Die 20 besten DJs der Welt

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Wann hat der Hype eigentlich angefangen? In den 80ern haben DJs jedenfalls nur Platten aufgelegt. Heute kommt die Musik vom Computer und die Leute, die an den Reglern stehen, gelten als Künstler. Die erfolgreichsten und beliebtesten ihrer Zunft spielen nicht mehr nur die Songs von Superstars, sie sind selber welche und füllen ganze Stadien. Die besten DJs der Welt, vielleicht sogar aller Zeiten, auch wenn diese Zeiten gerade erst anbrechen, stellen wir Ihnen hier kurz vor und wünschen viel Spaß beim Lesen.

01. Tiësto

(c) Universal Music
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Tiesto ist schon seit 2000 im Geschäft und heute wohl der beste und erfolgreichste DJ, den die Niederlande bisher hervorgebracht haben. „Früh übt sich“ scheint nicht nur für klassische Musiker zu gelten. Tijs Michiel Verwest, der 1969 in Breda geboren wurde, zeigte schon als Achtjähriger Interesse an seinem späteren Metier. Als Jugendlicher legt er in kleinen Clubs in seiner Heimatstadt auf, bis ihm schließlich der Sprung nach Rotterdam gelang. Ab Mitte der 1990er Jahre veröffentlichte er selbst produzierte Tracks und wechselte dabei öfters den Künstlernamen. Mit der Karriere steil bergauf ging es aber erst, als er 1997 gemeinsam mit Arny Bink, einem Musikproduzenten, das mittlerweile legendäre Label Black Hole Recordings gründete. Seinen ersten großen Erfolg feierte Tiësto 2000 mit einem Remix von Deleriums Silence*, der es auf Platz drei in den US-amerikanischen Charts schaffte. Ein Jahr später erschien dann das erste Studioalbum, das allerdings nur in der niederländischen Heimat punkten konnte und dort immerhin bis auf Rang 25 kletterte. Sein Nachfolger „Just Be*“ stürmte dann gleich an die Spitze der Charts, jedoch auch nur daheim. Allerdings schafften es alle sechs bisher erschienen Alben in die Top 100 in Deutschland, Großbritannien und den USA. Das könnte bereits reichen, um Tiësto zum erfolgreichsten niederländischen Musiker aller Zeiten zu machen – auch wenn in Deutschland Herman van Veen zumindest der älteren Generation weit geläufiger sein dürfte.

02. Avicii

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Der Schwede Avicii, bürgerlich Tim Bergling, wurde 1989 in Stockholm geboren. Der Künstler war international auch unter den Namen Tim Berg und Tom Hangs bekannt, firmiert seit einigen Jahren aber meist als die schlimmste aller Höllen, die Buddhisten sich so vorstellen können. Genau das bedeutet Avici nämlich. Dass Herr Bergling ein zweites „i“ anhängte, war nicht künstlerische Freiheit, sondern schnöder Zwang. Auf Myspace, wo er seine Werke anfangs noch vermarkten wollte, gab es bereits einen Künstler mit korrekter Schreibweise. Der wird sich heute über die vielen Besucher, die bloß aufgrund eines Tippfehlers zu ihm finden, bestimmt freuen. Avicii mit Doppel-i hat mittlerweile eine riesige Fangemeinde auf der ganzen Welt. Sein Debütalbum „True*“ schaffte es auf Platz 1 in Schweden und in die Top 5 im Rest der Welt, USA inklusive. Der zweite Versuch „True: Avicii by Avicii*“ war nicht ganz so erfolgreich, mit „Stories*“ gelang ihm dann aber 2015 wieder ein großer Wurf, der es in Schweden an die Spitze der Hitparade schaffte und sich auch in vielen anderen Ländern gut platzierte. 2016 gab der Künstler bekannt, sich künftig stärker auf sein Leben jenseits der Musik konzentrieren zu wollen. Da werden die Fans auf die nächste EP wohl noch warten müssen.

03. Paul van Dyke


Auch wenn der Name an einen Holländer denken lässt, ist Matthias Paul nicht nur ein Deutscher, sondern wurde 1971 sogar noch hinter dem Eisernen Vorhang geboren. Vielleicht ist das der Grund, warum van Dyke einer der ganz wenigen Vertreter seiner Zunft ist, die ihr Handwerk im wahrsten Sinne des Wortes beherrschen. Als Matthias Paul hat der Künstler in der DDR gleich zwei Berufsausbildungen abgeschlossen, eine als Tischler und eine als Nachrichtentechniker. Gleich nach dem Mauerfall wandte er sich dann aber seiner wahren Leidenschaft zu und begann Musik zu machen. Berlin zu Zeiten der Wende war ein Eldorado für halblegale Underground-Clubs, dort musste van Dyke sich aber gar nicht lange verdingen. Sein großes Talent wurde früh entdeckt, so dass er bald in der Turbine in Kreuzberg und im heutigen Techno-Urgestein, dem legendären Tresor, auflegen durfte. In seiner Freizeit hat er sein Wohnzimmer in ein Tonstudio verwandelt und dort die ersten Aufnahmen für den „Zündfunk“ des Bayerischen Rundfunks gemacht. Das hat der Superstar heute nicht mehr nötig. Sein bisher erfolgreichstes Album „Reflections*“ aus dem Jahr 2003 schaffte es in Deutschland in die Top Ten, alle acht bisher veröffentlichten Alben waren in den Charts vertreten. 2005 schließlich wurde er von einem britischen Magazin zum „World’s No.1 DJ“ gewählt. Darauf reagierte auch seine Heimatstadt. Klaus Wowereit persönlich hat dem Künstler, der bekennender Sozialdemokrat ist, den Verdienstorden des Landes Berlin verliehen. Die bisher größte Auszeichnung erfuhr van Dyke aber wohl im Jahr 2009, als er anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls vor dem Brandenburger Tor auftreten durfte.

04. Swedish House Mafia

(c) Universal Music
Nicht nur Tenöre präsentieren sich gerne im Dreierpack. Swedish House Mafia war ein Gemeinschaftsprojekt der schwedischen DJs Axwell, Sebastian Ingrosso und Steve Angello. Als Mafiosi traten die DJs erst seit 2005 gemeinsam auf, die Künstler kannten sich aber schon vor dieser Zeit. Bis sie richtig erfolgreich wurden, musste aber erst eine neues Jahrzehnt anbrechen. Ihr erstes Album „Until One*“ erschien 2010 und schaffte es in Schweden auf Platz dreizehn der Charts. Richtig durchstarten konnten die drei DJs aber erst im Jahr 2012 mit dem Album „Until Now*„, das es in Schweden auf Platz 3 und in den USA auf Platz 14 brachte. Die Singleauskoppelung „Don’t You Worry Child*“ war der größte Erfolg des Trios und ein Nummer-eins-Hit in ihrer nordischen Heimat. Sein Live-Debüt erlebte das Stück vor 65.000 Zuschauern in der Milton Keynes Bowl, einer Freilichtbühne mit Kultstatus in der nähe von London. Kurz danach trennten sich die DJs, Axwell und Sebastian Ingrosso haben 2014 aber wieder zueinander gefunden und das Musikprojekt Axwell Λ Ingrosso gestartet.

05. Armin van Buuren

Patrick Savalle, Armin van Buuren 2005 (cropped), CC BY-SA 2.0
Patrick Savalle, Armin van Buuren 2005 (cropped), CC BY-SA 2.0
Auch er ist einer der Besten und einer der ganz wenigen, die unter ihrem Geburtsnamen auf der Bühne stehen. Armin van Buuren wurde 1976 in Leiden in den Niederlanden geboren. Die gesamte Familie van Buuren war sehr musikalisch und klein Armin seine spätere Profession wohl schon in die Wiege gelegt. Musik und Schallplatten haben ihn schon als kleinen Jungen fasziniert, nachdem seine Mutter sich einen Computer anschaffte, kam auch noch ein Faible für Technik hinzu. Da konnte das Kind ja nur DJ werden. Das dauerte dann aber doch noch ein wenig. Erste Berufserfahrung sammelte er in kleinen Clubs in seiner Heimat, bis er schließlich 1999 entdeckt und nach London und anschließend in die USA geholt wurde. Zwei Jahre später wurde er bereits unter die Top 30 der beliebtesten DJs der Welt gewählt, was seine Popularität zusätzlich befeuerte. Anschließend trat er in über 25 Ländern auf und war bei allen wichtigen Techno-Festivals ein gern gesehener Gast. Zu seinen größten Erfolgen zählen die Studioalben „Imagine*“ aus dem Jahr 2008 und „Embrace*“ aus dem Jahr 2015, die es in den Niederlanden auf Platz 1 und international in die Charts schafften.

06. Calvin Harris

(c) Sony Music
Calvin Harris ist vielen nur als der Ex von Taylor Swift bekannt, dabei kann der Künstler selbst mit einer ganz beachtlichen Karriere aufwarten. Adam Richard Wiles, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1984 in Schottland geboren und hat eine bewegte Jugend hinter sich. Mit 21 Jahren machte er sich auf den Weg nach London und versuchte dort eine erste Karriere unter dem Alias „Stouffer“. Der Versuch war aber zum Scheitern verurteilt. Nachdem der junge Künstler alle seine Ersparnisse aufgebraucht hatte, kehrte er nach Schottland zurück und musste wieder bei seinen Eltern leben. Er jobbte während dieser Zeit in einer Fischfabrik und einem Supermarkt. Gleichzeitig begann er, selbst komponierte Stücke by MySpace hochzuladen. So wurde er schließlich von Talent-Scouts des Labels EMI entdeckt, die ihn unter Vertrag nahmen. Das war der Auftakt zu seiner Weltkarriere. Seine bisher erfolgreichste Singel „Acceptable in the 80’s*“ stammt von seinem ersten Album und schaffte es in Großbritannien 2007 in die Top 10. Die in den beiden Folgejahren erschienen Alben „Ready for the Weekend*“ und „18 Months*“ führten in seiner Heimat die Spitze der Hitparade an und konnten sich auch international in den Charts platzieren.

07. Afrojack

(c) Universal Music
Nick van de Wall wurde 1987 in Spijkenisse in den Niederlanden geboren. Schon als Fünfjähriger interessierte er sich für Musik und lernte Klavier spielen. Die Leidenschaft ließ ihn nicht mehr los und Nick beschloss nach dem Schulabschluss Hauptberuflich als Musiker zu arbeiten. Er ging nach Rotterdam und musste sich anfangs, wie viele junge Künstler, mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. 2006 verbrachte er einige Monate auf Kreta, wo er in zahlreichen Discotheken auflegen durfte und Erfahrung als Club-DJ sammelte. Ab 2007 nannte er sich Afrojack und gründete sein eigenes Label. Seine erste erfolgreiche Single erschien ein Jahr später, „Drop Down (Do My Dance)*“ schaffte es in den Niederlanden auf Platz 20. Sein erstes und bisher einziges Studioalbum „Forget the World*“ erschien 2014 und war international erfolgreich, in den Niederlanden kletterte es bis auf Platz 4 der Alben-Charts.

08. Axwell

(c) Universal Music
Axel Christofer Hedfors alias Axwell begann seine Karriere 2005 zusammen mit Sebastian Ingrosso und Steve Angello, die gemeinsam die erfolgreiche Formation „Swedish House Mafia“ bildeten (siehe oben). Nachdem sich das Trio im Jahr 2012 trennte, startete Axwell gemeinsam mit Sebastian Ingrosso das Musikprojekt Axwell Λ Ingrosso. Den beiden gelang 2015 mit der Single „Sun Is Shining*“ ein Nummer-eins-Hit in Schweden. 2017 war das Duo im Ausland erfolgreicher als zuhause und schaffte es mit „More Than You Know*“ in Deutschland und Österreich auf Platz 1.

09. Steve Aoki

(c) Dove Shore
Der US-amerikanische Electro-House-DJ asiatischer Abstammung feierte seine ersten kommerziellen Erfolge mit dem Stück „Pursuit of Happiness*„, das sich 2012 in allen relevanten Ländern in den Charts platzieren konnte. Für viele Fans ist er der beste DJ im im Club- und Festival-Bereich, der bereits mehrere erfolgreiche Welttourneen absolviert hat. Seine Live-Shows sind ebenso berühmt wie berüchtigt und Besucher, die sich das hübsche Kleid oder das gute Hemd nicht schmutzig machen möchten, sollten sich lieber nicht in die erste Reihe vorkämpfen. Der DJ ist dafür bekannt, dass er das Publikum gerne mal mit Torten bewirft oder mit einer Champagnerdusche beglückt.

10. Diplo

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Wesley Pentz, der auch unter den Künstlernamen Diplodocus, Wes Gully und Wes Diplo auftritt, wurde 1978 im US-Bundestaat Mississippi geboren. Er wuchs in Florida auf und absolvierte ein Filmstudium an der Temple University in Philadelphia. Musikkritiker ordnen Diplo immer wieder den Stilrichtungen Crunk, Dirty South und Bass Music zu. Du hast keine Ahnung was das ist? Macht nichts, der Künstler selbst ist der festen Überzeugung, dass er Hip-Hop produziert. Und damit ist er ziemlich erfolgreich. Für einen Spitzenplatz hat es zwar noch nicht gereicht. Seine bisher beliebteste Singleauskoppelung „Be Right There*“ schaffte es 2015 in Großbritannien aber immerhin auf Platz 8 und konnte eine Platin-Auszeichnung einheimsen. Das Studioalbum „Reincarnated“ kletterte bereits 2013 auf Platz 13 der US-Charts und war auch in vielen anderen Ländern in den Hitparaden präsent.

11. Hardwell

Mox, Hardwell at Revealed Bus Party, CC BY 2.0
Noch ein erfolgreicher niederländischer DJ und ein Ziehkind von Tiësto. Robbert van de Corput wurde 1998 in Breda geboren. DJ Mag, eine britische Musikzeitschrift und das wichtigste und beliebteste Medium der Szene, hat ihn in den Jahren 2013 und 2014 zum besten Vertreter der gesamten Zunft gekürt. Damals war er der jüngste DJ, der je an der Spitze der Liste des Magazins stand. Hardwell hat aber auch schon früh angefangen, an seiner Karriere zu basteln. Bereits im Alter von vier Jahren besuchte er regelmäßig eine Musikschule und lernte Klavierspielen. Eine Dokumentation im niederländischen Fernsehen über die Erfolge seiner Landsleute Tiësto und Armin van Buuren soll ihn dann dazu inspiriert haben, sich der elektronischen Musik zu verschreiben. Insidern war Hardwell schon in den Nuller Jahren ein Begriff, den kommerziellen Durchbruch schaffte er aber erst mit Hilfe seines großen Idols Tijs Michiel Verwest alias Tiësto, der ebenfalls aus Breda stammt. Seinen bisher größten Hit landete er im Jahr 2012 mit dem Stück „Call Me a Spaceman“, das sich in den USA über eine halbe Million mal verkaufte. Das bisher erste Studioalbum „United We Are*“ erschien im Jahr 2015 und war international erfolgreich. In den Niederlanden schaffte es der Sampler sogar auf Platz eins und wurde mit einer Goldenen Schallplatte belohnt.

12. The Chainsmokers

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Bei den Kettenrauchern handelt es sich um ein Future-Bass-Duo aus New York. Die DJs Andrew Taggart und Alex Pall, die heute hinter dem Projekt stehen, arbeiten aber erst seit 2009 zusammen. Damals verließ das Gründungsmitglied Rhett Bixler, Insidern auch als DJ Ciga Rhett bekannt, die Formation. Nachdem die beiden Musiker 2012 mit dem Bollywood-Star Priyanka Chopra, einer ehemaligen Miss World, eine Single aufnahmen, erhielten sie einen Plattenvertrag bei Republic Records, ein Label des Medienkonzerns Universal. Im Jahr 2013 hatten sie dann ihren ersten großen Auftritt bei dem TomorrowWorld Festival in Atlanta. Der kommerzielle Durchbruch gelang ihnen 2014 mit der Single „#Selfie*„, die es in den USA und in UK unter die beliebtesten 20 Songs der Woche schaffte. Für den Nachfolger „Roses*“ gab es dann bereits dreimal Gold in Europa und Platin in den USA. Der erste Nummer-eins-Hit gelang ihnen aber erst 2015 mit „Closer*„. Das Stück führte in den USA und Großbritannien die Hitparade an und kämpfte sich in Deutschland bis auf Platz 2 vor.

13. David Guetta

(c) Dean Chalkley
Zumindest am Mischpult ist David Guetta wohl der beliebteste Franzose auf der ganzen Welt. Guetta sammelte bereits erste Erfahrung als DJ, als er noch Minderjährig war. In den frühen 80ern nahm man es mit der Alterskontrolle halt noch nicht so genau, schon gar nicht in den Pariser Clubs. Dort fühlte der junge David sich so wohl, dass er sich gegen eine Karriere als Musiker entschied und lieber Gastronom mit eigenem Nachtclub wurde. Die elektronische Musik ließ ihn aber nie ganz los und im neuen Jahrtausend fand er schließlich zu ihr zurück. 2002 erschien sein Debütalbum „Just a Little More Love*„, die gleichnamige Single-Auskoppelungen sowie das Stück „Love Don’t Let Me Go*“ waren seine ersten größeren Erfolge. In die DJ-Oberliga stieg er aber erst 2009 mit dem Album „One Love*“ auf. Das war ein Nummer-eins-Hit in seiner Heimat Frankreich, in Deutschland schaffte der Sampler Fünfachgold und Doppelplatin in UK. Der Nachfolger „Nothing but the Beat*“ konnte diese Erfolge im Jahr 2011 sogar noch übertreffen. Dieses Mal reichte es nicht nur daheim für einen ersten Platz, sondern auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den USA war immerhin noch Platz 5 drin.

14. Daft Punk

(c) David Black
Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo, die als Daft Punk firmieren, sind neben David Guetta die erfolgreichsten Franzosen an den Reglern. Die beiden haben früh angefangen und gründeten bereits als Zwölfjährige ihre eigene Band. Bangalter stammt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater Daniel ist ein bekannter Manager und Komponist, der in den 70ern unter dem Künstlernamen Daniel Vangarde selbst einige Hits verzeichnen konnte. Der Sohnemann und und sein Compagnon wurden aber erst Ende der 90er erfolgreich. 1997 erschien ihr erstes Album „Homework*„, das in Frankreich Platz drei erreichte und auch international beachtet wurde. Daft Punk waren von da an kommerziell erfolgreich, der ganz große Wurf gelang ihnen aber erst im Jahr 2013 mit dem Album „Random Access Memories*„. Sie hätten es ruhig „Random Success“ taufen können. Das Album führte nicht nur die Charts in Frankreich und allen drei deutschsprachigen Ländern an, sondern kletterte auch in UK und den USA auf Platz eins. Seither gehören die Punker zu den Superstars der Szene.

15. Skrillex

(c) Jas Davis
Skrillex wurde 1988 als Sonny John Moore in Kalifornien geboren. Der Künstler kennt sich nicht nur am Mischpult aus, sondern weiß auch wie es ist, selbst am Mikro zu stehen. Für einige Zeit verdingte er sich als Frontsänger der allerdings wenig erfolgreichen Band From First to Last. Singen war aber wohl ohnehin nicht das richtige für ihn. Er war von der elektronischen Musik begeistert und versuchte, wie viele DJ-Größen vor ihm, erst einmal mit selbst gemischten Tracks ein Publikum auf MySpace zu finden. Ab 2008 trat er dann unter dem Namen Skrillex in Clubs rund um Los Angeles auf. Drei Jahre später gründete er sein eigenes Plattenlabel OWSLA, nachdem er in den USA mit der EP „Scary Monsters and Nice Sprites*“ das erste Mal Platin einheimsen konnte. Das erste Studioalbum „Recess*“ folgte dann 2014 und schaffte es in den USA auf Platz 4, in Deutschland reichte es immerhin noch für einen Platz unter den Top 30.

16. Zedd

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Da konnte der Apfel gar nicht weit vom Stamm fallen! Anton Zaslavski wurde 1989 noch in der UDSSR geboren, seine Eltern wanderten aber bereits zu Beginn der 90er Jahre nach Deutschland aus. Hier wuchs er in Kaiserslautern auf und besuchte das Gymnasium. Seine Mutter war Musiklehrerin, sein Vater übte die gleiche Profession aus. Kein Wunder also, dass der kleine Anton schon im Alter von vier Jahren Klavier spielen konnte. Als Grundschüler nahm er dann bereits am Wettbewerb Jugend Musiziert teil. Damals interessierte er sich noch für Jazz, als 20-jähriger begann er dann aber Schlagzeug zu spielen und begeisterte sich für Rock- und Metal, bevor er seine Leidenschaft für elektronische Musik entdeckte. Seine Karriere in diesem Bereich wollte er in den USA starten, wo er aber zunächst als Produzent tätig war. Er arbeitete mit Showgrößen wie Justin Bieber zusammen, bevor er 2012 sein erstes Studioalbum „Clarity*“ auf den Markt brachte, das es in den USA auf Platz 38 schaffte. Der Nachfolger „True Colors*“ war bereits deutlich erfolgreicher und kletterte in den USA sogar auf Platz 5, in Deutschland und Großbritannien hat es immerhin für einen Platz unter den Top 100 gereicht.

17. Kaskade

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Ryan Gary Raddon wurde 1971 in Chicago geboren, das seine Eltern aber bald verließen, um nach Salt Lake City zu ziehen, wo Raddon aufwuchs. Nachdem er die High School hinter sich gebracht hatte, besuchte er einige Jahre die University of Utah. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Betreiber eines Plattenladens, daneben jobbte er als DJ in diversen kleineren Clubs. Seine ersten Alben veröffentliche er in den Jahren 2003/2004, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Mit der Single „Steppin’ Out*“ schaffte er es aber immerhin in die US-Dance-Charts. 2011 gelang ihm dann mit dem Album „Fire & Ice*“ der erste große Treffer. Der Sampler führte die US-Dance-Charts an und kletterte in den Billboard-Charts auf Platz 17. Das Album war auch außerhalb der USA erfolgreich. Überhaupt war 2011 ein gutes Jahr für Kaskade. Die britische Zeitschrift DJ Mag wählte ihn unter die 30 besten DJs der Welt und in den USA wurde ihm sogar noch eine größere Ehre zuteil. Die US-Fans kürten ihn gar zum besten DJ des Landes.

18. deadmau5

(c) Universal Music
deadmau5 ist auf der Bühne unverwechselbar, was aber nicht nur an seiner Musik liegt. Auch Leuten, für die sich jedes elektronische Musikstück gleich anhört, bleibt er in Erinnerung. Der Künstler tritt vor Publikum nie ohne sein Markenzeichen an den Mischpult. Der mittlerweile legendäre „Mau5head“, eine Art Kostümkopf, würde stark an Mickymaus erinnern, hätte er nicht Glühbirnen statt Augen. Die Farbe ist auch falsch, aber soviel künstlerische Freiheit muss wohl sein. Kreativ und ein wenig morbide war der Musiker auf bei der Wahl seines Künstlernamens. Dazu inspirierte ihn angeblich eine nicht frisch verstorbene und ebenso riechende Maus, die er zu Beginn seiner Karriere in seinem Computer gefunden haben will. Falls das stimmt, hat das Tier ihm Glück gebracht. 2006 kam seine erste erfolgreiche Single „Not Exactly*“ heraus. 2009 schaffte er es dann mit den Singles „Ghosts ’n’ Stuff*“ und „I Remeber*“ in Großbritannien in die Charts. Im gleichen Jahr wurde der kanadische Musiker, der bürgerlich recht banal Thomas Zimmerman heißt, von den britischen Fans unter die besten zehn DJs der Welt gewählt.

19. Martin Garrix

Web Summit, Martin Garrix @ Web Summit 2017, CC BY 2.0
Martin Garrix ist einer der Jüngsten unter den Top-DJs und ein weiterer Niederländer. Er wurde 1996 als Martijn Gerard Garritsen in Amstelveen geboren. Als er im Jahr 2013 seinen internationalen Durchbruch feierte, war er noch ein Teenager und gerade einmal 17 Jahre alt. Jugendlichen Schwung hat er jedenfalls. Wenn er nicht als Martin Garrix auf der Bühne steht, tourt er unter den Pseudonymen GRX, YTRAM oder Area21 durch die Clubs. Auch sonst war er früh dran, den Entschluss später einmal DJ zu werden, hat er angeblich schon mit acht Jahren gefasst und dann ja auch zügig umgesetzt. Nach dem Erfolg mit „Animals*“ im Jahr 2013, der ihm einen Nummer-eins-Hit in Großbritannien beschert hatte, erhielt er für „In the Name of Love*“ 2016 auch eine Platin-Auszeichnung in den USA. Von dem Zweiundzwanzigjährigen bekommt das Publikum bestimmt noch so einiges auf die Ohren.

20. Major Lazer

(c) Shane McCauley
Diplo, den wir Ihnen schon vorgestellt haben, startete 2008 gemeinsam mit dem US-Musiker Dave Taylor ein neues Projekt. Nach Taylors Ausstieg machte Diplo mit den DJ-Kollegen Jillionaire und Walshy Fire weiter. In dieser Formation schaffte Major Lazer 2015 auch seinen ersten großen Hit. „Lean On*„, eine Auskoppelung aus dem Album „Peace Is the Mission*„, schaffte es in den USA, in Großbritannien und in Deutschland unter die Top 5, in der Schweiz war sogar der erste Platz drin. Noch erfolgreicher war die Gruppe 2016 mit dem Stück „Cold Water*“ vom Album „Music Is the Weapon“, das Dreifachplatin in den USA, Doppelplatin in Großbritannien und den Spitzenplatz in den deutschen Charts einheimste.

Welcher Discjockey ist jetzt der Beste? Wir hoffen, dass Dir unsere Liste gefällt und Dein Favorit dabei war. Falls Du noch einen weiteren DJ kennst der unbedingt in unsere Liste aufgenommen werden soll, schreib uns einen Kommentar.

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