Die 20 erfolgreichsten R&B-Sänger aller Zeiten

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R&B ist bekanntlich die Abkürzung für Rhythm and Blues und bezeichnet einen der populärsten Musikstile überhaupt. Entstanden ist die Richtung in den USA der 1940er-Jahre, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Grund waren vor allem die Radiosender, die aus Kostengründen den Wechsel von live aufspielenden Big Bands hin zur Schallplatte oder kleineren Ensembles vollzogen – R&B wurde von da an immer beliebter. Heute zählt die Musikrichtung mit Vertretern wie Usher, Bruno Mars oder Drake zu den am meistgehörten Musikgenre. Welche männlichen Künstler den Rhythm and Blues in seiner langen Historie am meisten geprägt haben, sind die folgenden 20 Interpreten:

01. Michael Jackson

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Zoran Veselinovic, Michael Jackson in 1988, CC BY-SA 2.0
Na klar, der „King of Pop“ darf in dieser Aufzählung nicht fehlen. Über sein Leben kann man problemlos Dutzende Bücher schreiben (was ja auch geschehen ist), denn kaum ein Musiker, kaum ein Mensch, hat die Massen dermaßen bewegt und verändert wie Michael Jackson.

Der im Jahr 2009 verstorbene Musiker startete bereits als Kind groß durch: Als Mitglied der „Jackson Five“ tourte er noch vor seinem zehntem Geburtstag quer durch die Länder, ehe er mit unglaublichen 13 Jahren seine Solo-Karriere begann. Was folgte, ist bis heute unerreicht. Ein kometenhafter Aufstieg, atemberaubende Shows und vor allem Musik, die für die Ewigkeit bestimmt ist. Michael Jackson hat Unmengen an Rekorden gebrochen, Auszeichnungen erhalten und bis heute knapp eine halbe Milliarde Tonträger verkauft. Mit dem weltweiten Ruhm kamen aber auch immer mehr Probleme in Jacksons persönlichem Leben. Er litt unter enormer Schlaflosigkeit, die er mit Betäubungsmitteln behandeln ließ. Eben dieses Mittel war es, dass ihn im Alter von 50 Jahren das Leben kostete.

02. R. Kelly

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R. Kelly ist ein wahres Multitalent. Der Amerikaner ist gleichzeitig Sänger, Songwriter, Produzent, Regisseur und Schauspieler. Durch seine Musik wurde er Anfang der 1990er-Jahre auf der ganzen Welt berühmt und gilt mit mehr als 150 Millionen verkauften Platten bis heute als einer der erfolgreichsten Musiker überhaupt. Seine größten Hits sind „I Believe I Can Fly*“ oder „The Storm Is Over Now*„, dazu kommen Kollaborationen mit allen möglichen Größen des Geschäfts: Lady Gaga, Justin Bieber, Michael Jackson oder Whitney Houston. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass seine Fans in Dänemark, Großbritannien und den Niederlanden alljährlich den „International R. Kelly Day“ feiern. Davon mal abgesehen konnte der R&B-Sänger in seiner Karriere Dutzende von Auszeichnungen abräumen, darunter sind allein drei Grammys für „The Storm Is Over Now“. Die Zeitschrift „Vibe“ ging im Jahr 2013 sogar so weit, R. Kelly als das „größte Musikgenie aller Zeiten“ zu betiteln.

03. Prince

© 2006 Universal Music
© 2006 Universal Music
1958 wurde Prince in Minneapolis geboren, 30 Jahre später gehörte er zu den besten Musikern weltweit. Der Amerikaner beschränkte sich dabei nicht nur auf den R’n’B, sondern wählte eine Mixtur aus vielen verschiedenen Musikrichtungen und entwickelte so seinen ganz individuellen Stil. Sein größter Hit ist zweifellos „Purple Rain*„, mit dem er 1984 den internationalen Durchbruch schaffte. Wie riesig das Talent von Prince war, zeigt die Tatsache, dass er die meisten seiner Songs nicht nur selbst schrieb, sondern selbst komponierte und häufig sogar sämtliche Instrumente selbst einspielte. Das und seine spektakulären Live-Shows machten Prince, der 2016 verstorben ist, zu einer echten Größe des RnB.

04. Lionel Richie

(c) Universal Music
(c) Universal Music
Vier Grammys und dazu noch ein Oscar – dieser Ausschnitt aus den Auszeichnungen Lionel Richies beweisen, dass er definitiv zu den besten Vertretern des R’n’B zählt. Heute ist er vor allem als Solo-Künstler bekannt, den Startschuss seiner Karriere erlebte Richie aber mit der Band „The Commodores“, mit denen er von 1968 bis 1982 um die Welt tourte. Zu den berühmtesten Songs aus Richies Feder gehören „Hello*„, „All Night Long*“ und „We Are The World*„. Das letzte Stück, mit dem Millionen für wohltätige Zwecke gesammelt wurden, schrieb er gemeinsam mit Michael Jackson und Qunicy Jones.

05. Stevie Wonder

(c) Universal Music
(c) Universal Music
Stevie Wonder hatte seine beste Zeit in den 1970er-Jahren. Dort veränderte er mit seiner Kunst die Musiklandschaft, setzte neue Maßstäbe in Blues, Soul und R&B und stieg zu einem der erfolgreichsten Musiker auf. Zu seinen beliebtesten Songs gehören „Superstition*„, „Sir Duke*“ und natürlich „I Just Called To Say I Love You*„, der ihm 1985 sogar einen Oscar einbrachte. Stevie Wonder macht bis heute Musik, wurde 1989 in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen und ist zudem UN-Botschafter des Friedens.

06. Usher

Usher_Ring.jpg: Ames Friedman derivative work: Adabow (talk), Usher Ring cropped, CC BY 2.0
Usher_Ring.jpg: Ames Friedman derivative work: Adabow (talk), Usher Ring cropped, CC BY 2.0
Zu Beginn dieses Jahrtausends war Usher der wohl beliebteste Vertreter des RnB. Insbesondere die 2004 veröffentlichte Single „Yeah!*“ ist noch heute ein fester Bestandteil von Partys und auch knapp 15 Jahre später noch der Song, der alle von den Sitzen reißt. Der R&B-Sänger, der in seiner Karriere mehrfach den Grammy gewann, widmet sich heute eher seiner Funktion als Produzent. In diesem Zusammenhang entdeckte er unter anderem Justin Bieber.

07. Ne-Yo

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(c) Universal Music
Shaffer Chimere Smith, so heißt der R&B-Sänger Ne-Yo mit bürgerlichem Namen, begann seine Karriere als Songwriter für namhafte Künstler wie 50 Cent, Jamie Foxx oder Mary J. Blige. Jahre später versuchte er sich selbst als Sänger und wurde mit dem Song „So Sick*“ berühmt. Seitdem hat der R&B-Sänger sechs Alben publiziert, seine berühmteste Arbeit legt er allerdings nach wie vor als Songwriter ab. Aus seiner Feder stammen unter anderem Rihannas „Unfaithful“ und Beyoncés „Irreplaceable“.

08. Jason Derulo

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Kaum zu glauben, aber die Laufbahn von Jason Derulo verlief anfangs ziemlich holprig und kam nur langsam ins Rollen. Der Grund war simpel – die zuerst veröffentlichten Tracks brachten nicht den erhofften Erfolg, sodass Derulo das Label wechselte und einen neuen Versuch startete. Mit dem neuen Label klappte es besser, Derulos „Whatcha Say“ ist bis heute der erfolgreichste seiner Songs und erreichte Platz 1 der amerikanischen Charts. Seitdem hat der R&B-Sänger keine Stolpersteine mehr und gilt vor allem als einer der besten Live-Performer des Geschäfts.

09. Taio Cruz

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Der Stern von Taio Cruz leuchtet seit 2009 so richtig hell im RnB-Business. Bereits drei Jahre zuvor wurde der R&B-Sänger in seiner Heimat Großbritannien für sein Debüt-Album gefeiert, auf globaler Ebene klappte dies aber erst mit dem Mega-Hit „Dynamite*„. Für die kommenden Jahre war Cruz im Anschluss der wohl beliebteste Artist des Genres, gelang ihm doch ein grandioser Song nach dem anderen. „Higher*„, „Hangover*„, „Troublemaker*“ oder „There She Goes*“ sind allesamt von Taio Cruz und bescherten ihm unter anderem die große Ehre, die Olympischen Spiele in London 2012 bei der Schlussfeier live zu verabschieden. Seine bislang drei Studio-Alben sorgten allein in Deutschland für Verkäufe in Millionenhöhe und eine sechsmalige Platin-Auszeichnung.

10. Bruno Mars

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Wenn es um die beliebtesten R&B-Sänger aller Zeiten geht, darf Bruno Mars auf gar keinen Fall fehlen. Am 8. Oktober 1985 erblickte der mit bürgerlichem Namen heißende Peter Gene Hernandez in der Nähe von Honolulu auf Hawaii das Licht dieser Welt. Die Offenbarung seines musikalischen Talents ließ nicht lange auf sich warten: Bereits im Alter von nur vier Jahren trat Bruno Mars in der Band seiner Familie auf und mimte dabei zumeist niemand geringeren als Elvis Presley. Mit 17 verließ er dann die malerische Insel und versuchte sein Glück in Los Angeles. Bis zu seinem Durchbruch sollte es von dort an noch ein paar Jahre dauern, bis dahin verdiente Bruno Mars seinen Lebensunterhalt, indem er unter anderem Songs für Flo Rida oder Sean Kingston schrieb. Seinen erste Nummer-1-Platzierung erreichte der R&B-Sänger 2011 mit „Nothin‘ On You*„, den er gemeinsam mit dem Rapper B.o.B veröffentlichte. Von diesem Moment an gab es in der Musikszene kein Halten mehr für Bruno Mars. Binnen kurzer Zeit avancierte er zum absoluten Superstar, produzierte einen Monster-Hit nach dem nächsten und wurde mit Preisen förmlich überschüttet. Beispiel gefällig? Bei der Verleihung der Grammys 2018 sackte Mars in sechs Kategorien die begehrte Trophäe ein. Unvergessen sind auch seine Auftritte in der Halbzeit-Show des Super Bowls. Dort trat er 2014 mit den Red Hot Chili Peppers auf, zwei Jahre später wurde er bei dem Event von Beyoncé und Coldplay flankiert.

11. Jay Sean

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Mit 14 Jahren erregte Jay Sean erstmals die Aufmerksamkeit im Musikgeschäft. Damals war er Mitglied einer Rap-Gruppe, die von lokalen Radiosendern in London begleitet wurde. Dabei wurde allerdings mindestens so viel über Seans Herkunft wie über die Musik berichtet. Jay Seans Eltern stammen aus Indien, was im multikulturellen Großbritannien der 90er hohe Wellen schlug. In der Folgezeit schien die musikalische Karriere ein wenig im Sande zu verlaufen. Sean begann ein Medizin-Studium, das er nach zwei Jahren allerdings abbrach – er wollte der Musik noch eine Chance geben. Die wohl beste Entscheidung seines Lebens, denn bereits ein Jahr später feierte er mit Hits wie „Dance With You*“ oder „Stolen*“ große Erfolge. Auf internationaler Ebene wurde er 2009 mit seinem Album „All Or Nothing*“ bekannt, auf dem unter anderem Features von Lil Wayne und Sean Paul vertreten sind.

12. T-Pain

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T-Pain ist der Mann für schrille Outfits. Insbesondere Brillen in sämtlichen Farben und abgefahrene Zylinderhüte haben es dem R&B-Sänger und Rapper aus Tallahassee, Florida angetan. Dazu noch eine ordentliche Portion Autotune in die Songs gepackt und schon hat man die Charakteristika von T-Pain zusammengefasst. Dass diese drei Dinge natürlich nicht stellvertretend für diesen talentierten Musiker sind, zeigt ein kurzer Blick auf seine Vita: Jede Menge Kollaborationen mit den besten des Business (Kanye West, Wiz Khalifa, Lil Wayne, DJ Khaled usw), ein Haufen Singles, die mit Platin ausgezeichnet wurden sowie das Album „Epiphany*„, das es bis auf Platz 1 der US-Charts schaffte.

13. Akon

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Akon schien in seinem Leben zunächst auf die schiefe Bahn zu geraten. Der Amerikaner mit senegalesischer Herkunft saß eine Haftstrafe ab, die ihn offenbar zur Räson brachte und ihm den Anstoß für seine Debüt-Single „Locked Up*“ lieferte. Mit dem Hit landete er in den Top 10 der amerikanischen Charts, ehe er mit „Lonely*“ in Deutschland und Großbritannien auf den ersten Platz stürmte. Drei sehr erfolgreiche Alben zieren bislang den Lebenslauf Akons, zudem gründete er im Jahr 2005 das Label „Konvict Muzik“, dem unter anderem T-Pain und Lady Gaga angehören.

Für Kontroversen sorgte Akon auf einem Konzert 2007, als er ein Mädchen aus dem Publikum auf die Bühne bat und Sex mit ihr simulierte. Dass sie minderjährig sei, habe er nicht gewusst und machte die Veranstalter für die Anwesenheit Minderjähriger auf seinem Konzert verantwortlich. Zwei Jahre danach wurde Akon von seinem weißen Tiger, den er auf seinem Anwesen hält, schwer verletzt – der R&B-Sänger wollte das Raubtier ein wenig auf seinem Rasen herumführen.

14. The Weeknd

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An einem Wochenende als er 17 Jahre alt war, so berichtet The Weeknd, sei er einfach von zuhause weggelaufen und nicht zurückgekehrt. So viel zur Namensgebung des Künstlers, der zudem das letzte „e“ des weekends streichen musste, da es bereits eine Band mit diesem Namen gibt. Geboren wurde er als Abel Makkonen Tesfaye im kanadischen Toronto als Sohn äthiopischer Vorfahren. Den Sprung in das Musikbusiness schaffte der Ausreißer dank des ebenfalls in Toronto ansässigen Kollegen Drake. Für einen dauerhaften Ohrwurm sorgt The Weeknd zum Beispiel mit seinen Tracks „Can’t Feel My Face*“ oder „Starboy*„, die fast 15 Millionen Mal gekauft wurden.

Ähnlich wie bei seiner Musik, gönnt sich The Weeknd auch beim weiblichen Geschlecht nur das beste vom besten: Erst war er mit Supermodel Bella Hadid zusammen, danach folgte eine Beziehung mit Selena Gomez. Große Wellen schlug zudem das Ende seiner Zusammenarbeit mit H&M, dem er nach Rassissmusvorwürfen gegen das Unternehmen die Kündigung einreichte.

15. Kid Ink

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Zu den erfolgreichsten Vertretern des RnB gehört selbstverständlich auch Kid Ink. Wie der Künstlername entstanden ist, bleibt nur solange ein Geheimnis, bis man Brian Collins gesehen hat – sein Körper besteht nahezu ausschließlich aus Tattoos. In der Musikszene wurde Kid Ink mit zwei Mixtapes 2011 und 2012 bekannt. Darauf waren bereits Gastauftritte von Stars wie Macklemore, 2 Chainz, Sean Kingston und Tyga. Bis heute hat Kid Ink vier Studio-Alben herausgebracht, die allesamt nennenswerte Platzierungen in den Black Charts erreichten. Das erfolgreichste seiner Lieder ist „Body Language*„, das Collins in Zusammenarbeit mit Usher und Tinashe im Jahr 2014 publizierte.

16. Drake

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Der kanadische Superstar ist seit Jahren der erfolgreichste Künstler, wenn es darum geht, Hip-Hop und RnB perfekt miteinander verschmelzen zu lassen. Dabei wäre Drake anfangs beinahe Schauspieler geworden, entschied sich mit 20 Jahren dann aber doch für die Musik. Eine gute Entscheidung, wie wir heute wissen. Nach einer Reihe mehr oder weniger erfolglosen Mixtapes konnte er mit der Single „Best I Ever Had*“ seinen ersten Hit landen. Gleich mehrere Major-Label wollten den R&B-Sänger anschließend für sich gewinnen – Drake, so hieß es, gehöre die Zukunft. Sein erstes Album erschien ein Jahr später war dementsprechend großen Erwartungen ausgesetzt, die „Thank Me Later*“ aber problemlos erfüllte. Drake war angekommen im Musikgeschäft, aus dem er sich bis heute auch nicht mal ansatzweise entfernt hat. Bestes Beispiel: Die Single „One Dance*“ aus seinem vierten Studio-Album war der erste Song, der bei Spotify über eine Milliarde (!) Mal gestreamt wurde. Ganz zu schweigen von „Hotline Bling*„, das wohl beliebteste Musikvideo der letzten Jahre.

17. John Legend

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Zu den berühmtesten Vertretern des R&B gehört auch John Legend. Der Amerikaner wurde am 28. Dezember 1978 in Ohio geboren und hatte zu dem Zeitpunkt bereits die Musik in sich: Die ganze Familie war musikalisch, insbesondere Johns Vater. John (der eigentlich Stephens mit Nachnamen heißt) trat zunächst dem Gospelchor bei, ehe er sich später mit einem jungen, aufstrebenden Musiker namens Kanye West anfreundete. Die beiden arbeiteten gemeinsam an vielen Songs und Projekten, später nahm West seinen Kumpel in sein Label „GOOD Music“ auf.

John Legend ist bekannt für seine herausragende Stimme, die sich vor allem für öffentliche Auftritte ungemein gut zu eignen scheint. WrestleMania, der Super Bowl oder anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises – Legend ist ein gefragter Mann für die großen Events. Dazu kommen Songs für die mit Oscars überhäuften Filme „La La Land“ und „Django Unchained„. Sein erfolgreichster Song ist allerdings „All of Me*„, der sich weltweit fast zehn Millionen Mal verkaufte.

18. Chris Brown

(c) Kenneth Cappello
(c) Kenneth Cappello
Chris Brown hat einen erheblichen Image-Schaden erlitten, als im Februar 2009 die Bilder von der von ihm verprügelten Rihanna um die Welt gingen. Brown erklärte sich später für schuldig, erhielt seine Strafe – reden wir also über seine Musik! Mit der startete der 1989 geborene Brown früh durch. Gleich seine erste Single „Run It!*“ raste im Jahr 2005 auf den ersten Rang der amerikanischen Billboard Charts und setzte sich dort gleich mal für fünf Wochen fest. Dem Ausnahmetalent kommt dabei vor allem seine Vielseitigkeit zugute: Chris Brown ist Sänger, Songwriter, ein begnadeter Tänzer, meistert HipHop, RnB und Pop gleichermaßen und fungierte mittlerweile auch als Regisseur für Musikvideos. Bis heute hat der R&B-Sänger etwa 75 Millionen Tonträger verkauft und einen ganzen Berg an Auszeichnungen eingesackt. Dass aus seinen insgesamt elf Nominierungen „nur“ ein Grammy geworden ist, lag vor allem an der jeweils unheimlich starken Konkurrenz. 2012 erhielt er ihn dann doch, sein Album „F.A.M.E.*“ wurde als „Best RnB Album“ prämiert.

19. Marvin Gaye

Für die beiden letzten Künstler unserer Liste reisen wir wieder ein Stück in der Zeit zurück und landen bei Marvin Gaye. Der Soul- und R&B-Sänger hatte seine beste Zeit in den 1960er und 1970er Jahren, ehe sein Leben den vorzeitigen Tod fand. Am 1. April 1984 wurde Gaye von seinem Vater während eines Streits erschossen. Die Tatwaffe hatte der Sohn ihm erst wenige Monate zuvor zu Weihnachten geschenkt. Ein trauriger Tag für die Musik und insbesondere für das Genre des RnB, das Marvin Gaye zuvor maßgeblich beeinflusst hat. Ein Blick auf die Zahlen genügt da bereits, denn gleich fünf seiner Studio-Alben erreichten den ersten Platz der amerikanischen R’n’B-Charts. Hits wie „Sexual Healing*„, „I Heard It Through the Grapevine*“ und „Midnight Lady*“ sind bis heute unvergessen. Das bekannte Musikmagazin „Rolling Stone“ listete Gaye auf Platz 6 der besten 100 Sänger und auf dem 18. Rang der größten Musiker aller Zeiten.

20. Otis Redding

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Otis Redding hat eine traurige Gemeinsamkeit mit Marvin Gaye, denn auch er verließ diese Welt viel zu früh. Im Jahr 1967, zu dem Zeitpunkt war Redding gerade mal 26 Jahre alt, stürzten er und seine Band-Mitglieder kurz vor der Landung ihrer zweimotorigen Maschine in einen See – nur ein Mitglied konnte lebend geborgen werden.

Umso erstaunlicher ist es, welch musikalisches Vermächtnis Redding in seinem kurzen Leben hinterließ. Der Durchbruch gelang ihm 1962, als er per Zufall die Chance bekam, einen selbst komponierten Song professionell aufzunehmen. Die Band nämlich, die eigentlich das Studio gebucht hatte, erwischte einen dermaßen schlechten Tag, dass sie entnervt aufgaben und die übrige Zeit Redding überließen. Der machte das beste daraus und entwickelte sich im Anschluss zu einem der erfolgreichsten Musiker. Besonders gefeiert wurde er auf dem Monterey Pop Festival 1967, als er die Massen an den Rand der Ekstase brachte.

Das waren sie – die erfolgreichsten R&B-Sänger aller Zeiten. Eine bunte Mischung aus aktuellen Vertretern des Genres und den Musikern, die den Grundstein für die heutige Popularität des Rhythm and Blues gelegt haben.

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