Die 22 erfolgreichsten britischen Sänger aller Zeiten

Britischer Sänger
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Großbritanniens Musikszene ist ein Phänomen: Seit Mitte des 20. Jahrhunderts erscheinen englische Stars, die den Stil heutiger Rock- und Popmusik entscheidend prägen. Sie kommen aus London, Liverpool und Dartford und erobern die ganze Welt.

1. John Lennon

John Lennon Pressefoto
(c) Universal Music
Nur vierzig Jahre wurde die 1940 in Liverpool geborene Rocklegende. Aus einfachsten Verhältnissen stammend wandte sich Lennon früh der Musik zu und spielte schon mit sechzehn zusammen mit seinem Schulfreund Paul McCartney in ersten Band-Projekten, aus denen sich Anfang der Sechziger nach einer harten Lehrzeit im Hamburger Star-Club die legendären Beatles entwickelten.

Die Fab Four legten eine gigantische Karriere hin. Was mit „Love me Do“ begann, wurde mit „Please please me“ und „I want to hold your hand“ rasch zur Beatlemania. Hit folgte auf Hit. Das Duo Lennon/McCartney gilt als eines der erfolgreichsten Komponistenteams.

1966 wandte sich Lennon, nachdem er Yoko Ono kennengelernt hatte, eigenen Projekten zu. Songs wie „Give Peace a Chance“ und „Imagine“ entstanden. Ende der Siebziger Jahre hatte der Sänger mit Ehe-, Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen, sodass ein bewusster Rückzug ins Privatleben stattfand. Lennon wollte sich dem 1975 geborenen Sohn Sean widmen. Vor seinem geplanten Comeback wurde Lennon 1980 vor dem Dakota Building in New York erschossen.

2. David Bowie

David Bowie
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Der Sänger gilt als Chamäleon der Szene. Nach vierzig Jahren Karriere ist er bis heute in ganz unterschiedlichen Genres beliebt. Mit seinem Wechsel zwischen den Geschlechtern provozierte er Skandale. Sein Alter Ego Ziggy Stardust nahm das Crossgender bereits in den achtziger Jahren vorweg. Mainstream, Theater und Experimentelles bestimmen das Werk des Künstlers, der mit über 140 Millionen verkaufter Tonträger erfolgreich auf der ganzen Welt ist.

Schon das Album „Aladdin Sane“ erreichte Rekordzahlen, mit Young Americans setzte er der Musik seiner Kindheit ein Denkmal. Nach „Glitter“ und „Plastic Soul“ folgte die „Berlin Trilogie“ mit dem bekannten Heroes. London, Berlin, New York und Paris waren die Stationen des besten Sängers, Performers und Schauspielers. Allein 26 Studioalben legte der Sänger im Laufe seines Lebens vor.

3. Freddie Mercury

Freddie Mercury
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Weite, theatralische Gesten, die die Fans mitreißen, eine kraftvolle Performance, die sich unvergesslich einprägt, wird auf immer mit Freddie Mercury, dem Leadsänger von Queen, verbunden sein.

Viele der besten Songs von Queen gingen auf den ursprünglich aus Sansibar stammenden Sänger zurück. Der 1977 entstandene Song „We are the Champions“ wurde zur Hymne einer ganzen Generation und begeistert auch heute noch junge Menschen, die den 1991 gestorbenen Sänger nicht mehr live erlebt haben.

Mit Queen begann die Karriere des Künstlers, der bereits davor mit diversen Bands gearbeitet hatte. In dem Zusammenhang entstand auch sein Künstlername und aus Farrokh Bulsara wurde Freddie Mercury.

Der internationale Durchbruch gelang Queen mit „Bohemian Rhapsody“. Es war nicht nur die Stimme des Sängers, die faszinierte und zum Zuhören zwang. Es waren nicht allein seine gigantischen Auftritte, es war auch seine Fähigkeit als Komponist, die ihn erfolgreich und beliebt machte. Nach seinem Coming Out wurde er zu einer Ikone der Homosexuellenbewegung.

4. Paul McCartney

Paul McCartney
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„Yesterday“ hat jeder sofort im Ohr, der an Paul McCartney denkt. Der Sänger gehört zu den erfolgreichsten Songschreibern der Welt. 1942 in Liverpool geboren, zog es ihn früh zur Musik.

George Harrison war ein Schulfreund von ihm, John Lennon lernte McCartney auf einem Kirchenfest kennen. Gemeinsam bestimmten sie mit den Beatles eine ganze Ära der Musikgeschichte, nachdem in Hamburg noch Ringo Starr zu ihnen gestoßen war. Aus McCartneys Feder stammen Hits wie „Penny Lane“, „Hey Jude“ und „Let it be“.

Nach der Auflösung der Beatles startete der Sänger 1970 seine Solokarriere. Depressionen überschatteten das Ende der Band. McCartney fand nur schwer zu sich. Songs wie „Oh Woman Oh Why“ wurden von der Kritik zerrissen, kamen aber beim Publikum gut an.

1971 gründete McCartney zusammen mit seiner Frau Linda die Wings. Verkauf und Besucherzahlen sanken. Erst mit dem zweiten Album „Red Rose Speedway“ konnte McCartney an frühere Erfolge anschließen und setzte sich langsam wieder durch. Übrigens: Der Oscar- und mehrfache Grammy-Preisträger spielt seinen Bass wirklich mit links.

5. Elton John

Elton John 2019
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My gift is my song and this one’s for you“ könnte als Motto über dem Leben von Sir Elton John stehen, dessen Lieder Generationen zusammenführen. Mit dem Titel „Your Song“ gelang dem 1947 in Pinner geborenen Sänger und Pianisten der internationale Durchbruch.

Das war 1970. Seitdem legt der Künstler ein Album nach dem anderen vor und begeistert das Publikum nicht nur durch seine extravagante Garderobe. Elton John ist absolut Made in England.

Das Klavierspielen brachte ihm seine Großmutter bei. Mit elf Jahren gewann er ein Nachwuchsstipendium an der renommierten Royal Academy of Music in London. Erste Banderfahrungen sammelte er in den Sechzigern. Doch zeichnete sich rasch vor allem die Solokarriere als Sänger, Pianist und Komponist ab. „Rocket Man“ und „Candle in the Wind“ wurden zu Evergreens.

Auch Elton John blieben Drogenerfahrungen nicht erspart. Nach einer Kehlkopfoperation musste er vollkommen neu singen lernen. 2018 gab er seinen Abschied von der Bühne bekannt. Der Sänger ist jedoch weiterhin aktiv, komponiert, spielt und tritt auf. Er lebt heute mit seinem Mann und zwei Kindern in Kalifornien.

6. Mick Jagger

Mick Jagger
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Mick Jagger wurde am 26. Juli 1943 als Sohn eines Sportlehrers in Dartford geboren. Vielleicht ist er daher noch so präsent auf der Bühne und verblüfft durch seine vehemente Performance bis heute. Als Sänger der Rolling Stones ist Jagger eine lebende Legende.

Keith Richards, der Gitarrist der Stones, stammt aus dem gleichen Ort. Die beiden trafen sich als Jugendliche, besuchten gemeinsam Konzerte und sammelten erste Erfahrungen in der Band von Alexis Korner.

Seit dem Gründungsjahr der Stones 1962 schrieb das Duo Hit auf Hit: „Satisfaction“, „The last Time“, „Paint ist Black“, „My Sweet Lady Jane“ sind Klassiker der Rockgeschichte. Die beiden Stars gehören zu den besten Songwritern aller Zeiten.

Erst 1985 brachte Jagger ein Soloalbum heraus. „She’s the Boss“ stürmte die Charts. Zusammen mit David Bowie zog Jagger mit „Dancing in the Street“ nach. Jagger gründete sogar eine eigene Band. Innerhalb der Stones gab es starke Spannungen. 1989 konnte der Zwist beigelegt werden und „Steel Wheels“ erschien. Seitdem sind die Stones mit Mick Jagger wieder auf Tour.

7. Sting

Sting
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Erzogen in einer Jesuitenschule und später selbst als Lehrer tätig, hat der 1951 als Sohn eines Milchmanns geborene Sänger und Komponist viele Seiten des Lebens kennengelernt. Anfangs spielte er in seiner Freizeit in Bands. 1977 wurde die New-Wave-Band Police gegründet, als deren Frontmann Sting das erste Mal bewusst von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wurde. The Police gilt mit sechs Grammys als einer der erfolgreichsten Bands der Achtziger Jahre.

1985 erschien Stings erstes Soloalbum „The Dream of the Blue Turtles“, das mit dreifachem Platin belohnt wurde. Nur zwei Jahre später erschien die nächste Platte. Die Auskopplung „Englishman in New York“ eroberte die Charts.

Bis heute ist der Sänger, Komponist und Produzent kreativ. Immer wieder widmet er sich neuen Thematiken und Stilrichtungen. Von Kurt Weill, dem Komponisten der Brecht-Chansons, bis zu John Dowland und zum Broadway-Musical reicht die Bandbreite, des hochdekorierten Künstlers, der auch in der Songwriter’s Hall of Fame vertreten ist.

8. Roger Daltrey

Roger Daltrey
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Zweifellos gehört der Frontmann von The Who zu den besten Sängern der Welt. Seine Karriere ist eng mit der Band verbunden. 1944 in London geboren, gründete Roger Daltrey mit fünfzehn seine erste Rockband, aus der später – im Februar 1964 – The Who wurde. Pünktlich zum zwanzigsten Geburtstag Daltreys startete die Band. Das Zerstören der Instrumente wurde zu ihrem Markenzeichen, „My Generation“ die Hymne einer ganzen Generation.

Kommerziell ging es erst 1969 aufwärts, als Pete Townshend seine erste Rockoper vorlegte. Roger Daltrey war Tommy, der Held. Die gleichnamige Oper brachte den finanziellen Erfolg. Durch Woodstock und den Film wurde die Band international noch berühmter.

Roger Daltrey hat bisher allein zehn Studio-Alben vorgelegt. Erfolgreich war der Künstler jedoch vor allem als Leadsänger von The Who.

9. Phil Collins

Phil Collins
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Vom Schlagzeuger zum Sänger könnte man die Karriere des am 30. Januar 1951 in London geborenen Phil Collins beschreiben. Seit seinem zwölften Lebensjahr spielt Collins Schlagzeug. Seit er vierzehn ist, steht er auf der Bühne. Schauspiel und Musik standen am Anfang seines Lebens.

Erste Achtungserfolge hatte er mit seiner Band The Real Thing, der Durchbruch kam jedoch erst mit Genesis. Als Peter Gabriel nach „The Lamb Lies Down on Broadway“ die Band verließ, wurde lange nach einem Frontmann gesucht. Mit dem eigenen Drummer hatte man ihn gefunden.

Bis 1996 prägte Phil Collins den Stil der Band entscheidend. „Duke“ wurde das vorerst letzte Album auf dem er mitwirkte. Dann begann seine beeindruckende Solokarriere. Mit Titeln wie „One more Night“ und „In the Air tonight“ sicherte er sich als Songwriter seinen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame.

10. Robert Plant

Robert Plant
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Der Frontmann von Led Zeppelin hat Musikgeschichte geschrieben. Am 20. August 1948 wurde Robert Plant als Sohn eines Wasserbau-Ingenieurs in Bromwich in der Nähe von Birmingham geboren. Damals ahnte keiner, dass little Robert einmal führend den Hard Rock beeinflussen und als einer der Urväter des Heavy Metals gelten würde.

1968 fand die Band um Jimmy Page und Robert Plant zusammen. Bis zu ihrer Auflösung 1980 durch den Tod John Bonhams legten sie insgesamt neun Alben vor. Später fand die Gruppe immer wieder zusammen und ging auch erfolgreich auf Tour. 2007 gab es ein Comeback in London mit Bonhams Sohn am Schlagzeug. Zwei Millionen hatten sich im Internet um eine Karte bemüht. 20.000 waren dabei.

Plant selbst legte eine beachtliche Solokarriere hin, die ihm mehrere Grammys einbrachte. Bemerkenswert ist die Eigenständigkeit der Band, die sich zum Beispiel weigerte Singles zur Verkaufsförderung auszukoppeln. Diese Haltung hat sich Robert Plant erhalten. Mit seiner Band „Sensational Space Shifters“ tourt der Sänger um die Welt.

11. Eric Clapton


Der begnadete Gitarrist und Sänger kommt von ganz unten. Seine Mutter war gerade einmal sechzehn Jahre alt, als sie ihn 1945 in Ripley zur Welt brachte. Heute blickt der siebzehnfache Grammygewinner auf eine beeindruckende Karriere zurück.

Für viele ist er der beste Gitarrist aller Zeiten. In den Sechzigern spielte er bei den Yardbirds, später bei den Bluesbreakers. Er gründete mit Jack Bruce und Ginger Baker die erste Supergroup der Rockgeschichte.

Doch erst Ende der Sechziger begann er zu singen und nahm 1970 sein erstes Soloalbum auf. Mit „Layla“ und „After Midnight“ etablierte sich Clapton als Sänger. Von Drogenexzessen und Schicksalsschlägen blieb Clapton nicht verschont. Sein vierjähriger Sohn stürzte aus dem Fenster des New Yorker Apartments. Erst nach mehreren Entziehungskuren kam er vom Alkohol und harten Drogen los.

Heute lebt der Musiker, der den Bluesrock entscheidend prägte, mit seiner Frau und drei Töchtern zusammen. Songs wie „Change the world“ gehören zum Besten, was die Rockmusik zu bieten hat.

12. George Harrison


Der Leadgitarrist der Beatles hatte es nicht leicht, sich in der Gruppe durchzusetzen. McCartney und Lennon waren ein starkes Duo, das die Gruppe dominierte. 1943 wurde Harrison in einem Vorort von Liverpool geboren. Dreizehn Jahre später erhielt er seine erste Gitarre. Seine Karriere war zunächst durch die Leadgitarre bei den Beatles bestimmt. Doch auch hier trat er schon als Sänger hervor.

Harrison war der erste Beatle, der ein Solo-Album vorlegte. „Wonderwall Music“ wurde kein Erfolg. Doch nach der Auflösung der Fab Four startete Harrison 1970 mit „All Things Must Pass“, dem ersten Dreifach-Album der Rockgeschichte und bis heute erfolgreichsten Album eines Ex-Beatles, richtig durch.

Durch seine Hinwendung zum Hinduismus und der Zusammenarbeit mit Ravi Shankar gilt der 2001 an Krebs gestorbene Sänger, Gitarrist und Komponist als entscheidender Wegbereiter der Weltmusik. Mit seinem Konzert für Bangladesh, das mit einer Dreifach-Platte und Film vermarktet wurde, schuf er ein Vorbild für folgende Benefiz-Konzerte.

13. Rod Stewart

Rod Stewart
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Am 10. Januar 1945 erblickte Roderick David Stewart in London das Licht der Welt. Alles was er als Junge wollte, war eine Profifußballkarriere. Sechzehn Jahre später lag ihm die Welt als Sänger zu Füßen. Mit seiner dritten Platte „Every Picture tells a Story“ schaffte Rod Stewart den internationalen Durchbruch und einen Platz in der oberen Hälfte der 500 besten Alben aller Zeiten nach einer Umfrage des Musikmagazins Rolling Stone.

Mit seiner Reibeisenstimme sang sich Rod Stewart auf die ersten Plätze, holte Gold und Platin. Über 150 Millionen verkaufte Platten machten ihn zu einem der erfolgreichsten Sängern Großbritanniens. Mit „Stardust“ holte er sich seinen Grammy. Seit 1994 gehört der mehrfache Vater zur Rock and Roll Hall of Fame. Seit über zehn Jahren ist Rod Stewart glücklich mit Penny Lancaster verheiratet.

14. George Michael

George Michael
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„Last Christmas“ ertönt alle Jahre wieder. Jeder hat es schon gehört. Im Kaufhaus, im Radio. An diesem Song kommt keiner vorbei. Zusammen mit „Wake me up before you Go-Go“ gehört es zu den größten kommerziellen Erfolgen von George Michael, der als Sohn eines griechischen Restaurantbesitzers am 25. Juni 1963 in Finchley geboren wurde.

Am Anfang seiner Karriere stand 1981 die Gründung von Wham!. Das Duo arbeitete bis 1986 zusammen. Dann trennten sich George Michael und sein Schulfreund Andrew Ridgeley.

Der Schritt in die Solokarriere war sofort von Erfolg gekrönt: Das Album „Faith“ mit der Singleauskopplung „One More Try“ schaffte es umgehend in die Spitzen der US-Charts und erhielt einen Grammy als Album des Jahres. Best-of-Platten und das Album „Songs from the last Century“ wurden Kassenschlager.

„Patience“ sollte das letzte kommerziell vertriebene Album sein, danach, so gab der Sänger bekannt, wolle er seine Musik kostenlos auf seiner Website zum Download bereitstellen. 2016 starb George Michael in seinem Haus in Oxfordshire.

15. Robbie Williams

Robbie Williams
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Mit Take That begann 1990 die steile Karriere für den 1974 in Stoke-on-Trent geborenen Sänger. Seine Mutter hatte ihn zu einem Casting angemeldet, bei dem Jungs für eine Boygroup gesucht werden. Zunächst nur Ersatz schaffte er es rasch in die erste Reihe und prägte von da an das Gesicht einer der kommerziell erfolgreichsten Boygroups der Neunziger.

Nach Drogenskandalen verließ Williams die Band schon fünf Jahre später und startete seine erfolgreiche Solokarriere. „Angels“ wurde 1997 sein erster eigener Hit. Das folgende Album „I’ve Been Expecting You“ schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der britischen Charts.

Mit seiner dritten Platte „Swing when you’re winning“ setzte er sich endgültig weltweit durch. Die Tour machte ihn zum Superstar. Die Musik-DVD „Robbie Williams Live at the Albert“ ist einer der meistverkauften Musik-Mitschnitte.

Privat fiel der Sänger vor allem durch Alkohol und Drogen auf, bis er die amerikanische Schauspielerin Ayda Field traf. Das Paar hat drei Kinder und lebt in Kalifornien.

16. Liam Gallagher


Schon mit ihrer ersten Platte waren Oasis mit Frontmann Liam Gallagher über ein Jahr lang in den Hitparaden präsent. „Live Forever“ kam 1994 auf den Markt und manifestierte den Ruhm der Band.

Mit ihrem zweiten Album „(What’s the Story) Morning Glory?“ toppten die Musiker um Liam Gallagher ihren Erfolg und schafften es, das meistverkaufte Studioalbum Großbritanniens nach dem Beatles-Klassiker „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ vorzulegen.

Am 21.09.1972 wurde der Sänger in einem der ärmsten Stadtteile von Greater Manchester geboren. Nach abgebrochener Schule folgten abgebrochene Jobs bis ihn ein Kollege als Sänger in seine Band holte, die später auf Gallaghers Wunsch, in Oasis umbenannt wurde. Von da an ging es steil bergauf.

Sieben Studioalben legte die Band, zu der auch Liams Bruder Noel gehörte, bis 2009 vor. Gold und Dreifachplatin zeugen vom kommerziellen Erfolg. Nach Rivalitäten verließ Noel die Band 2009, im Oktober verkündete Liam das Ende von Oasis. Seitdem versucht sich der charismatische Sänger in verschiedenen Bandprojekten. Mit seinem Soloalbum „As you were“ schaffte es Liam Gallagher auf Platz 1 der Charts.

17. Cat Stevens


Seit den Sechziger Jahren ist er auf den Bühnen präsent. Seine Songs gehören zum Besten, was die Rockmusik zu bieten hat. Der Sohn eines griechischen Restaurantbesitzers und einer Schwedin wurde am 21. Juli 1948 geboren. Seine ersten Auftritte hatte er in Kneipen.

Schon mit seinem 1967 veröffentlichten Debütalbum „Matthew & Son“ erregte er Aufmerksamkeit, kam in die Charts und ging mit Engelbert Humperdinck und Jimi Hendrix auf Tour. Mit den folgenden Versuchen konnte er nicht punkten. Erst nach Änderung des Managements kam er 1970 mit der Single „Lady D’Arbanville“ wieder unter die ersten Zehn in den britischen Charts. Die im gleichen Jahr erschienene Platte „Tea for the Tillerman“ führte zum endgültigen Durchbruch.

Ende der Siebziger Jahre wandte sich Cat Stevens dem Islam zu. Er legte seinen Namen ab und nannte sich seitdem Yusuf Islam. Erst 1995 begann er wieder öffentlich zu musizieren, trat jedoch zunächst ohne Gitarre auf. Er setzt sich für karitative Zwecke ein und engagiert sich sozial. Sein offen propagiertes Verhältnis zum Islam ist umstritten.

18. Roger Waters

Roger Waters
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Roger Water war die Stimme von Pink Floyd. 1943 in der englischen Kleinstadt Great Bookham geboren wuchs er mit einem Bruder allein bei seiner Mutter auf. Der Vater war 1944 gefallen. Dieses Trauma durchzieht Waters gesamtes Leben und taucht immer wieder in seinen Songs auf.

1965 gründete er seine erste Band. Aus Sigma 6 wurde später Pink Floyd. Richard Wright und Nick Mason waren von Anfang an dabei. Über 250 Millionen Tonträger verkaufte die Band, deren Konzeptalben „Animals und The Wall“ Meilensteine der Rockgeschichte sind.

Seit 1984 war der Sänger auch solo unterwegs und legte mehrere Alben vor, die jedoch alle nicht an den kommerziellen Erfolg von Pink Floyd anknüpfen konnten.

19. Peter Gabriel

Peter Gabriel
Piotr Drabik, Peter Gabriel Life Festival 2012, CC BY 2.0
Am Anfang stand Genesis. Der 1950 in Chobham geborene Peter Gabriel gründete die Band zwischen 1963 und 1967 zusammen mit Tony Banks, Mike Rutherford, Chris Stewart und Anthony Philipps an einer britischen Privatschule.

Ihre erste LP „From Genesis to Revelation“ floppte aus Marketinggründen. Erst als Phil Collins die Drums übernahm und Steve Hackett den Gitarrenpart, schaffte die Band 1972 den Durchbruch mit „Foxtrot“, ihrem vierten Album.

Gabriel fiel durch seine exzentrischen Bühnenverkleidungen auf. Mit „I know what I like“ landete die Band 1974 einen ersten Hit. Zunehmend dominierte der Frontmann mit seinen Kostümen die Auftritte. Dadurch kam es zu Spannungen und Gabriels Abschied 1975.

Nach einer Auszeit setzte der Sänger mit dem Album „Peter Gabriel“ wieder ein und brauchte eine lange Anlaufzeit. Erst ab 1986 kamen die großen kommerziellen Erfolge. Songs wie „In your Eyes“ und „The Book of Love“ gehören zu den besten Hits aller Zeiten.

20. Ozzy Osbourne

Ozzy Osbourne
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Über die Qualitäten des Prince of Darkness lässt sich streiten. Als Leadsänger von Black Sabbath prägte Osbourne den Heavy Metal und seine Performance entscheidend. In einfachen Verhältnissen wurde John Michael Osbourne als viertes von sechs Kindern in einer Arbeiterfamilie geboren.

Mit fünfzehn Jahren suchte sich Osbourne Gelegenheitsjobs, um seine Familie zu unterstützen. Nach einem kurzen, erfolglosen Abstecher in die Kleinkriminalität kaufte sich Ozzy Mikro und Verstärker schaltete eine Anzeige in einem lokalen Musikladen. So fand sich die Urbesetzung von Black Sabbath zusammen, deren Sänger Ozzy Osbourne bis 1979 blieb. Dann musste er wegen Drogenexzessen die Band verlassen.

Seitdem ist der Godfather of Metal solo unterwegs. Mit „Blizzard of Ozz“ legte er 1980 sein erstes Soloalbum vor. Seine Bühnenshows wurden zu riesigen Spektakeln, bei denen sich Frontmann Ozzy mit dem Publikum Schlachten mit Schlachtabfällen lieferte. Elf Studienalben legte Osbourne allein vor.

21. Ed Sheeran

Ed Sheeran
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Der britische Singer-Songwriter Ed Sheeran ist heutzutage unbestritten einer der allergrößten Stars im Musikgeschäft. Songs wie „The A Team*„, „Shape Of You*“ oder „I See Fire*“ machten den Rotschopf auf der ganzen Welt bekannt.

Sein Debütalbum „+*“ erschien 2011, landete auf dem ersten Platz der britischen Charts und wurde dort mit siebenfachem Platin ausgezeichnet. Zahlreiche Kollaborationen mit Weltstars wie Taylor Swift folgten, dazu knackte Sheeran einen Rekord nach dem anderen, heimste einen Preis nach dem anderen ein. Die ersten zwei Auskopplungen seines zweiten Albums belegten unter anderem in Deutschland zeitgleich Platz 1 und 2 der Charts, er erhielt Grammys, den MTV Video Music Award, Brit Awards und zahlreiche Echos. Jede seiner Touren ist innerhalb von Minuten ausverkauft.

22. Sam Smith

Sam Smith
(c) Universal Music
Sam Smith ist ein Sänger und Songwriter aus dem Vereinigten Königreich. Nachdem er im Oktober 2012 mit seinem Song „Latch“ an die Spitze der britischen Musik-Charts aufgestiegen war, wurde er 2014 mit seinem Grammy-gekrönten Debütalbum „In the Lonely Hour“ zu einem internationalen Star. Seitdem hat er die Musikwelt immer wieder mit neuen Songs überrascht. Er hat sich mittlerweile als eines der größten Idole in der Musik etabliert.

2015 steuerte er die Titelmusik zu dem Film „James Bond 007 – Spectre“ bei. Es ist die erste Single seit 1965, die von einem britischen Sänger gesungen wurde. Das Lied wurde Nr. 1 in Großbritannien und brachte Sam einen Oscar für den besten Original Song ein.

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