Die besten Rocksänger aller Zeiten

Rocksänger auf Bühne
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Sie haben ganze Jahrzehnte beeinflusst und ihre besten Auftritte zählen für viele zu den wichtigsten Erinnerungen ihres Lebens – die erfolgreichsten Rocksänger der Welt hinterlassen bis heute einen emotionalen und kulturellen Fußabdruck. Hier sind die 20 besten Musikgenies aller Zeiten, die das Genre und ihre Fans nachhaltig veränderten.

01. Freddie Mercury

(c) Universal Music
(c) Universal Music

Der weltberühmte Sänger der Rockband Queen komponierte während der 70er und 80er Jahre legendäre Hits wie „Bohemian Rhapsody*“ oder „We Are The Champions*„. Besonders seine Live-Auftritte waren einmalig: Mercurys Stimme war außergewöhnlich umfangreich und sofort wiedererkennbar. Zusammen mit aufwändigen Bühnenshows, Kostümen und theatralischen Tanzeinlagen war er als Performer Vorreiter für eine ganze Künstlergeneration nach ihm.

Auf Sansibar unter dem Namen Farrokh Bulsara geboren verbrachte er seine Jugend in Indien und London. 1970 gründete er mit befreundeten Musikern die Band Queen. Während seiner musikalisch erfolgreichsten Jahre führte Mercury mehrere Beziehungen mit Frauen und Männern. Unter anderem lebte er auch einige Jahre in München, wo er in der Schwulenszene unterwegs war. Mitte der 80er Jahre infizierte sich Freddie mit dem HIV-Virus. Anfang der 90er Jahre erfuhr auch der Rest der Welt von seiner Krankheit und musste schließlich am 24. November 1991 vom Tod eines der begnadetsten Rocksänger aller Zeiten erfahren.

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02. Robert Plant

(c) Gregg Delman

Seit ihrer Gründung 1968 war Robert Plant zwölf Jahre lang der Leadsänger und Songwriter der britischen Band Led Zeppelin. Im ländlichen Black Country aufgewachsen, wurde er später als einer der besten Rocksänger überhaupt gefeiert. Seine durchdachten Live-Auftritte mit aufwändigen Kostümen und seiner unverwechselbaren hohen Stimme revolutionierten das gesamte Hardrock-Genre.

Ab 1982 begann Plant seine Solokarriere. Er erweiterte dabei seine musikalische Bandbreite, experimentierte mit internationalen Einflüssen und verschiedenen Genres. Das Resultat waren viele Kollaborationen mit anderen Musikern und Sängern, unter anderem Phil Collins, sowie seinem alten Bandkollegen Jimmy Page. Er interpretierte Folk-Klassiker wie „One More Cup Of Coffee*“ neu oder ließ sich mit „Slow Dancer*“ von orientlaischer Musik inspirieren. Sein letztes Album erschien 2017 unter dem Titel „Carry Fire*„.

03. Elvis Presley

(c) Ollie Atkins
(c) Ollie Atkins

Elvis Aaron Presley wurde 1935 in Mississippi geboren und wurde zu einem der wichtigsten Figuren der Rockkultur im 20. Jahrhundert. Schon als kleiner Junge sang er im Kirchenchor mit und wuchs mit Einflüssen aus dem Blues und Gospel auf. Nach der Schule hielt er sich mit Jobs als LKW-Fahrer über Wasser, bis er schließlich in einem Studio den ersten Rockabilly-Song der Geschichte aufnahm: „That’s All Right*“ löste begeisterte Reaktionen bei Radiohörern aus und Elvis‘ Musikkarriere konnte starten.

Nach zahlreichen Show-Auftritten mit anderen Musikern stieg er Mitte der 50er Jahre zum King of Rock’n’Roll auf. Bei seinen Live-Auftritten im Fernsehen präsentierte er seinen egozentrischen Hüfttanz, der Empörung und Begeisterung gleichermaßen auslöste. Presley trat von da an in Spielfilmen als Schauspieler auf, lieferte eine ausverkaufte Tournee nach der anderen ab und brach als Frauenschwarm Mädchen aus aller Welt das Herz.

n den 60er und 70er Jahren wandte er sich Studioalben zu und begründete seine berühmte Las Vegas-Show. Sein Bühnenkostüm war dabei stets der berüchtigte weiße Jumpsuit mit V-Ausschnitt und Cape. Elvis produzierte Musik bis zu seinem Tod 1977, der wahrscheinlich durch ein Herzversagen verursacht wurde.

04. Prince

© 2006 Universal Music
© 2006 Universal Music

Schon mit 17 Jahren konnte Prince einen Vertrag mit einer Plattenfirma an Land ziehen und wurde sofort erfolgreich. Bereits seine ersten drei Alben präsentierten eine ungewöhnliche künstlerische Bandbreite, sowohl durch seine unverwechselbare Stimme, den sexuell aufgeladenen Texten, als auch der Fusion aus Rock, R’n’B, Jazz, Dance und Funk.

1984 kam der Film „Purple Rain“ mit dem zugehörigen Album auf den Markt; beide waren ein riesiger Erfolg, es folgten ein Oscar für Prince und ausverkaufte Tourneen. Prince live zu erleben war der größte Traum für die meisten seiner Fans. Seine Stimme konnte mühelos mit dem Genremix seiner Musik mithalten, seine Fertigkeiten mit der Gitarre waren legendär und er lieferte regelmäßig laszive Tanzeinlagen in extravaganten Outfits ab.

Prince wechselte während seiner Karriere zwischen Gruppen wie The New Power Generation zu Phasen, in denen er solo unterwegs war. Dabei war er unglaublich produktiv und veröffentlichte fast jährlich ein neues Album. Mit seiner androgynen und genderfluiden Art sorgte er für Wirbel in der Schwulenszene und Gerüchte rankten sich um seine eigene Sexualität, zu denen er sich jedoch nie äußerte. Er verstarb im Juni 2016 im Alter von 57 Jahren.

05. Jon Bon Jovi

(c) Universal Music

Unter dem bürgerlichen Namen John Francis Bongiovi jr. wurde der amerikanische Rocksänger 1962 in New Jersey geboren. Sein Cousin besaß ein bekanntes Studio, wo Jons Talent das erste Mal zutage trat. Es folgten einige Auftritte in Clubs, sowohl als Sänger als auch als Gitarrist.

1982 nahm er schließlich den Song „Runaway*“ auf, der sein Leben ändern sollte. Zunächst nur im Radio gespielt wurde er ein Hit in New York, woraufhin sich die Band Bon Jovi formte. Ihr erstes Album wurde ein großer Erfolg. Es folgten eine Kooperation mit Cher und eine gigantische Welttournee. Die Belastung der Tour wiegte jedoch schwer auf alle Bandmitglieder und nach der letzten Show gingen sie ihre eigenen Wege.

Jon schrieb daraufhin einige Filmsongs und veröffentlichte schließlich ein Soloalbum. Er wurde als Sexsymbol und außergewöhnliches Talent gefeiert. Anfang der 90er Jahre schloss sich schließlich auch die Band wieder zusammen und Jon produzierte alle Alben unter seinem eigenen Musiklabel. Neben seiner Karriere als Sänger war Jon auch als Schauspieler unterwegs, unter anderem in „Sex and the City“ und „Homegrown“. Bis heute ist Jon ein aktiver Philanthrop und politisch engagiert.

06. Jim Morrison


Jim Morrison schwang sich als Leadsänger der Gruppe The Doors zu einer Ikone der Generation der 60er Jahre auf. Er ist das beste Beispiel für die damalige personifizierte Sehnsucht nach Poesie und Fantasie, aber auch den selbstzerstörerischen Kräften der jungen Generation.

Seitdem er als Kind Augenzeuge eines Autounfalls war, bei dem einige Indianer ums Leben kamen, war er fasziniert von deren Kultur und Gebräuchen. Daneben zeigte er früh Interesse an den philosophischen Texten großer Denker.

Mitte der 60er Jahre schloss er sich schließlich als Sänger einer unbekannten Band an, die wenig später zu The Doors umbenannt wurde. Als Songwriter produzierte er unter schwerem Drogenkonsum die psychedelischen und tiefsinnig-poetischen Texte, für die die Band berühmt wurde. Seine rebellische Lebensphilosophie und sein gutes Aussehen verhalfen ihm zu einem Status als Sexsymbol. Es kam zu mehreren Ausschreitungen und Verhaftungen auf zahlreichen Konzerten der Band, da ihre Anhänger den Protest gegen Polizei und Militär ausleben wollten, zu dem Morrison wiederholt aufrief.

Anfang der 70er Jahre zog sie Morrison nach Paris zurück. Geplagt von Atembeschwerden ließ er trotzdem nicht von seinem Heroinkonsum ab und verstarb schließlich am 3. Juli 1971.

07. Paul McCartney

©2013MaryMcCartney

Kein Text zu Rocksängern kommt ohne die beliebteste Band aller Zeiten aus: Die Beatles. Als Bassist und Songwriter revolutionierte McCartney zusammen mit seinen damaligen Bandkollegen ein ganzes Genre. Bis heute ist sein Lied „Yesterday*“ der meistgespielte Song überhaupt.

Ende der 50er Jahre gründete er zusammen mit seinem Freund John Lennon die Beatles und nach einigen kleinen Auftritten in Bars und Clubs kam 1962 der Durchbruch. Lennon und McCartney waren beide die musikalischen Köpfe der Band. Auf dem Höhepunkt ihres Erfolges brachten sie eine ganze Elterngeneration um den Schlaf, deren Kinder unsterbliche Fans der wilden Rock’n’Roll-Musiker mit der Pilzfrisur wurden.

Nach dem Erscheinen des Albums „Let It Be*“ wuchsen die Spannungen innerhalb der Band immer mehr an, vor allem zwischen Lennon und McCartney. Schließlich trennten sich die Beatles 1970, woraufhin Paul seine Solokarriere begann. Viele Kritiker waren nicht überzeugt von den folgenden Studioalben, doch der kommerzielle Erfolg blieb. Über seine jahrzehntelange Karriere hinweg überraschte McCartney immer wieder mit neuen Sounds aus anderen Genres und steht noch heute auf der Bühne. Als Allround-Genie macht nicht nur sein Gesang, sondern auch seine Fertigkeit mit mehreren Musikinstrumenten einen Live-Auftritt zum Erlebnis.

08. Axl Rose

(c) Universal Music

Der amerikanische Sänger ist sowohl Frontmann der Rockband Guns’N’Roses, als auch seit 2016 vorübergehender Sänger von AC/DC. Er gehört zur Gruppe von Rocksängern mit dem größten Stimmenumfang überhaupt. Mitte der 80er Jahre gründete er mit seinen Freunden die Rockgruppe Guns’N’Roses und feierte große Erfolge, jedoch wurde das Bandleben vom Drogen- und Alkoholkonsum ihrer Mitglieder überschattet. Nachdem Axl als einziges Mitglied übrig war, zog er sich in den 90ern zurück und ließ sich nur noch selten in der Öffentlichkeit blicken.

008 erschien dann nach vielen Jahren des Wartens und Bangens das Comeback-Album der Band „Chinese Democracy*“.

09. Billy Joel

(c) SONY BMG

1949 in der Bronx geboren erhielt er eine klassische Musikausbildung mitsamt Klavierstunden. Später wandte er sich dem Rock zu und spielte als Solo-Künstler oder mit einer Gruppe in vereinzelten Piano-Bars und Clubs. 1971 brachte er mithilfe seines neuen Managers sein erstes Album „Cold Spring Harbor*“ heraus, das finanziell allerdings floppte. Deutlich erfolgreicher war er zwei Jahre darauf mit „Piano Man*“ , was ihm auch seinen späteren Spitznamen einbrachte. Seinen endgültigen Durchbruch erlebte er Mitte der 70er Jahre. Als erster US-amerikanischer Rockmusiker ging er in der Sowjetunion auf Tournee, später tat er sich für eine Tour mit Elton John zusammen.

2006 gelang es ihm außerdem, zwölfmal hintereinander ausverkaufte Konzerte im Madison Square Garden zu spielen – ein Erfolg, den bisher niemand toppen konnte. Genauso wie seine mehr als 150 Millionen verkaufte Platten weltweit stellen ihn zahlreiche einzigartige Erfolge an die Spitze der Rockliga. Für seinen kulturellen Einfluss und seine politisch motivierten Texte erhielt er den „Kennedy Center Honors“, eine der prestigeträchtigsten Auszeichnungen für Künstler.

10. Sting

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(c) Eric Ryan Anderson

1951 wurde Gordon Matthew Thomas Sumner in England geboren und war schnell besessen von seiner Gitarre. Tagsüber hielt er sich mit einem Lehrerjob über Wasser, abends spielte er Jazz mit einer Gruppe Freunden in Pubs und Clubs. Während der Auftritte trug er oft einen schwarz-gelb gestreiften Pullover, der ihn wie eine Biene aussehen ließ, was ihm im Englischen schnell den Spitznamen „Sting“ einbrachte.

In den 70er Jahren zog er schließlich in die Metropole London und gründete dort mit einigen Musikern die Band The Police. Die Gruppe erlebte durchlagende Erfolge, wobei Sting stets einer der wichtigsten Songwriter war. Das wohl berühmteste Lied der Gruppe „Every Breath You Take*“ floss aus seiner Feder und ist ein Paradebeispiel für die magische Wirkung seiner Stimme.

1983 beschlossen die Mitglieder der Gruppe schließlich ihre eigenen Wege zu gehen und Sting veröffentlichte Soloalben. Er kollaborierte dabei mit anderen Rockgrößen wie den Dire Straits, Phil Collins oder Eric Clapton. Neben Rock ließ er auch Einflüsse aus Reggae, Jazz und nordafrikanischer Musik in seine Werke einfließen.

2002 gewann er einen Golden Globe für den Song „Until…*“. Bis heute geht Sting immer wieder auf Tour und begeistert die Massen. Seine Offenheit für fremde Kulturen und sein musikalisches Können bringen ihm noch immer Anerkennung, Bewunderung und zahlreiche Auszeichnungen ein.

11. Kurt Cobain

(c) WMG
(c) WMG

Eine der tragischsten und berühmtesten Figuren der Rockmusik ist Kurt Donald Cobain, der mit seiner Band Nivana das gesamte Genre und Lebensgefühl des Grunge erfand. Cobain wuchs in einer musikalischen Familie auf und ließ selbst frühe Erinnerungen in seine Texte einfließen.

Während seiner Zeit als Student und danach hatte er einige Beziehungen mit Musikerinnen, die ihn, zusammen mit seiner Faszination für Religionen, ebenfalls nachhaltig beeinflussten. In seiner Schulzeit begründete er mit einem Freund die Band Nirvana, das erste Album machte sie in der Rockszene zum Geheimtipp. Mit „Smells Like Teen Spirit*“ Anfang der 90er Jahre kam für die Gruppe der große kommerzielle Durchbruch. Zusammen mit Nirvana wurde auch das Genre des Grunge bekannt und Cobain wurde schnell als Sprecher der „Generation X“ von den Medien ausgerufen. Cobain kämpfte jedoch mit dieser Rolle; er scheute das Rampenlicht und wehrte sich auch gegen eine genaue Interpretation seiner Songtexte. Besonders in der Öffentlichkeit stand auch seine turbulente Beziehung zur Sängerin Courtney Love, die er 1992 heiratete.

Cobain kämpfte sein Leben lang mit chronischen Erkrankungen und Depression, die sich durch seinen massiven Drogenkonsum noch verstärkten. 1994 fand man ihn schließlich nach seinem Selbstmord auf.

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12. Chester Bennington

Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, Linkin Park-Rock im Park 2014- by 2eight 3SC0327, CC BY-SA 3.0 DE

Während seiner Kindheit war Bennington bereits schwierigen Familienverhältnissen und sexuellem Missbrauch ausgesetzt, was ihn schnell in den Alkohol- und Drogenkonsum führte.

Nach der Schule führte er ein Tattoo-Studio, bis er sich über einige Umwege der Band Linkin Park anschloss, die 2000 ihr erstes Album veröffentlichte. Neben Leadsänger, Gitarrist und Klavierspieler war er außerdem maßgeblicher Songwriter der Gruppe und verarbeitete in seinen Texten viele traumatische Ereignisse aus seiner Jugend. Damit verschaffte er Linkin Park ihr Alleinstellungsmerkmal, die sich durch seine Poesie von vielen anderen Nu-Metal -Gruppen unterschied. Zum Erfolg trug auch seine außergewöhnliche Stimme bei, die von Metal bis Rap jedes Lied gefühlvoll und kraftvoll transportieren konnte. Während seiner Zeit bei Linkin Park verfolgte Bennington auch einige Soloprojekte wie die Gruppe „Snow White Tan“, konnte jedoch nicht an den früheren Erfolg anschließen.

Wohl immer noch gebeutelt von seiner Vergangenheit nahm er sich im Juli 2017 schließlich das Leben.

13. David Bowie

(c) Brian Ward

Einer der beliebtesten und außergewöhnlichsten männlichen Künstler der Welt bleibt bis heute David Bowie, der mit seiner Musik sowohl die Rock- als auch die Popmusik nachhaltig veränderte.

Schon früh entdeckte er seine Liebe zum Rock’n’Roll und änderte seinen Namen dauerhaft in Anlehnung an den Künstler Jim Bowie. Sein Debütalbum erschien Mitte der 70er Jahre und besonders der Song „Space Oddity*“ erregte dabei Aufsehen. In den nächsten Jahren konnte Bowie mit weiteren Platten auch kommerzielle Erfolge verbuchen.

Bowie setzte sich in seinen Texten mit kulturellen Aspekten aus der ganzen Welt auseinander und ließ sich von verschiedenen Musikgruppen inspirieren. Seine Vielfältigkeit war es auch, die ihm mit dem Album „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars*“ und einer Welttournee endgültig zu einer Ikone des Glam Rock machte. Mit seinem künstlerischen Alter Ego Ziggy Stardust setzte er ästhetische Meilensteine für seine Bühnenshows und mischte die Homosexuellen-Szene auf. Bis in die 80er Jahre spielte er in ausverkauften Hallen weltweit und erfand sich und seinen Stil immer wieder neu. Er trat daneben auch als Schauspieler in weltbekannten Filmklassikern auf.

1992 heiratete er das Model Iman Abdulmajid und genoss bis zu seinem Tod 2016 ein idyllisches Familienleben. Er hinterlässt sein letztes Album „Blackstar*“ und ein gewaltiges künstlerisches Vermächtnis wie kaum ein anderer Rocksänger.

14. Mick Jagger


Während seiner Studienzeit an der London School of Economics traf Michael Philip Jagger auf seinen Freund Keith Richards, mit dem er beschloss regelmäßig zu musizieren. Die zwei spielten in einigen Londoner Clubs Rockmusik, wo Jaggers Stimme für viel Furore sorgte. Zusammen mit weiteren Musikern bildete sich schließlich die Gruppe The Rolling Stones, bis heute für viele die beliebteste und erfolgreichste Band überhaupt.

Jagger schrieb viele der Songs, war Leadsänger und Gitarrist und zog während der Bühnenshows das Publikum mit seinen ungewöhnlichen und sexuell aufgeladenen Tanzeinlagen in den Bann. Was folgte waren fünf Jahrzehnte, in denen er die Rockmusik wie kein anderer neu erfand, die Klatschblätter aus aller Welt mit seinen zahlreichen Beziehungen füllte und einer neuen Generation von Rebellen Leben einhauchte.

Mitte der 80er Jahre unternahm er auch einige Soloprojekte, doch an den Erfolg der Stones kam er damit nie heran. Mit seiner lauten politischen Stimme und seiner sexuellen Anziehungskraft auf alle Geschlechter wurde Jagger neben der Musik auch als kulturelle Ikone gefeiert. Wie kein anderer stand er für Exzess, sowohl in der Kunst als auch in seinem persönlichen Leben. 2016 wurde Jaggers achtes Kind geboren.

15. John Lennon

(c) Universal Music

John Lennon wurde 1940 in Liverpool geboren und gründete später mit seinem Freund Paul McCartney die Beatles, die bis heute zu einer der beliebtesten Bands überhaupt zählt. Im Gegensatz zu Paul konzentrierte sich John auf politisch motivierte Texte. Mit seiner Kunst rief er immer wieder zu Frieden auf und verurteilte den Vietnam-Krieg und die amerikanische Regierung.

Neben regelmäßigem Drogenkonsum war Lennon auch an anderen Mitteln interessiert, sein Bewusstsein zu erweitern. Er beschäftigte sich mit Meditation, östlichen Religionen und unternahm spirituelle Reisen nach Indien. 1969 heiratete er die japanische Künstlerin Yoko Ono und die Spannungen innerhalb der Band wurde daraufhin zu viel: Er verließ die Beatles und startete seine Soloprojekte. Zusammen mit seiner Frau bekämpfte er in seiner Musik Rassismus, Krieg und soziale Ungerechtigkeit. Einer der beliebtesten Songs aus der Zeit ist bis heute das Weihnachtslied „Happy Xmas (War Is Over)*“.

In den 70er Jahren zog sich Lennon zurück, und veröffentlichte erst zehn Jahre später wieder Musik. Im Dezember 1980 wurde er schließlich vor seinem Haus in Manhattan erschossen. Seine Asche verstreute Yoko Ono im Central Park.

16. Bruce Springsteen

(c) Sony Music

Bruce „The Boss“ Springsteen ist für viele der ultimative amerikanische Held der Musikgeschichte. Mit seinen sowohl poetischen, als auch sozial motivierten Songtexten wurde er zur Stimme der Arbeiterklasse in den Staaten. Gepaart mit seiner Ausdauer bei Live-Auftritten und seiner Liebe für die Rockmusik baute er sich seit den 70er Jahren eine große Fangemeinde auf.

Nach einigen erfolglosen Alben kam sein kommerzieller Durchbruch 1975 mit „Born To Run*“. Von da an gab es kein Halten mehr: Er füllte Hallen weltweit und veröffentlichte ein erfolgreiches Album nach dem anderen. Sein Aufstieg zur Ikone startete mit „Born In The U.S.A.*“, das eines der meistverkauften Alben bleibt.

1988 gab er ein legendäres Konzert in Ostberlin, das noch heute in Verbindung mit dem Fall der Berliner Mauer gebracht wird. Für seinen Titelsong in dem Film „Streets of Philadelphia“ erhielt er einen Oscar.

Bis heute steht Springsteen auf den Bühnen der Welt und gilt als eines der personifizierten Wahrzeichen amerikanischer Coolness und Rebellion.

17. Ozzy Osbourne

(c) Nidin Vadvicul

Ozzy sah in den 60er und 70er Jahre als Leadsänger der Band Black Sabbath zum ersten Mal das Rampenlicht. Zusammen mit seinen Kollegen beschäftigte sich Ozzy mit den dunklen und angsteinflößenden Aspekten des Lebens. Gepaart mit seinem Gesang fühlten sich ihre Fans in die Welt des Unterbewusstseins transportiert.

Ihre ersten Alben feierten riesige Erfolge, bis „Sabbath Bloody Sabbath*“ auch den Rest der Kritiker überzeugen konnte. Schon während dieser Zeit verfolgte Ozzy Soloprojekte, bis schließlich die persönlichen Differenzen der Bandmitglieder zu viel wurden und er 1979 aus der Band geworfen wurde.

Ozzy formte daraufhin The Blizzard of Ozz, die an seinen früheren Erfolg durchaus anschließen konnte. Über die Jahrzehnte hinweg schloss er sich mit anderen begnadeten Musikern zusammen und konnte so seine Fans immer wieder überraschen und bei seinen Live-Auftritten die Massen begeistern. 2011 gab es ein Comeback von Black Sabbath, das 2016 mit einer Farewell-Tour endete.

18. Steven Tyler

daigooliva, Steven Tyler 4, CC BY-SA 2.0

1948 unter dem gebürtigen Namen Steven Tallarico geboren war er durch seinen Vater schon früh Einflüssen aus der klassischen Musik ausgesetzt. 1970 gründete er dann mit einigen talentierten Musikern die Gruppe Aerosmith. Nach einigen Jahren in Clubs und kleinen Konzerthallen kam ihr erstes Studioalbum, das ihnen eine erste kleine Fangemeinde verschaffte. Bis zum Ende der 70er Jahre arbeitete sich die Gruppe voran, bis sie schließlich in ausverkauften Hallen spielten und in den Charts dauerhaft präsent waren.

Tyler wurde als „Demon of Screamin‘“ bekannt, denn seine Stimme konnte ungewöhnliche Höhen erreichen ohne ihre Power zu verlieren. Für Live-Auftritte warf er sich in schrille Kostüme, die zusammen mit seinen akrobatischen Tanzeinlagen, zu seinem Merkmal wurden. Zu Beginn der 80er Jahre jedoch nahm Tylers Drogenkonsum zu und die Band legte eine Pause ein. Sie kehrten jedoch nach einigen Jahren zurück und erlebten die beste und erfolgreichste Phase als Band. Ein Album nach dem anderen, legendäre Konzerte und Fernsehauftritte halten bis heute an.

19. Phil Collins

(c) warner music
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Aufgewachsen in London verfolgte Collins zunächst eine Karriere als Schauspieler, die er jedoch nach einigen Rollen als Kind wieder aufgab. Er wandte sich der Musik zu und gründete 1970 schließlich die Band Genesis. Zunächst als Drummer aufgestellt, übernahm er nach dem Abgang von Peter Gabriel auch die Rolle des Leadsängers. Während die Band mehrere Erfolge feiern konnte, unternahm Collins immer wieder Ausflüge um Soloprojekte zu realisieren.

Seine ersten beiden Solo-Alben waren textlich von Differenzen mit seiner Ehefrau geprägt. Bei den Fans kamen das Liebesleid gut an, bis hin zum Song „Against All Odds*“, der ihn kommerziell ganz nach vorne brachte. 1985 gab es ein weiteres Genesis-Album, bis er die Band Mitte der 90er schließlich ganz verließ.

In den folgenden Jahren wandelte sich sein Stil in Richtung Jazz, außerdem kollaborierte er mit Disney für den Film „Tarzan“. Nachdem Gerüchte über seinen Ruhestand aufkamen, kehrte er 2015 schließlich zurück. Bis heute gelingt es dem britischen Rocksänger Live-Shows in weniger als 15 Sekunden auszuverkaufen.

20. Steve Perry


Steve Perry ist ein amerikanischer Sänger, der vor allem in den 70er Jahren als Sänger der Band Journey bekannt wurde. Er wuchs mit portugiesischen Eltern in Kalifornien auf, wo sein Vater Mitbesitzer eines Radiosenders war. Umgeben von Musik schloss er sich dem Schulchor an, wo seine Stimme bereits damals für viel Aufsehen sorgte.

Perrys Start in der Musikbranche ging eher schleppend voran, bis der damalige Manager der Band Journey auf ihn aufmerksam wurde und ihn zum Mitglied der Gruppe machte. Es folgten ausverkaufte Stadien und großer kommerzieller Erfolg. Seine ausdrucksstarke Stimme verlieh ihm schnell den Spitznamen „The Voice“. Nach einigen Welttourneen mit der Band startete er 1984 mit dem Song „Oh Sherrie“ seine erfolgreiche Solokarriere. Zwar vereinten sich die Bandmitglieder wieder in den 90er Jahren, doch Perry löste sich kurz darauf erneut von der Gruppe. Nach dem endgültigen Aus von Journey zog sich Perry bis auf einen Gastauftritt 2014 aus der Öffentlichkeit zurück.

Ob mit ihrer Stimme, ihren tiefsinnigen Texten oder ihrer Bühnenpräsenz – die größten Rocksänger ziehen ihr Publikum immer wieder in den Bann, auch über ihren Tod hinaus. Sie alle brachten ein besonderes Lebensgefühl und Rebellion bis in die Wohnzimmer ihrer Fans und bauten sich damit ein kreatives und kulturelles Vermächtnis.

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