Die 20 erfolgreichsten Bands der 80er Jahre

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Die Frage, welches die besten Bands der 80er Jahre sind, wird wohl jeder Fan anders beantworten.

Queen, The Police oder Dire Straits? Auch Genesis, Duran Duran, Depeche Mode oder Def Leppard sollten in diese Liste. Diese Musikgruppen haben für eine Riesen Nachfrage nach Musikvielfalt in den 1980er Jahren gestanden. Sie begann bei Post Punk und New Wave, ging über Heavy Metal, berührte den Pop und Synthie Pop bis hin zu Gothic Rock und Rock.

Welche die beliebtesten Bands der 80er Jahre sind, bemaß sich für die Jugendlichen jener Zeit auch nach der Mode und Frisur ihrer Idole, deren Auftreten und dem, was die Teenager selbst im Leben werden wollten. Die nachfolgenden Bands liefern ihnen Balladen zum Träumen, leise Lieder und Kracher, die die Ohren wegdröhnten:

01. Queen

(c) Universal Music
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Queen – mit Freddie Mercury. Ihre Zeit ging scheinbar mit seinem Aids-Tod, 1991, zu Ende. Die Originalmitglieder Farrokh Bulsara (Freddie Mercury, Gesang, Klavier), Bryan May (Gitarre, Gesang) und Roger Tyler (Schlagzeug, Gesang) hatten 1970 die britische Rockband gegründet. John Deacon, am E-Bass, kam ein Jahr später hinzu (bis 1997). Seven Seas of Rhye, ein Hard-Rock-Instrumentalstück aus ihrem Debütalbum „Queen*“ war ihr erster Hit. Er war zehn Wochen auf Platz 10 in den britischen Charts. Queen hatten daraufhin ihren ersten Auftritt in „Top of the Pops“, der BBC Musikshow. International war die Band das erste Mal erfolgreich mit der Singleauskopplung „Killer Queen“ aus „Sheer Heart Attack*“. Sie erreichten damit erstmals Chartplätze in weiteren europäischen Ländern und den USA. 100.000 Schallplatten verkauften sie 1974 von „Queen II*“. Dafür erzielten sie die erste Silberne Schallplatte in ihrer steilen Karriere.

Insgesamt haben Queen 180 Millionen Alben verkauft. Bis heute gibt es keine Band, die ihr erstes Gratest Hits-Album in Großbritannien fünf Millionen Mal verkaufte. Das Besondere an Queen war auch, dass alle Bandmitglieder komponierten. Freddy Mercurys Klarheit und Kraft in der Stimme und seine Ausdrucksstärke in seiner Persönlichkeit, die manche als „theatralisch“ bezeichneten, war einzigartig. Die Konzerte mit ihm waren das Event. 1990 erhielt Queen den Brit Award. Queen gehören damit auf jeden Fall auf die Liste der erfolgreichsten Bands der 80er Jahre.

02. The Police

(c) Universal Music
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The Police gründeten sich 1970 und gaben 2008 ihr letztes Konzert. Sie standen für eine sehr große musikalische Vielfalt: von New-Wave zuzurechnen, über Post-Punk zu Reggae und Rock. Sting (Gordon Metthew Sumner), der auch solo eine große Karriere hinlegte, Andy Summers (Gitarre) und Steward Copeland (Schlagzeug) bildeten die Band. Bis 1977 gehörte Henry Padovani (Gitarre) dazu.

Mit vier der fünf Studioalben errangen sie den musikalischen Thron: den 1. Platz der britischen Album-Charts. Es sind die Alben Nr. 2 bis 5: “Reggatta de Blanc*” (1979), “Zenyattà Mondatta*” (1980), “Ghost in the Machine*“ (1981) und „Synchronicity*“ (1983). „Message in a Bottle” (1979), “Walking on the Moon” (1979), “Don’t Stand So Close to Me” (1980) und “Every Little Thing She Does Is Magic” (1981) sind die erfolgreichsten Single-Auskopplungen, genauso wie: “Every Breath You Take” (1983). Sting war der Hauptsongwriter der Band. Sie gewann sechs Grammys, außerdem 1980 und 1981 die Brit Awards als beste nationale Formation. 20 Platinschallplatten stehen für ihren Erfolg in den USA.

03. Guns N‘ Roses

(c) Universal Music
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Im Juni 2017 präsentierte sich die 1985 in Los Angeles um den Sänger und Klavierspieler Axl Rose gegründete Hardrockband, wie in jungen Jahren, als mächtig und ohrenbetäubend. Erst ein Jahr zuvor hatte sie sich wiedervereinigt.

Guns N‘ Roses besondere Errungenschaft liegt in 100 Millionen verkauften Alben, 42 Millionen allein in den USA. 2012 ist die Band in die höchsten Musiksphären eingetreten: in die Rock and Roll Hall of Fame.

Ende der 1980er Jahre waren die Musiker mit ihrem ersten Album „Appetite for Destruction*“ berühmt geworden: 35 Millionen Verkäufe – das bedeutet: eines der erfolgreichsten Rockplatten aller Zeiten und das erfolgreichste Debütalbum.

Guns N‘ Roses erlebten ihren musikalischen Zenit 1990 bis 1993. In der Zeit gaben sie 192 Konzerte in 28 Monaten. Ihre berühmtesten Lieder sind: ”Knockin’ on Heaven’s Door”, ”Live and Let Die”, „November Rain“, „You Could Be Mine”, „Don’t Cry“ sowie “Yesterdays”.

04. Iron Maiden

(c) John McMurtrie / WMG
(c) John McMurtrie / WMG
1975 gründete der Bassist und Keyboarder Steve Harris die britische Heavy Metal-Band: Iron Maiden. 1980 brachten Iron Maiden ihr gleichnamiges Debütalbum heraus.

Mit weiteren Bands (zum Beispiel Def Leppard und Judas Priest) gehören sie dem New Wave of British Heavy Metal an, einer damals jungen Heavy Metal-Richtung mit Punk-Einflüssen. Ihren Durchbruch hatten sie 1983 bis 1988 mit dem vierten Studioalbum „Piece of Mind*“ (1983) und der darauffolgenden Platte: „Powerslave*“ (1984). Ihr Verdienst liegt in ihrem Bekanntwerden in einer für Heavy Metal wirtschaftlich schwierigen Zeit. Außerdem haben sie eine Vorreiterrolle für jüngere Bands von Metal Subgenres eingenommen. Trotz zahlreicher personeller Wechsel gehören sie zu den beliebtesten Bands der 80er Jahre, in ihrem Genre. Iron Maiden verkauften weltweit 100 Millionen Tonträger. “Bring Your Daughter… to the Slaughter” „Run to the Hills”, “Wasted Years” und “2 Minutes to Midnight”, erreichten in Großbritannien Hitstatus.

05. Duran Duran

(c) Stephanie Pistel
Duran Duran ist eine 1978 in Großbritannien gegründete Rock-/New Wave-Band. Das modische Erscheinungsbild der Gründungsmitglieder Stephen Duffy (Gesang und Schlagzeug, bis 1979), Simon Colley (Bass, bis 1979), John Taylor (Gitarre, bis 1997 und wieder seit 2001) und von Nick Rhodes (Keyboard) war den New Romantics zuzuordnen. Im Verlaufe ihrer bis heute andauernden Bandgeschichte hat die durch „Wild Boys“, „Hungry Like the Wolf“ und „Save a Prayer“ berühmte Gruppe vier weitere Sänger gehabt: Andy Wickett, Alan Curtis, Jeff Thomas und Simon Le Bon.

In den Charts erschienen sie erstmals mit ihrer Singleauskopplung „Planet Earth“ und ihrem Debütalbum „Duran Duran*“. Die Platte hielt sich 118 Wochen in den britischen Charts, außerdem 87 in den US-amerikanischen Ranglisten. Sie verkauften davon 1,3 Millionen Stück. Von ihrer zweiten LP „Rio*“ (1982) gingen sogar 2,3 Millionen über den Ladentisch. Insgesamt verkauften sie 100 Millionen Tonträger, weltweit.

Duran Duran gewannen zweimal die Brit Awards, zwei Grammys und einmal die MTV Video Music Awards. Seit 1993 besitzen sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

06. AC/DC

(c) Foto: James Minchin, Quelle: Sony Music
(c) Foto: James Minchin, Quelle: Sony Music
AC/DC gründeten die Schotten Malcom and Angus Young 1973 in Sydney. Sie spielen Hard Rock-/Bluesrock- und nach eigenen Worten: Rock ’n’ Roll-Musik. Ihr Durchbruch gelang ihnen 1979 mit ihrer LP „Highway to Hell*“.

Ein großer Teil der Chartplatzierungen ihrer 16 Alben, von Australien über Europa und die USA, liegen im einstelligen Bereich.

So erklomm die 1980 entstandene LP „Back in Black*“, zum Beispiel, in Australien und Großbritannien Platz 1, in Deutschland den dritten Rang, in den USA den vierten und in Österreich den sechsten Platz. Sie ist nach „Thriller“ von Michael Jackson das Album, das weltweit die zweithöchsten Verkaufszahlen hat: 50 Millionen. Was den Hardrock angeht, sogar die meisten Absätze.

Herausragend war die Fähigkeit von AC/DC, bereits ein halbes Jahr nach dem Tod ihres Leadsängers Bon Scott den neuen Sänger (Bryan Johnson) zu finden und mit ihm diese Platte zu produzieren, die dann auch noch mega erfolgreich wurde. „Zurück in Schwarz“ war eine Hommage an Scott.

Die Verkaufszahlen von AC/DC liegen insgesamt bei 200 Millionen Alben. Das Musikmagazin „Rolling Stone“ befand folgende Singleauskopplungen als ihre Favoriten: „Back in Black“, „Thunderstruck“ und „You Shook Me All Night Long“ sowie „Highway to Hell“.

07. Van Halen

(c) Robert Yeager / Universal Music
(c) Robert Yeager / Universal Music
Die Hardrock-/Metal-/Glam Metalband um die holländischen Brüder Eddie (Gitarre) und Alex van Halen (Schlagzeug) besteht seit ihrer Gründung in Pasadena, Kalifornien, 1972.
Von ihrem ersten Album, „Van Halen*“ (1978) und von „1984*“ hatten die Musiker á 10 Millionen Exemplare verkauft. Das bedeutete: Diamant, was je zehnmal Platin entsprach. Diese LPs erhielten wegen ihrer kreativen Neuschöpfungen hervorragende Musikkritiken.

Ihr berühmter Titel „Jump“ (1983, von der LP „1984“) verleitet noch heute zum Mitmachen, Mittanzen und Kaufen. Das vom Sänger David Lee Roth gefilmte Konzertstück erhielt 1984 den MTV Video Music Award für: „Best Stage Performance“. Nicht nur die Musiker hatten großen Spaß, bei dem was sie taten. Es macht auch Lust, ihnen zuzuschauen. Mit „Jump“ und „Runnin‘ with the Devil“ gelang Van Halen die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame, in der Kategorie der 500 einflussreichsten Songs aller Zeiten. Zwölf Coverversionen sind allein von „Jump“ bekannt.

Für „Right Now“ (1992, aus dem Album „For Unlawful Carnal Knowledge*“) gewannen sie dreimal die MTV Video Music Awards.

08. Def Leppard

(C) 2008 Andrew MacPherson
Hysteria*“ war 1987 der größte Albumerfolg der britischen Hardrockgruppe Def Leppard. Sie existiert seit 1977 und war zwischen 1983 und 1992 am erfolgreichsten. Def Leppard ist den Genres Hardrock und Heavy Metal zuzuordnen.

Interessant ist, wie das gesundheitliche Schicksal ihres Drummers Rick Allen in die Bandgeschichte ab 1984 integriert wurde: Allen spielte nach einem Unfall mit einer von der NASA entwickelten Prothese für seinen linken Arm weiter. Die Gruppe um den Sänger Joe Elliott entließ ihn nicht. Stattdessen lernte er das Schlagzeugspielen neu. Er meisterte seinen Job mit einem für ihn konzipierten, elektronischen Drumkit. Die Verkaufszahlen der folgenden Jahre gaben Def Leppard Recht: „Hysteria“ ging 13 Millionen mal an die begeisterten Fans. In den USA führten sie 134 Wochen die Albumcharts an, in Großbritannien 106 Wochen.

Ihre bekanntesten Hits sind: „Pour Some Sugar on Me“ und „Love Bites“.

09. Dire Straits


“A long time ago, come a man on a track…”, dieses wie ein Märchen beginnende Rockstück ist eines der legendären und ihren Stil kennzeichnenden Lieder der britischen Dire Straits. Auf der Bühne stand ein unauffällig gekleideter, außerhalb der Lieder wortkarger Mark Knopfler mit seinem Stirnband. Das Lied „Telegraph Road“ steigert sich immer wieder. Zwischendurch gibt es lange Minuten, nur von Instrumenten gespielt. Schneller werdende, laute Abschnitte wechseln sich plötzlich ab. Mark Knopfler verlangsamt mit seiner Stimme das Lied. Fast kommt es zum Stillstand. Eine Sekunde ist gar nichts. Das Publikum schreit. Das Keyboard setzt wieder ein. Die Liedphasen sind immer heißer – bis zum langen, orgiastischen Wettstreit der drei Gitarren im Outro, dem Liedausklang. Die Instrumente sind, wie auf der Schallplatte, im Konzert auf den Punkt gespielt. Die Zuschauer erleben einen Flow.

Von 1977 bis 1995 existierte die britische Rockband Dire Straits um den Sänger und E-Gitarristen Mark Knopfler, seinen Bruder David (Gitarre, bis 1980), John Illsley (Bassgitarre) und Pick Withers (Schlagzeug, bis 1982). Ihren ersten internationalen Erfolg erlangten sie 1979 in den USA. Ihr Debütalbum „Dire Straits*“ (1978) stieg auf Platz 2 der US-amerikanischen Billboard-Charts. Die Singleauskopplung „Sultans of Swing“ gewann Platz 4 der dortigen Billboard-Singlecharts.

Ab 1982 startete Mark Knopfler, den Musikkritiker zu besten E-Guitarristen der Welt zählen, parallel seine Solokarriere. Mit der CD „Brothers in Arms*“ (1985) erreichten Dire Straits ihren musikalischen Zenit. Die Single-Auskopplungen gelangten bis in den Top 10: „So Far Away”, “Money for Nothing”, “Walk of Life”. 1988 waren Dire Straits, zusammen mit Eric Clapton, der Hauptact des Nelson Mandela-Konzerts. Dire Straits stehen für insgesamt 120 Millionen verkaufte Alben, weltweit. Sie sind eine der erfolgreichsten Gruppen der vergangenen Jahrzehnte. 2017 erhielten sie ihren Platz in der Rock and Roll Hall of Fame.

10. Genesis

(c) Senator
Die britische Gruppe Genesis bestehen bereits seit 1967. Sie haben über 150 Millionen Alben verkauft. Damit waren sie kommerziell extrem erfolgreich. Die Band zeichnen eine Urkraft, kontrastvollen Lieder und eine hohe Professionalität im musikalischen Spiel aus. Genre-technisch gehören sie dem Pop-Rock/Progressive Pop beziehungsweise Progressive Rock und dem Artrock an.

Bis 1975/77 durchliefen sie mit dem früheren Sänger Peter Gabriel und dem Gitarristen Steve Hackett eine erste musikalische Phase im Progressive Rock. Die zweite Phase begann nach deren Ausstieg und dem Ersatz des Frontmans durch Phil Collins, der vom Schlagzeug hauptsächlich in den Gesang wechselte. Genesis wurde nun im Mainstream Rock erfolgreich.
Mit „Land of Confusion“, ihrem berühmten Video aus 1986, gaben Genesis ein politisches Statement ab: „This is the world we live in // And these are the hands we’re given // Use them and let’s start trying // To make it a place worth living in…”. Der Titel erhielt einen Grammy als bestes Konzept-Musik-Video.

Das Lied entstammt dem meist verkauften Album von Genesis: „Invisible Touch*“. Es ist ihr 13. Studioalbum. „Land of Confusion” gelangte, wie auch fünf weitere Singleauskopplungen der LP in die US-Top-5: „Invisible Touch“, “In Too Deep”, “Tonight, Tonight, Tonight” sowie „Throwing It All Away“. Der Titelsong erreichte endlich, als einziges Lied der Band, Platz 1 in den US-amerikanischen Billboard-Charts. Mit „We Can’t Dance*“ (1991), dem letzten Studioalbum, in dem Collins den Gesangspart übernahm, steigerten sie ihre Verkaufszahlen noch einmal. Collins Nachfolger wurde danach, von 1997 bis 1999, Ray Wilson. Collins kam 2006 wieder zur Band, nahm allerdings keine neue Songs mehr mit auf.

Die Solokarrieren gleich mehrerer Musiker – Peter Gabriel, Phil Collings, Mike Rutherford und Tony Banks – kennzeichnen die hohe Eigenständigkeit der Bandmitglieder.

11. Culture Club


Boy George war eine faszinierende Figur im Musikbusiness der 1980er Jahre. Die Teenies zog das Auftreten und den Stil der Person an. Dabei fragten sie sich lange, ob es sich um eine Frau oder einen Mann handelte.

Culture Club ist Boy George. Dabei bestand die 1981 gegründete britische Popgruppe auch aus: Jon Moss, Roy Hay, Mikey Craig, John Suede und Sam Butcher. Sie zählen zum Pop und Rock/Lovers Rock.

Die Band bestand phasenweise: Zunächst löste sie sich 1986 auf, um sich 1998 wiederzugründen. Die Zusammenarbeit hielt bis 2002. Erneut gibt es Culture Club seit 2014.

Die Single „Do You Really Want to Hurt Me” schlug 1982 ein wie ein Komet. Sie erlangte den Chartplatz 1 in Großbritannien und schließlich in 23 weiteren Staaten.

Culture Club machten sich daran, auch in den USA den Markt zu erobern. Vorteilhaft für sie war, dass andere Bands aus ihrer Heimat (wie Eurythmics, Duran Duran) ebenfalls in den USA „versuchten, einen Fuß in die Tür zu kriegen“. Diese Welle bezeichneten US-amerikanische Gazetten als „Second British Invasion“. 1983 schafften Culture Club es mit ihrem Hit auf Platz 2 der Billboard Hot 100. Auch Jay Leno, mit seiner Late Night Show, promotete die aufsteigende Band.

Für den Musikkritiker Diederichsen war das 1983er Album das beste überhaupt in dem Jahr: „Colour By Numbers*“. Culture Club stellten einen uneingestellten Rekord damit auf: sie erzielte in Kanada zehnfach Platin.

12. Talking Heads

Michael Markos, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Harrison_and_Byrne-Talking_Heads.jpg">Harrison and Byrne-Talking Heads</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode">CC BY-SA 2.0</a>
Michael Markos, Harrison and Byrne-Talking Heads, CC BY-SA 2.0
Die Talking Heads gründeten sich 1975 in New York. Sie waren prägend für den Post Punk und New Wave. Zudem verarbeiteten sie Stilelemente von Pop-Rock, Art-Punk, Worldbeat und Funk.

Kommerziell erfolgreich wurden sie 1983: mit ihrem Album „Speaking in Tongues*“. Die Formulierung spielt auf das scheinbar sinnentleerte nebeneinanderstellen von Wörtern und Wortgruppen in den Songtexten dieser Platte an. Wichtig für ihren Durchbruch war auch ihr Konzertfilm „Stop Making Sense“, ein Jahr später. Sie erhielten dafür 1985 den Award der National Society of Film Critics.

Die bekanntesten Hits der „Sprechenden Köpfe“ sind: „Psycho Killer“ (1977), „Take Me to the River“ (1978) und „Burning Down the House“ (1983).

Der Sänger und Gitarrist David Byrne löste die Band 1991 wieder auf, ohne Rücksprache mit Tina Weymouth (Bass), Jerry Harrison (Keyboard, Gitarre) und Chris Frantz (Schlagzeug). 2002 stiegen die Talking Heads in den Musikolymp auf: die Rock and Roll Hall of Fame.

13. Hall & Oates


1970 formierten sich der Sänger, Keyboarder und Gitarrist Daryl Hall und John Oates (Gesang, Gitarre) zu: Hall & Oates. Das US-amerikanische Duo hatten seine größten Hits in den 1970er und 80er Jahren. „Rich Girl, I Can’t Go for That (No Can Do)”, “Maneater” (später gecovert von Grace Mitchell) und “Out of Touch” zählen dazu.

Musikalisch experimentierten Hall & Oates mit: Soul, Rock, Pop, Rhythm and Blues, Folk and New Wave.

National errangen sie mit “Sara Smile“ und „She’s Gone“ erstmals 1976 zwei Top-10-Erfolge. Bekannt sind sie ferner durch „Rich Girl“ (Platz 1, USA). 1981-1985 war die Phase ihrer größten Hits. Dafür erhielten sie Gold- und Platinauszeichnungen. Mit 60 Millionen verkauften Tonträgern, acht US-Nummer-eins-Hits und 26 US-Top-40-Hits (bis 2003) stellen sie das erfolgreichste musikalische Duo der Welt dar.

14. The Cure

(c) Andy Vella
The Cure bewegt sich seit den 1990er Jahren im Pop, Rock beziehungsweise Alternative Rock. Die 1976 zusammengekommenen Bandmitglieder aus England hatten zuvor weitere musikalische Phasen durchlebt: zunächst den Post-Punk (bis 1980), danach den Dark Wave/Gothic Rock (bis 1983), anschließend die Phase des New Wave (bis 1988). Und 1989/90 wandten sie sich nochmal kurz dem Dark Wave zu. Das äußerliche Markenzeichen ihres Sängers bestand in schwarz umrandeten Augen und einer langen, dunklen Popperfrisur, die die tristen Klangfarben des Dark Wave unterstrich.

Mit ihrem siebten Studioalbum „Kiss me Kiss me Kiss me*“ (1987) erreichten die Musiker Platin in den USA und den dortigen Mainstream. Mit dieser LP gelangte The Cure erstmals in die Billboard Top 40. 1989 erzielten sie in den USA Doppel-Platin: für ihre Platte: „Disintegration*“.

Einige der bekanntesten Hits aus diesen Alben sind: „Hot Hot Hot!!!“ (1987) sowie „Lullaby“, „Plainsong“ und „The Cure The Same Deep Water As You“ ( aus 1989). Aktuell besteht die Band aus: Robert James Smith (Gesang, Gitarre), Simon Gallup (Bass), Roger O’Donnell (Keyboard), Jason Cooper (Drums, Perkussion) und Reeves Gabrels (Gitarre).

15. Journey

Matt Becker, Journey band, CC BY 3.0
Journey ist eine US-amerikanische Band, die den Bereichen Adult Orientated Rock, Hard Rock und Progressive Rock zuzuordnen ist. Sie gründeten sich 1973. Und 1996 wieder, nachdem sie sich 1987 aufgelöst hatten. Journey – das sind aktuell: Arnel Pineda (Gesang), Neal Schon (Gitarre), Ross Valory (Bass), Jonathan Cain (Keyboard) und Steve Smith (Schlagzeug).

Escape*“ (1981) und „Frontiers*“ (1983) sind ihre bekanntesten Alben. Mit „Escape“ waren sie 152 Wochen in den USA auf Platz 1 und erreichten neunfach Platin (entsprechend 9 Millionen Plattenverkäufen). Für das nachfolgende Album erhielten Journey sechsfach Platin. In ihrer Heimat standen sie damit 85 Wochen auf dem zweiten Platz.

Seit 2016 ist Journeys Name in der Rock and Roll Hall of Fame verzeichnet. Ihr Erfolg liegt in insgesamt 40 Millionen verkauften Tonträgern.

16. Huey Lewis & the News


“… Told my pa I was going stepping out // And get the honky tonk blues // Yeah, the honky tonk blues // And oh, I got ‚em, I got the honky tonk blues…”. Das Lied „Ma Says, Pa Says“ veröffentlichte die US-amerikanische Rockband um den Sänger und Mundharmonika-Spieler Huey Lewis (eigentlich: Hugh Anthony Cregg III) 1983 in ihrem Album “Sports*”. Es handelt sich um eine Coverversion eines Countryliedes von Hank Williams.

Huey Lewis & the News hatten sich 1979 unter dem Namen „Huey Lewis and the American Express“ gegründet. „Sports“ war ihre erfolgreichste Platte. Mit einer weiteren Singleauskopplung davon: „The Heart of Rock & Roll“, landeten sie ebenfalls einen Hit. Die LP erhielt 1987 außerhalb der USA Platinstatus.

17. Eurythmics


Eurythmics, das waren Annie Lennox und Dave Steward. Sie interpretierten Lieder aus dem Synthie Pop, New Wave und Dance Rock. Mit „Sweet Dreams“ (1983, vom gleichnamigen Album, und „Love Is a Stranger“ wurden sie berühmt, ebenso mit dem Ohrwurm: „There Must Be an Angel“ (1985, von „Be Yourself Tonight*“). 80 Millionen verkaufte Tonträger kennzeichnen ihren kommerziellen Erfolg, insbesondere zwischen 1982 und 1990.

In den Folgejahren verfolgten beide Künstler Soloprojekte: Lennox eine Schauspielkarriere. Ihr Bandpartner engagierte sich als Produzent und Komponist von Soundtracks und gründete eine andere Band (Spiritual Cowboys). Dennoch trafen sich beide mehrmals, um zusammen zu arbeiten. Ergebnis waren 1999 die LP: „Spiritual Cowboys“, 2005 die Hitzusammenstellung: „Ultimate Collection*“ und 2014 ein Auftritt auf dem Konzert: „The Night That Changed America: A Grammy Salute to The Beatles“.

18. Depeche Mode

(c) Anton Corbijn
Depeche Mode haben weltweit 100 Millionen Tonträger verkauft. Damit zählen sie zu den erfolgreichsten Bands der Welt. Charakteristisch für das britische Trio ist ihre Synthie Rock- beziehungsweise Synthie Pop-Musik.

1981 brachten sie ihre erste Single heraus: „Dreaming of Me“, die sie nur mit Hilfe synthetischer Klänge produzierten. In dem Jahr traten Dave Gahan (Gesang), Martin Gore (Keyboard, Gitarre und Gesang), Andrew Fletcher (Keyboard) und Vince Clarke (bis 1981) das erste Mal in Deutschland (Hamburg) auf.

Die bekanntesten Hits der Band mit dem Maschinenfabrik-Sound sind: „People Are People“ (1984, vom Album „Some Great Reward*“) und “Enjoy the Silence“ sowie „Personal Jesus“ (1990, von „Violator*“). Letztere Singleauskopplung wählte das Magazin „Rolling Stone“ auf den Platz 368 der „500 besten Songs aller Zeiten“.

Seit den 1990er Jahren haben sich Depeche Mode weiterentwickelt, indem sie musikalische Elemente wie eine Akustikgitarre und Soul- und Gospeleinflüssen hinzunahmen und damit spielten.

Depeche Mode müssen auf die Liste, der beliebtesten Bands der 80er Jahre.

19. Tears for Fears

(c) Universal Music
Aktuell gibt es wieder Tickets für die neue, 2018 in Großbritannien und Irland laufende Tour … von Tears for Fears zu kaufen. Alison Moyet wird die britische Band, aktuell bestehend aus Roland Orzabal (Gesang, Gitarre) und Curt Smith (Gesang, E-Bass), unterstützen.

Tears for Fears gehören musikalisch dem Genre New Wave an und sind für ihren Synthie-Pop berühmt. Ihre bekanntesten Singleauskopplungen sind „Shout“ und „Everybody Wants to Rule the World”, aus den Jahren 1984 und 1985. Für letzteres Lied erhielten sie 1986 die Brit Awards als „Best British Single“.

Ihr zweites Album: „Songs from the Big Chair*” (1985) verkaufte sich über sechs Millionen Mal. Es war in Deutschland 27 und in den USA 68 Wochen auf Platz 1 und in der Heimat von Tears for Fears 81 Wochen auf Chartplatz 2. Es war ihr kommerzieller Durchbruch. Von der Originalversion der LP (es gibt eine remasterte Version von 1999) kauften die Fans acht Millionen Tonträger. Sie errang damit fünfmal Platinstatus in den USA, dreimal Platin in Großbritannien und Gold in Deutschland.

1986 erhielt Orzabal den Ivor Novello Award der British Academy of Songwriters, Composers and Authors.

Im Jahr 2017 erschien bei Virgin Records ihr neues Best-of-Album „Rule The World*“ mit den zwei neuesten Songs: „Stay“ und „I Love You But I’m Lost“. Letzteres ist die erste Singleauskopplung nach ihrer musikalischen Pause der letzten zwölf Jahre. Die „Greatist Hits“ versammeln außerdem 14 weitere Liederfolge aus 36 Jahren Tears for Fears, von insgesamt sechs Studioalben.

20. Toto

(c) Scott Richie
Zwei der bekanntesten Singles der US-amerikanischen Soft-/Bluesrock-Band Toto waren „Rosana“ und „Africa“. “Rosana” gewann eine Auszeichnung als „Single des Jahres“ bei den Grammy Awards. 1982 hatte es der Songschreiber und Keyboarder David Paich 1982 für das Album “Toto IV*” geschrieben.

„Africa“ (ebenfalls aus 1982) war Totos einziger Nummer-Eins-Hit. Er stammt vom Schlagzeuger Jeff Porcaro und David Paich. Letzterer ließ den Text sechs Monate reifen, während die Tonfolge in zehn Minuten fertig war. Percaro und Lenny Castro entwickelten den Basisrhythmus mit afrikanischen Percussion-Instrumenten.

Toto stehen für 40 Millionen verkaufte Platten und insgesamt sechs Grammy Awards – für das Album Toto IV, von dem die beiden Songs stammen.

Das Besondere von Toto war, dass ihre Konzertlieder ähnlich wie ihre Studioaufnahmen klangen. Das lag daran, dass alle Bandmitglieder Studiomusiker waren. Der Tod von Jeff Porcaro, 1992, hatte sie in eine Krise gerissen. Sie konnten sich jedoch fangen, so dass es 1993 zu ihrem ersten Live-Album kam: „Absolutely Live“. 2010 kam es zu einer Reunion von Toto. Das 2015 veröffentlichte Album „Toto XIV*“ soll noch nicht das letzte sein: Die Rockgruppe produziere bereits Songs für das nachfolgende Album.

Welche sind eure Top-3 Bands der 80er Jahre?

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