „Hinterland*“ (2013) und das aktuelle „Lang lebe der Tod*“ (2017) erreichten alle den ersten Platz der deutschen Albumcharts. „XOXO“ und „Hinterland“ wurde sogar bereits mit Platin ausgezeichnet.

Casper zeichnet sich durch eine sehr raue Stimme aus. Sein Gesangstil kann als eine Mischung aus Rap und Rock bezeichnet werden.

21: Olexesh


Der gebürtige Ukrainer zählt zu den fleißigsten Rappern der deutschen Hip-Hop-Szene. In weniger als vier Jahren hat Olexesh zwei Mixtapes und vier Alben veröffentlicht. Für jedes Album nimmt der Darmstädter rund 70 bis 100 Songs auf und pickt sich davon bei der Zusammenstellung des Albums die besten Lieder heraus. Olexesh erzielte mit seiner Genremixtur aus Schlager und Rap beachtliche Erfolge. Mit seinem verkitscht-romantischen Text im Song „Magisch“ schaffte es der Deutsch-Ukrainer Olexij Kossarew in den YouTube-Jahrescharts zum meistgeklickten Musikvideotitel.

Der Rapper wird zurecht als der Erfinder des Schlager-Raps bezeichnet. Er wollte damit etwas ganz Neues schaffen, um auf diese Weise den Rap aus dem bisher gewohnten Imagezwang zu befreien. Sein erstes Album erschien im März 2014 mit dem Titel „Nu eta da“. Das zweite Album „Masta“ knüpfte am Erfolg des Vorgängeralbums an. Er vertritt einen harten Straßenrap, sein Stil ist aggressiv-abgehackt. In seinen Songs geht es um Drogenkonsum, Prostitution, Spielsucht, Armut und Kriminalität.

Zu seinen besonderen Errungenschaften zählt mit Sicherheit der Fakt, dass er als erster Künstler gleich zwei Nummer 1 Awards im Jahr 2018 parallel in Empfang nehmen durfte, und zwar für Album und Single.

20: Haftbefehl

(c) Robert Wunsch / Universal Music
(c) Robert Wunsch / Universal Music

Haftbefehl ist ein deutscher Rapper und Sohn kurdischer Einwanderer. Nachdem er 2006 vor einer Freiheitsstrafe wegen Betrugs nach Istanbul floh, kehrte er einige Jahre später unter Auflagen zurück nach Deutschland und setzte seine Karriere als Rapper in Gang.

2009 ergattert er einen Vertrag beim Label Echte Musik. 2010 erscheint dann sein Debütalbum „Azzlack Stereotyp*“. Haftbefehl ist durch und durch Gangsta-Rapper und zeigt gern, mit welchen Wassern er gewaschen ist. Er strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und weiß sich ins Rampenlicht zu befördern. Nicht selten denkt er sich ausgefallene Promo-Aktionen oder andere Schmankerl für seine Fans aus.

Sein bisher erfolgreichstes Album war „Der Holland Job*“ aus dem Jahr 2016, welches sich fünf Wochen an der Spitze der deutschen Albumcharts halten konnte. Sein Stil ähnelt dem amerikanischen Gangsta-Rapper Notorious B.I.G. Zusätzlich enthalten seine Texte zahlreiche Vokabeln aus dem Türkischen und Arabischen sowie weiteren Sprachen.

19: SpongeBozz aka Sun Diego

Screenshot aus dem YouTube-Video: SPONGEBOZZ - Planktonweed ►Planktonweed Tape 17.04.2015◄ (Official 4K Video)
Screenshot aus dem YouTube-Video: SPONGEBOZZ – Planktonweed ►Planktonweed Tape 17.04.2015◄ (Official 4K Video)

SpongeBozz ist ein deutscher Rapper mit russischen Wurzeln. Sein Name ist an die Zeichentrickfigur Spongebob Schwammkopf angelehnt. Nicht nur sein Künstlername sondern auch der Name seines eigenen Labels Bikini Bottom Mafia ist eine Anspielung auf die Welt, in der Spongobob Schwammkopf zuhause ist. Das erste Album „Planktonweed Tape“ erschien im Jahr 2015, nachdem SpongeBozz sich zuvor einen Namen als Battle-Rapper gemacht hatte. Er gewann „JuliensBlogBattle“ und verteidigte seinen Titel auch im darauf folgenden Jahr. Sein Debütalbum landete prompt auf dem ersten Platz der Charts. Kurz danach wurde das Album aufgrund des Songs A.C.A.B. indiziert, was für „All Cops Are Bastards“ steht. Kollegah selbst bestätigte in einem Interview, dass es sich bei SpongeBozz um seinen Kollegen Sun Diego handelt.

18: Shindy


Shindy ist ein Rapper deutsch-griechischer Herkunft. Er begann bereits mit 12 Jahren zu rappen. Im Jahr 2012 hatte er mehrere Gastauftritte auf Kay Ones Album „Prince of Belvedair*“. Später bekam er einen Plattenvertrag bei Bushidos Label ersguterjunge. Shindy spielte eine große Rolle im Streit zwischen Bushido und Kay One und veröffentlichte einen Disstrack, der sich an Kay One richtete. 2013 erreichte er mit seinem Debütalbum „NWA*“ Platz 1 der deutschen und österreichischen Charts. Das Album sorgte für großen Aufruhr und rief sogar den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit auf den Plan. Nur wenige Tage nach erscheinen wurde das Album indiziert. Auch das Video zur Single „Stress ohne Grund“ wurde von der Videoplattform YouTube entfernt.

Seinen größten Erfolg feierte Shindy mit dem Album „FVCKB!TCHE$GETMONE¥*“, das auf Platz 1 der deutschen Charts landete und mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde.

17: Summer Cem

(c) WMG
(c) WMG

Summer Cem ist ein deutscher Rapper türkischer Herkunft. Zuerst machte er sich einen Namen durch zahlreiche Kollaborationen mit bereits bekannten deutschen Rappern. Darunter befanden sich Bushido, Eko Fresh, KC Rebell und andere.

2010 veröffentlichte er sein erstes Solo-Album mit dem Namen „Feierabend*“. Zwar war das Album kein großer kommerzieller Erfolg, doch bereits auf seinem ersten Album wirkten zahlreiche berühmte Künstler wie Farid Bang, Kollegah, Eko Fresh und Fard mit. Seinen bisher größten Erfolg feierte er mit dem im Juni 2017 veröffentlichten Album „Maximum*“, welches in Zusammenarbeit mit KC Rebell entstanden ist. Auch sein Solo-Album „Cemesis*“ aus dem Jahr zuvor erreichte Platz 1 der deutschen Charts.

16: Juju


Gemäß ihrem Motto „Ich kann alles machen, was ich will“, hat sich die in Neukölln aufgewachsene Rapperin Juju mit ihrem harten Straßenrap den Respekt ihrer männlichen Mitstreiter in der machogeprägten Hip-Hop-Szene redlich verdient. Mit schwindelerregender Geschwindigkeit rappt die Deutsch-Marokkanerin ihre Zeilen. Mit 16 Jahren schmiss Juju die Schule und kurze Zeit später gelang ihr als Mitglied von SXTN ein kometenhafter Aufstieg. Doch erst als Solo-Künstlerin wurde ihr Rapstil zum Mega-Erfolg.

Am 20. November 1992 wurde die Rapperin in Berlin geboren. Ihr bürgerlicher Name ist Judith Wessendorf. Juju glaubt an die künstlerische Freiheit und hat beim Texten jede Menge Spaß. Die Rapperin schreibt ihre Lieder natürlich selbst. Dabei verfolgt sie nicht unbedingt das Ziel, das Sprachrohr für irgendeine Sache oder eine feministische Ideologie zu sein. Der Amerikaner Eminem ist für Juju eine Art Seelenverwandter. So komponiert auch sie ihre Lieder, wobei es um alltägliche Probleme geht. Mit den Songs von Eminem kann sich die Rapperin sehr gut identifizieren, da es in den Songs nicht bloß um Geld, Huren und sonstige Gangsterscheiße geht.

Als Solo-Künstlerin erreichte Juju im August 2018 mit der Single „Melodien“ Platz eins der Singlecharts in der Schweiz, in Österreich und Deutschland, mit der Single „Vermissen“ errang sie im Juni 2019 Goldstatus und ihr erstes Soloalbum „Bling Bling“ erschien im Juni 2019.

15: Fler


Für den Berliner Rapper Fler kam die Musik zum richtigen Zeitpunkt. Sie war sein Ausweg aus der Kriminalität. Nachdem sein Vater die Familie früh verlassen hatte, musste Fler bereits mit 15 Jahren in psychologische Behandlung. Danach kam er in ein Heim. Während seiner anschließenden Ausbildung lernte er Bushido kennen. Die zwei veröffentlichten ein Album namens „Carlo Cokxxx Nutten“. Sein erstes Soloalbum trug den Namen „Neue Deutsche Welle“ und erreichte den fünften Platz in den deutschen Charts. Am erfolgreichsten war sein 2016 erschienenes Album „Vibe“, das sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz und Österreich Platz 1 der Charts erreichte.

Flers Rap ist beeinflusst von Künstlern wie 50 Cent und Lunatic. Außerdem beeinflussten ihn Rapper aus dem Trap- und Crunk-Genre. Dazu zählen unter anderem French Montana und Lil Wayne.

14: Alligatoah

<i>Foto: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/User:2eight">Stefan Brending</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">Creative Commons by-sa-3.0 de</a></i>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alligatoah-Rock_im_Park_2014_by_2eight_3SC9356.jpg">Alligatoah-Rock im Park 2014 by 2eight 3SC9356</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">CC BY-SA 3.0 DE</a>
Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, Alligatoah-Rock im Park 2014 by 2eight 3SC9356, CC BY-SA 3.0 DE

Alligatoah ist der Schauspieler unter den deutschen Rappern. Selten erzählt er in seinen Texten von seinem eigenen Leben. Vielmehr schlüpft er in eine Rolle und erzählt in übertriebener Manier Geschichten. Seine Texte sind humorvoll und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Seinen Einfluss zieht er aus dem deutschen Battle-Rap, doch ist er dem Genre nicht gänzlich zuzuordnen. Sein erstes Album erschien im Jahr 2006 und trug den Namen „ATTNTAAT“. Chart-technisch funktioniert es jedoch bei Alligatoah erst so richtig mit seinem dritten Album „Triebwerke*“. Das erschien 2013 und landete auf Platz 1 der Charts. Insgesamt konnte sich das Album ganze 45 Wochen in den Charts halten. In Deutschland wurde das Album, genau wie sein 2015 erschienenes Album „Musik ist keine Lösung*“, mit Gold ausgezeichnet.

13: Prinz Pi

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:1LIVE_Krone_2016_-_1700_-_Roter_Teppich_-_Prinz_Pi-5608.jpg">1LIVE Krone 2016 - 1700 - Roter Teppich - Prinz Pi-5608</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode">CC BY-SA 4.0</a>
© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), 1LIVE Krone 2016 – 1700 – Roter Teppich – Prinz Pi-5608, CC BY-SA 4.0

Prinz Pi, auch bekannt als Prinz Porno, ist ein deutscher Rapper aus Berlin-Charlottenburg. In der Berliner Rap-Szene gelangte er eher zufällig zu Berühmtheit. Ein für Freunde aufgenommenes Album namens „Porno privat“ tauchte nach seinen eigenen Angaben im Internet auf. Mit „Kompass ohne Norden*“ erreichte der Berliner das erste Mal die Spitze der Charts. Für das Album erhielt er die goldene Schallplatte. Auch seine zwei nachfolgenden Alben „pp=mc²*“ und „Im Westen nix Neues*“ landeten auf Platz 1 der Charts. Prinz Pi schreibt größtenteils sozialkritische Texte, in denen er sich mit seiner derzeitigen Lage sowie der Lage der Gesellschaft auseinander setzt. Immer wiederkehrende Themen seiner Texte sind Tod, Liebe und Freundschaft.

12: Kontra K

(c) BMG Rights Management GmbH
(c) BMG Rights Management GmbH

Wie viele deutsche Rapper stammt auch Kontra K aus Berlin und ist vom amerikanischen Gangsta-Rap beeinflusst worden. Zu seinen Idolen zählen 2Pac, The Notorious B.I.G. und Nas. Wie seine Vorbilder sieht auch Kontra K sich gern als bodenständigen Rapper an, der von der Straße kommt. Zu Beginn seiner Karriere orientierte er sich stark am Gangsta-Rap. Später geriet seine Liebe zum Kampfsport in den Fokus. Kontra K eckt des Öfteren an, weil seine Texte misogyne, homophobe und chauvinistische Denkweisen widerspiegeln. Sein erstes Album „Dobermann*“ erschien 2010. Doch richtig erfolgreich waren erst seine späteren Alben „Aus dem Schatten ins Licht*“, „Labyrinth*“ und „Gute Nacht*“. „Laybrinth“ erreichte Platz 1 der deutschen Charts und wurde mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet.

11: RAF Camora (Österreicher)

RAF Camora
Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, 2018 RiP – RAF Camora – by 2eight – DSC2247, CC BY-SA 4.0
Die außerordentliche Erfolgsstory von RAF Camora nahm im 15. Wiener Gemeindebezirk ihren Anfang. Innerhalb kürzester Zeit avancierte RAF Camora dank Talent, Mut und Ehrgeiz zu einem der wichtigsten Musiker in der deutschen Rapszene. Geboren wurde Raphael Ragucci in der französischsprachigen Schweiz im Jahre 1994. 2009 erschien RAF Camoras Rap-Debütalbum. Der Musiker wurde vom deutschen Magazin rap.de als Multitalent gelobt. Der kommerzielle Erfolg blieb jedoch vorerst aus. Sein zweites Album erschien im Februar 2012. Unter seinem damaligen Künstlernamen RAF. 3.0 brachte er sein Album in die Top 10 der Charts in Deutschland und Österreich.

RAF Camora ist jedoch nicht nur Musiker, sondern auch ein hervorragender Businessman. Am Zenit seines Erfolgs hat der Rapper seinen vorübergehenden Abschied angekündigt. Am 1. November erschien das siebte Studioalbum „Zenit“. Zu seinen besonderen Errungenschaften zählen seine Auszeichnungen wie der Hiphop.de Awards und der Amadeus Austrian Music Awards. Rund 6,3 Millionen Tonträger hat RAF Camora im Laufe seiner Karriere als Live-Musiker verkauft. Viele Singles von RAF Camora, wie beispielsweise „Kokain“ und „500 PS“, schafften es ganz nach oben in die Singlecharts.

Seinen Abschied feierte RAF Camora mit der „Palmen aus Plastik 2 Tour“.

10: 187 Straßenbande

187 Strassenbande
Elvir Omerbegovic, Gzuz und Bonez MC – Pusher Apparel, CC BY-SA 2.0
187 Straßenbande machen erfolgreiche Gangsta-Rap. Im Jahre 2006 wurde die Gruppe von dem Graffiti-Künstler Frost und von Bonez MC in Hamburg gegründet. 2012 platzierte Bonez MC erstmals ein Album mit dem Titel „Krampfhaft kriminell“ in den deutschen Charts. Die eingefleischten Kiffer erzielten im Jahr 2012 mit dem Album „High und Hungrig“ den kommerziellen Durchbruch. Mit ihren Liedern erreichten 187 Straßenbande immer bessere Charts-Platzierungen und begeisterten ihre Fans mit ausverkauften Tourneen und Konzerten.

Da mehrere feste Mitglieder zeitweise immer wieder in den Knast mussten, wechselte die Formation der Bandmitglieder stetig. Das Verhältnis zur Justiz und zu den Ordnungshütern ist bei 187 Straßenbande alles andere als vorbildhaft. Doch gerade dies macht die Rap-Bande bei den Jugendlichen so beliebt.

Zwischen 2009 und 2016 erschienen die erfolgsgekrönten Alben mit den genialen Titeln „187 Straßenbande“, „Ebbe & Flut“, und „High & Hungrig“.

09: Kay One

<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:9EkieraM1">9EkieraM1</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2016-02-01_Kay_One_(2).jpg">2016-02-01 Kay One (2)</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>
9EkieraM1, 2016-02-01 Kay One (2), CC BY-SA 3.0

Der aus Friedrichshafen stammende Rapper Kay One entdeckte seine Liebe zum Rap bereits mit 13 Jahren. Früh nahm er an Rap Battles teil und konnte bereits mit 16 Jahren den Royal Rumble in Stuttgart gewinnen. Nach ersten Gehversuchen beim Plattenlabel Royal Bunker, unterzeichnete Kay One 2005 einen Vertrag bei Eko Freshs Label German Dream. Da Kay One zu Beginn seiner Karriere eng mit Bushido zusammen arbeitete, scheute er nicht davor zurück, mit Rapper Sido anzuecken. 2010 erschien sein Debütalbum „Kenneth allein zu Haus*“, auf dem Künstler wie Bushido und Fler mitwirkten. Später kam es zu einem Streit zwischen ihm und Bushido. Sein bisher erfolgreichstes Album veröffentlichte Kay One 2013 unter dem Namen „Rich Kidz*“. Das Album erreichte Platz 1 der deutschen Charts und hielt sich insgesamt 19 Wochen in den Charts. Da Kay One sich viele musikalische Auseinandersetzungen mit anderen Rappern geleistet hat, sind viele seiner Songs im Stile des Battle-Raps gehalten.

08: KC Rebell

<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:KCrebell45">KCrebell45</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KC_Rebell.jpg">KC Rebell</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode">CC BY-SA 3.0</a>
KCrebell45, KC Rebell, CC BY-SA 3.0

Genau wie Summer Cem steht KC Rebell seit 2013 bei Banger Musik unter Vertrag. So ist es nicht verwunderlich dass die beiden Rapper des Öfteren zusammen arbeiten. Im März 2011 veröffentlichte er sein Debütalbum „Derdo Derdo*“. Der Titel lässt auf seine kurdische Herkunft schließen. Nachdem KC Rebell seinen Vertrag bei Banger Musik unterzeichnet hatte, ging seine Karriere steil bergauf. Sein Album „Banger rebellieren*“ landete auf Platz 2 der Albumcharts. Sein bisher erfolgreichstes Album ist die 2016 veröffentlichte Platte „Abstand*“. Wie bereits die zwei vorangegangenen Alben landete es auf Platz 1 der Charts und heimste dem Rapper eine goldene Schallplatte ein. 2016 verstrickte KC Rebell sich in eine gefährliche Streiterei mit dem Rapper Xatar, die mit einem Haftbefehl für Xatar endete.

07: Azad

(c) Universal Music
(c) Universal Music

Azad ist ein Urgestein des deutschen Gangsta-Raps. Der Rapper kurdischer Herkunft prägte den Battle-Rap und erreichte als erster männlicher Solorapper Platz 1 der deutschen Charts. Mit 11 Jahren kam Azad das erste Mal in Berührung mit Breakdance und lernte so auch das Hip-Hop-Genre kennen. 2004 gründete er sein eigenes Label Bozz Music und schnell entwickelte sich eine Feindschaft zwischen seinem Label und Aggro Berlin. Die Aufmerksamkeit, welche die Fehde mit sich brachte, bescherte dem dritten Studioalbum von Azad einen Platz in den Top Ten der Albumcharts. Den ersten Platz der Charts erreichte bisher nur sein 2016 herausgegebenes Album „Leben II*“. Azad beweist, die besten deutschen Rapper sind nicht immer die kommerziell erfolgreichsten.

06: Kool Savas

Katja Kuhl, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kool_Savas_2010.jpg">Kool Savas 2010</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode">CC BY-SA 2.0</a>
Katja Kuhl, Kool Savas 2010, CC BY-SA 2.0

Kool Savas ist ein deutscher Rapper mit türkischem Vater und deutscher Mutter. Bereits in den 1990er Jahren mischte er die Berliner Rap-Szene auf. Außerdem ist er maßgeblich am Erfolg zahlreicher Rapper beteiligt gewesen. Zu Beginn versuchte Kool Savas sich am Rap in englischer Sprache. Dabei wurde er von den Rappern der Westcoast beeinflusst. Ice Cube und Compton’s Most Wanted sind nur zwei seiner Vorbilder. Kool Savas ist Vertreter des Battle-Raps. Nachdem er einige Zeit in den USA verbracht hatte, begann Kool Savas auf Deutsch zu texten.

1996 gründete er die deutsche Hip-Hop-Gruppe Masters of Rap oder kurz M.O.R. 2002 gründete Kool Savas das Label Optik Records, nachdem er sich von den Masters of Rap gelöst hatte, um seine Solokarriere voran zu bringen. Kommerziellen Erfolg erzielte Kool Savas mit dem Album „Aura*“ aus dem Jahr 2011 und dem Album „Märtyrer*“ aus dem Jahr 2014. Beide landeten auf dem ersten Platz der deutschen und schweizerischen Charts.

05: Farid Bang

Selfmade Records, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Farid_Bang_2013.jpg">Farid Bang 2013</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode">CC BY-SA 2.0</a>
Selfmade Records, Farid Bang 2013, CC BY-SA 2.0

Farid Band ist ein deutschsprachiger Rapper mit marokkanischen Wurzeln. Er wuchs in Spanien auf, bis er im Alter von acht Jahren mit seiner Familie nach Düsseldorf zog. Farid Bang ist der Gründer des Labels Banger Musik, welches Rapper wie KC Rebell, Summer Cem und 18 Karat unter Vertrag hat. Mit 19 Jahren begann er selbst zu rappen und landete vorerst bei Eko Freshs Label German Dream.

Farid Bangs Stil ist dem Gangsta-Rap zuzuordnen. 2008 veröffentlichte er sein Debütalbum „Asphalt Massaka*“, womit er zuerst erfolglos blieb. Schließlich beteiligte er sich an Disstracks gegen Aggro Berlin, Fler und andere und machte so auf sich aufmerksam. Aufgrund seiner Texte wurden drei seiner Alben indiziert. Seinen größten Erfolg erzielte er mit dem 2014 veröffentlichten Album „Killa*“, das Platz 1 der Charts erreichte. Auch das Kollaboalbum „Jung, brutal, gutaussehend 2“, das er mit Kollegah aufnahm, hatte großen kommerziellen Erfolg und erreichte ebenfalls Platz 1.

04: Sido

(c) Murat Aslan / Universal Music
(c) Murat Aslan / Universal Music

Sido ist ein Rapper aus Berlin und gehört ohne Frage zu den erfolgreichsten deutschen Rappern. Zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen belegen seinen kommerziellen Erfolg. Wie viele andere rappte Sido zu Beginn in englischer Sprache, wechselte dann aber zur deutschen Sprache. Erste musikalische Schritte machte er bei dem Hip-Hop-Label Royal Bunker. Zusammen mit dem Rapper B-Tight wurde Sido später von dem eigens gegründeten Label Aggro Berlin unter Vertrag genommen. Dort machte der Rapper sich mit seinem „Arschficksong“ einen Namen. 2004 veröffentlichte Sido sein erstes Soloalbum „Maske X“, das bereits auf Platz 3 der Charts landete und mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet wurde.

Seinen bisher größten Erfolg landete Sido mit seinem Album „30-11-80*“, welches 2013 erschien. Sido erzählt in seinen Texten meist von seiner Kindheit und dem Aufwachsen unter ärmeren Umständen. Mit Sido legten sich außerdem schon andere deutsche Rapper wie Azad und Bushido an.

03: Bushido

Bushido
(c) Sergenisici / Sony Music
Bushido ist ein deutscher Rapper und Produzent. Er ist Sohn eines Tunesiers und einer Deutschen und wuchs in Berlin Tempelhof auf. Bushido präsentiert sich gern als Bad-Boy der deutschen Rap-Szene. Beim Plattenlabel Aggro Berlin traf er auf Künstler wie Sido und B-Tight. Auch sein ehemaliger Kumpel Fler war bei Aggro Berlin unter Vertrag. Mit Fler veröffentlichte er das bereits erwähnte Album „Carlo Cokxxx Nutten“. Aufgrund von Differenzen trennte Bushido sich im Jahr 2003 von Aggro Berlin. Sein erstes Soloalbum „Vom Bordstein zur Skyline“ ist mittlerweile indiziert. Weitere Alben wurden ebenfalls indiziert oder dürfen aufgrund von Urheberrechtsverletzungen nicht mehr verkauft werden. Sein Album „7*“ aus dem Jahr 2007 war sein bisher größter Erfolg. Die Platte landete auf Platz 1 in Deutschland und auf Platz 2 in Österreich und der Schweiz. Zudem wurde sie mit Platin ausgezeichnet. Bushidos aggressiver Rap ist dem Gangsta-Rap zuzuordnen.

02: Kollegah

(c) Laion
(c) Laion

Kollegah ist ein deutscher Rapper aus Friedberg. Im Alter von 15 Jahren konvertierte er zum Islam, nachdem er sich mit der Religion intensiv auseinander gesetzt hatte. Angestoßen wurde sein Interesse von seinem Stiefvater. Sein erstes Album erschien unter dem Titel „Alphagene“ im Jahr 2007. Damals war Kollegah bei Selfmade Records unter Vertrag. Das Album erreichte nur Platz 51 in den Charts. Das 2014 veröffentlichte Album „King“ war mit einer dreifachen Goldauszeichnung sein bisherig größter kommerzieller Erfolg. Es landete auf Platz 1 der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Auch seine folgenden Alben landeten auf Platz 1 und verkauften sich sehr gut. So ist es kein Wunder, dass Kollegah die Liste der erfolgreichsten deutschen Rapper anführt. 2016 gründete Kollegah sein eigenes Label und nahm den Rapper Seyed unter Vertrag. Die besten deutschen Rapper müssen sich derzeit am kommerziellen Erfolg von Kollegah messen.

01: Capital Bra

Capital Bra schaut in die Kamera
(c) Phong Le / Sony Music
Capital Bra, 1994 in Sibirien geboren, kam mit sieben Jahren zusammen mit seiner Mutter nach Berlin. Bereits mit elf Jahren begann er Raptexte zu kreieren. Als junger Erwachsener war er in der Berliner Untergrund-Szene aktiv und blühte in dem kleinkriminellen Milieu förmlich auf. Im Jahr 2014 bestritt er einige Battles bei einer Hip-Hop-Veranstaltung. Rap am Mittwoch bot dem jungen Rapper die perfekte Plattform. Im Februar 2016 veröffentlichte der deutsche Rapper sein erstes Album. Zu seinen Errungenschaften zählen mitunter die lange Verweildauer seiner Alben und Singles in den deutschen Charts. Der Rapper aus dem Berliner Stadtteil Hohenschönhausen produziert authentischen Straßenrap. Zu seinen Markenzeichen gehört unter anderem auch das Verwenden von ostslawischen Fremdwörtern.

Capital Bra ist schon lange kein Außenseiter mehr. Sein Künstlername Bra steht für das russische Wort Brat, was schlichtweg Bruder bedeutet. Seine Alben „CB6“, „Allein“ und „Berlin lebt“ schafften es in den Jahren 2018 und 2019 direkt an die Spitze der deutschen Charts. Dabei bricht der Rapper Rekord um Rekord. Capital Bra gilt, gemessen an der Anzahl seiner zwölf Nummer-eins-Hits, als der erfolgreichste Musikkünstler aller Zeiten im deutschsprachigen Raum. Vor allem junge Leute zwischen 14 und 25 Jahren kaufen mit großer Begeisterung seine Alben. Seine Lieder handeln vornehmlich von dem Leben auf der Straße, von Designer-Klamotten und coolen Mädchen sowie von kleinkriminellen Aktionen.

Der Höhepunkt seiner noch relativ kurzen Karriere ist mit Sicherheit die Gründung seines eigenen Labels „Bra Musik“, das im Februar 2019 gegründet wurde.

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