Die 20 erfolgreichsten österreichischen Sänger und Sängerinnen

Auf einem Konzert strecken Menschen ihre Hände in die Höhe
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Die ersten Gedanken zu Österreich gehen bei vielen Menschen sicher in Richtung Berge, Skifahren, Köstlichkeiten wie Sachertorte oder Kässpätzle und weniger direkt zur Musik. Doch unser Nachbarland hat einige berühmte Sängerinnen und Sänger hervorgebracht, die sehr erfolgreich waren oder sind. Wir werfen einen Blick auf die 20 erfolgreichsten Chartgipfel-Stürmer Österreichs.

1. Falco

Falco
(c) Curt Themessl
In Wien als Johann Hölzel geboren, gehörte Falco nicht nur zu den erfolgreichsten, sondern auch zu den berühmtesten Sängern aus Österreich. Seine Begabung für Musik war schon früh erkennbar. Schon mit fünf Jahren spielte er an der Wiener Musikakademie vor, wo man ihm ein absolutes Gehör bescheinigte.

Seine ersten Kontakte zur Musikszene hatte er in West-Berlin, wo er als Jazz-Bassist in diversen Clubs spielte. Seit 1978 trug er den Künstlernamen Falco, zu dem er durch den Skispringer Falko „Falke“ Weißpflog inspiriert wurde.

Mit „Psychoterror“ erschien 1981 sein erstes Album und 1982 kam mit „Der Kommissar“ auch der erste europäische Tophit für den Wiener. Sein Song „Rock Me Amadeus“ schaffte es als deutschsprachiger Titel sogar an die Spitze der US-Billboardcharts. 1985 sorgte die Singleauskopplung „Jeanny“ für große Diskussionen, weil der Inhalt und das Video eine Gewalttat verherrlicht haben sollen. Den Verkauf schmälerte der Skandal nicht. Im Gegenteil: Der Titel belegte in Deutschland acht Wochen lang Platz eins und verkaufte sich 2,5 Millionen mal. Es folgten Rückschläge, psychische Probleme und ein Stilwechsel in seiner Musik.

Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall. Das Album „Out of the dark“ erschien einige Wochen nach seinem Tod und wurde zu einem absoluten Erfolg.

2. Udo Jürgens

Udo Jürgens
(c) Karim Khawatmi / Sony Music
Über 100 Millionen verkaufte Tonträger machten den österreichischen Sänger, Komponisten und Pianisten Udo Jürgens zu einem der kommerziell erfolgreichsten Musiker im deutschen Sprachraum.

Mit dem Lied „Je t’aime“ gewann er als jüngster Teilnehmer 1950 einen Komponisten-Wettbewerb. Für Shirley Bassey komponierte er den Song „Reach for the stars“, der zum Welthit wurde. 1964 belegte Jürgens beim Grand Prix Eurovision den 6. Platz und erlangte ein Jahr später mit „17 Jahr’, blondes Haar“ einen seiner vielen Hits. In diesem Jahr nahm er erneut am Grand Prix teil und konnte seine Platzierung auf den vierten Rang steigern. Nur ein Jahr später brachte ihm „Merci Cherie“ den Sieg bei diesem Wettbewerb.

Es folgten weitere erfolgreiche Plattenveröffentlichungen und 1978 sein größter kommerzieller Erfolg: Mit der bundesdeutschen Fußballnationalelf singt er „Buenos días, Argentina“ und wird dafür mit Platin ausgezeichnet.

Auch Abstecher in das Filmgeschäft finden sich auf Udo Jürgens Erfolgsweg. Unter anderem spielte er in der ZDF-Serie „Das Traumschiff“ mit. 2009 konnte der Österreicher nach 17 Jahren erneut einen Platz eins Hit in den deutschen Singlecharts landen: Die Sportfreunde Stiller veröffentlichten eine Coverversion von „Ich war noch niemals in New York“, bei der auch Gesangsausschnitte von Udo Jürgens verwendet wurden. Das gleichnamige Musical feierte 2007 in Hamburg Weltpremiere und steigerte auch die Verkaufszahlen.

Am 7. Dezember 2014 gab Udo Jürgens sein letztes Konzert in Zürich, bevor er am 21. Dezember 2014 verstarb.

3. DJ Ötzi

DJ Ötzi
(c) Universal Music
Noch heute gibt es kaum eine Party, auf der nicht der Gute-Laune-Song „Anton aus Tirol“ läuft. Mit diesem Song wurde Gerhard Friedle alias DJ Ötzi berühmt. Kommerziell gehört er mit über 16 Millionen verkauften Tonträgern eindeutig zu den besten Sängern im deutschsprachigen Raum.

Entdeckt wurde Friedle 1995 bei einem Karaoke-Wettbewerb. Er arbeitete als DJ, Animateur und Sänger in Österreich, auf Mallorca und in der Türkei. 1999 gelang ihm mit „Anton aus Tirol“ ein Hit, der sich 75 Wochen in den österreichischen Charts hielt. Es folgte sein bisher größter Erfolg mit „Hey Baby“ im Jahr 2000. Die Coverversion von Bruce Cahnnels Hit erreichte in Australien und Großbritannien Platz eins und war zudem in den Charts 20 weiterer Länder vertreten.

2003 entstand mit „Burger Dance“ ein weiterer Nummer-eins-Hit, der von den deutschen Musiksendern allerdings boykottiert wird. Er enthält Aufzählungen einiger Fast Food Ketten. In den nächsten Jahren ist wenig von DJ Ötzi zu hören. Erst 2006 geht es in einem Duett mit Marc Pircher und dem Lied „7 Sünden“ wieder aufwärts. Die Neuaufnahme von „Ein Stern“ bringt einen weiteren großen Charterfolg in Deutschland und Österreich. 2008 brach der Titel mit 41 Wochen in den Single-Top-10 einen 50 Jahre alten Rekord von Freddy Quinn. Das Album „Sternstunden“ erreicht Platinstatus. Weitere Erfolge ließen nicht auf sich warten und 2017 fand zum ersten Mal die DJ Ötzi Gipfeltour statt. Am 4. Januar 2019 veröffentlichte der Sänger mit „20 Jahre DJ Ötzi – Party ohne Ende“ ein Album zum 20-jährigen Bühnenjubiläum.

4. Christina Stürmer

Christina Stürmer
(c) Ingo Pertramer / Universal Music
Christina Stürmers großartige Karriere beginnt mit dem zweiten Platz bei der ORF-Castingshow Starmania im Jahr 2003. Seither verkauften sich mehr als 1,3 Millionen ihrer Platten. Ihre Debütsingle „Ich lebe“ rangierte neun Wochen auf Platz eins der österreichischen Charts, ebenso wie ihr Song „Mama Ana Ahabak“, welcher unter den Eindrücken des Irakkriegs entstand.

Mit neu produzierten bereits veröffentlichten Singles und dem Album „Schwarz Weiß“ gelang 2005 auch in Deutschland der Durchbruch. Ihr Song „Nie genug“ ist noch heute der Titelsong der RTL Soap „Alles was zählt“. Weitere Charterfolge und Auszeichnungen wie Gold, Platin oder der Radio Echo für den Song „Millionen Lichter“ folgten.

Seit August 2016 ist Christina Stürmer Mutter einer Tochter. Dennoch tourt sie erfolgreich weiter und bleibt der Musikwelt erhalten.

5. Rainhard Fendrich

Rainhard Fendrich
(c) Sony Music
Kaum jemand prägte den Austropop so entscheidend wie Liedermacher, Schauspieler und Moderator Rainhard Fendrich. Er gehört zu den besten Künstlern dieses Genres.

Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte er in einem Chor und brachte sich mit 15 Jahren selber die Griffe auf der Gitarre bei und begann mit dem Texten. Sein Debütalbum „Ich wollte nie einer von denen sein“ war 1981 nicht sehr erfolgreich. Wenige Monate später gelang Fendrich jedoch mit „Strada del sole“ der österreichische Sommerhit, der sogar mit Platin veredelt wurde. Hits wie „Schickeria“ und „Oben ohne“ folgten, bevor ihm 1988 mit „Macho Macho“ auch der Durchbruch in Deutschland gelang.

1993 übernimmt Rainhard Fendrich den Posten von Rudi Carrell als Moderator der erfolgreichen Kuppelshow „Herzblatt“ und von der österreichischen Post wird sogar eine Sonderpostmarke herausgebracht. Auch schauspielerisch ist der Allrounder begabt. 1997 spielt er im ZDF Film „Fröhlich geschieden“ die Hauptrolle und kann zudem auf Theaterbühnen glänzen.

6. RAF Camora

RAF Camora
Foto: Stefan Brending, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, 2018 RiP – RAF Camora – by 2eight – DSC2247, CC BY-SA 4.0
Raphael Ragucci feiert unter dem Namen RAF Camora als Wiener Rapper Erfolge. Zudem ist der in Berlin ansässige Künstler als Produzent tätig.

Im Alter von sechs Jahren kam er nach Wien, rappte dort anfangs nur auf Französisch und lebte mit 15 ein Jahr lang auf der Straße. Mit einem Freund gründete er Crew Rapatoi und wurde in der österreichischen Rapszene bekannt. Es folgten mehrere Zusammenschlüsse und Trennungen von Bands bevor er 2006 als Produzent in Erscheinung trat. Zusammen mit Emirez entstand das Album „Skandal“, von dem RAF Camora den Großteil produzierte. 2010 veröffentlichte er das Album „Inédit“, war zwischenzeitlich unter dem Namen RAF 3.0 unterwegs und stieg mit dem gleichnamigen Album auf Platz sieben der deutschen Charts ein.

Mit der Gründung eines eigenen Labels und der Veröffentlichung von „Hoch 2“ war 2013 ein erfolgreiches Jahr. Mit dieser Veröffentlichung gelang Ragucci erstmals eine Nummer-eins-Platzierung in Deutschland. Die bisher erfolgreichste Platte erschien 2016 mit „Palmen aus Plastik“. Das Kollaboalbum zusammen mit Bonez MC wurde in Österreich mit Gold ausgezeichnet und konnte sich in Deutschland sogar Platin sichern.

7. Andy Borg

Andy Borg
© Koch Universal Music
Seine Anfänge hatte der Schlagersänger im volkstümlichen Bereich. Den großen Durchbruch brachte ihm jedoch der Schlager „Adios Amor“ aus dem Jahr 1982. Von da an begeisterte Andy Borg die Schlagerwelt mit Hits wie „Ich will nicht wissen, wie du heißt“ oder „Die berühmten drei Worte“. Zusammen mit Kinderstar Alexandra erreicht er 1990 mit dem Titel „Komm setz‘ di auf an Sonnenstrahl“ Platz drei beim Grand Prix der Volksmusik. Während seiner Karriere sammelt er zehn Goldene Schallplatten, sichert sich einmal Platin und wird 1993 mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet. Von 2006-2015 ist er als Moderator vom Musikantenstadl zu sehen. Seit 2018 moderiert Borg den Schlager-Spass im SWR.

8. Wolfgang Ambros

Wolfgang Ambros
(c) Manfred Baumann / Sony Music
Der gebürtiger Wiener gehört in Österreich zu den bedeutendsten Musikern der Gegenwart. Mit 19 Jahren veröffentlichte er seine erste Single „Da Hofa“, die gleich auf Platz eins der Ö3-Hitparade einstieg und sich dort acht Wochen hielt. Das erste Album und weitere Singles konnten jedoch nicht an diesen Erfolg anknüpfen. Erst 1975 folgte mit „Zwickt’s mi“ ein weiterer Nummer-eins-Hit. Sein Song „Zentralfriedhof“ gilt als Friedenshymne und etablierte Ambros in der österreichischen Rockszene.

Legendäre Konzerte wie beispielsweise das im Gletschergebiet Kitzsteinhorn sowie weitere Alben folgen. 2002 erhielt Wolfgang Ambros das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und 2015 gab es für ihn das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

9. Erste Allgemeine Verunsicherung

EAV
(c) Dominik Beckmann / Sony Music
Ein damaliges österreichisches Versicherungsunternehmen war maßgeblich für die Namensgebung der erfolgreichen Pop-Rock-Band beteiligt. 1970 verbuchte die Band um Thomas Spitzer in der alternativen Clubszene Deutschlands ihre ersten Erfolge. 1985 wurde ein Cartoon der EAV-Musiker auf der Titelseite eines österreichischen Fachmagazins veröffentlicht. Zusammen mit dem fünften Album „Geld oder Leben“ brachte er den Erfolg im gesamten deutschsprachigem Raum.

Ihre Musik galt als Spaßmusik. Lieder wie „Märchenprinz“, „Küss‘ die Hand schöne Frau“ oder „Ding Dong“ waren beliebte deutsche Partyhits. 1991 legte die Band eine Pause ein, ihr Comeback 1994 konnte jedoch nicht an alte kommerzielle Erfolge anknüpfen.

Die Gruppe engagiert sich gegen Gewalt und Rechtsextreme. Durch ihre politischen Statements eckte sie immer wieder an. In den 2000er Jahren konnte die Band wieder Alben- und Konzerterfolge feiern. Die EAV erhielt zudem etliche Auszeichnungen. Darunter zwei Amadeus Austrian Music Awards, drei mal die Goldene Stimmgabel und einmal den World Music Award.

10. Wanda

Wanda
(c) Wolfgang Seehofer / Universal Music
Die Erfolgsgeschichte der Wiener Rockband ist noch relativ jung. Gegründet 2012 startete ihr Debütalbum „Amore“ 2014 direkt auf Platz 13 der österreichischen Album-Charts. 2015 wurde der Erfolg mit dem Amadeus Award im Bereich Alternative Pop/Rock und der Goldenen Schallplatte belohnt. Die Sammlung der Auszeichnungen ging 2016 nahtlos weiter. Bei den Amadeus Austrian Music Awards gewannen sie in den Kategorien Pop/Rock, Liveact des Jahres sowie Band des Jahres. 13 Wochen nach Veröffentlichung bekam die Single „Columbo“ 2017 den Goldstatus und für das Album „Niente“ reichte es sogar für Platin.

11. Josh.

Josh.
(c) Max Parovsky / Warner Music Group
Josh. gewann mit dem Lied „Kein Sommer für einen allein“ die Radio Wien Sommerhitwahl 2016. Damals noch unter seinem bürgerlichen Namen Johannes Sumpich und im Duett mit Kathi Kallauch. Mit „Cordula Grün“ erlangte er 2018 unter dem Künstlernamen Josh. quasi über Nacht Berühmtheit. Der Party-Ohrwurm ist 2019 bei der Amadeus-Verleihung als Song des Jahres gekürt worden. Einen Tag später erschien sein erstes Album „Von Mädchen und Farben“.

12. Peter Cornelius

Peter Cornelius
(c) Manfred Baumann / Sony Music
Auch beim Gitarristen und Liedermacher Peter Cornelius stand am Anfang der Sieg bei einem Talentwettbewerb. Von dort aus führte ihn sein Weg nach Hamburg und Berlin in das Musical-Ensemble von „Hair“. Mehrere Alben und Singles traten nur auf regionaler Ebene in Erscheinung. Erst das 1980 von Michael Cretu produzierte Album „Der Kaffee ist fertig“ erregte auch außerhalb von Cornelius Heimat Aufsehen.

1981 schloss er seine Teilnahme an der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest mit Platz sechs ab. Die Single „Du entschuldige, i kenn di“ und das Album “Zwei“ brachten Peter Cornelius endgültig auch in Deutschland großen Ruhm. Der Künstler etablierte sich als großartiger Liedermacher und Gitarrist. Zu Beginn der 90er Jahre schließt er sich Michael Cretu und dessen Erfolgsprojekt Enigma an. Nach einer langjährigen Pause gelingt ihm Anfang der 2000er ein erfolgreiches Comeback.

13. Trackshittaz

Trackshittaz
(c) Petra Benovsky / Sony Music
Dem Hip-Hop-Duo gelingt mit „Oida taunz!“ der erste Nummer-eins-Hit einer österreichischen Hip-Hop-Gruppe.

Im Frühjahr 2010 gegründet, nehmen sie von Oktober des Jahres bis Januar 2011 an Helden von morgen teil. Schon nach dem ersten Auftritt in dieser Castingshow nimmt Sony Music sie mit dem späteren Nummer-eins-Hit unter Vertrag. Sie nehmen am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2011 teil und belegen am Ende Platz zwei. Das nächste Album „Prolettn feian längaah“ erreicht ebenfalls Platz eins und bei ihrer zweiten Teilnahme am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2012 gewinnen sie vor Conchita Wurst. Trackshittaz legten eine Pause ein und starteten 2014 ihr Comeback mit einem neuen Album. Doch bereits ein Jahr später gibt das Duo die Auflösung bekannt.

14. Conchita Wurst

Conchita Wurst
(c) Sony Music
Thomas Neuwirth ist Sänger und Travestiekünstler. Schon 2006 verbucht er erste Erfolge, als er bei der Castingshow Starmania den zweiten Platz belegt. 2007 gründet er eine Band mit dem Namen Boyband jetzt anders!, die sich jedoch im selben Jahr wieder auflöst. 2011 wird aus Neuwirth die Dragqueen Conchita Wurst. Sie ist ein Statement gegen Diskriminierung. Auch in dieser Rolle nimmt er an einer Talentshow teil.

2014 erlebt Thomas Neuwirth mit seiner Figur den Höhepunkt der Karriere: Er gewinnt den Eurovision Song Contest in Kopenhagen mit dem viertbesten Ergebnis in der Geschichte dieses Wettbewerbs. Der Siegersong „Rise Like a Phoenix“ musste vom ORF veröffentlicht werden, da keine Plattenfirma die Veröffentlichung übernehmen wollte. So groß wie die Kritik im Vorfeld, so groß war der Jubel im Anschluss. Größen wie Udo Jürgens, Elton John oder Cher gratulierten. Sogar eine Einladung für Conchita Wurst ins Bundeskanzleramt folgte. Zwei Alben und etliche Auszeichnungen hielten Thomas Neuwirth jedoch nicht davon ab, sich seit 2019 unter dem Projektnamen Wurst neu zu verwirklichen und sich dem Elektropop zu widmen.

15. Camo & Krooked

Uafmusic VIE, Camo & Krooked – black background, CC BY-SA 4.0
Das elektronische Musikproduzenten-Duo startete ihre ersten Versuche 2002 noch solo. Damals schickten sie eigene Songs an diverse Labels und konnten sich durch das Feedback immer weiter verbessern. Schließlich wurden auch einige Lieder veröffentlicht. 2007 folgte der Zusammenschluss zum Duo Camo & Krooked. Ihre Musikstücke haben durch das Mischen diverser elektronischer Musikstile ihren ganz eigenen Charakter, der sie in der Szene bekannt machte. Mit „Above & Beyond“ erschien 2010 das erste Album. Bis 2017 wurden fünf Alben veröffentlicht. Außerdem verwendete man ihre Tracks „The Lesson“ und „Climax“ als Hintergrundmusik bei FIFA Street beziehungsweise Gran Turismo 5.

16. Andreas Gabalier

Andreas Gabalier
(c) Sepp Pail / Universal Music
Seit seinem Auftritt 2011 bei Carmen Nebel ist Andreas Gabalier auch in Deutschland zu einem der erfolgreichsten und beliebtesten Musiker aufgestiegen. Der Song „I sing a Liad für di“ wurde im Anschluss so oft runtergeladen, dass er Platz 65 der deutschen Singlecharts erreichte. Dabei sollte der Titel eigentlich hier gar nicht veröffentlicht werden.

In Österreich war Gabalier schon länger musikalisch unterwegs. 2009 war er beim nationalen Vorentscheid zum Grand Prix der Volksmusik vertreten und brachte in dem Jahr auch sein Debütalbum „Da komm’ ich her“ raus. Dieses bescherte ihm einen knappen Monat nach erscheinen schon Gold. Der Erfolg dieses Werkes war dauerhaft und konnte am Ende fünfmal Platin verbuchen.

Im Mai 2019 brachte er gemeinsam mit Arnold Schwarzenegger den Titel „Pump it Up“ raus. Der österreichische Musiker darf sich mit etlichen Auszeichnungen schmücken. Darunter mehrere Echos, Amadeus Awards und auch ein Bambi.

17. Pizzera & Jaus

Paul Pizzera Otto Jaus
troebinger, 2016 Paul Pizzera Otto Jaus (34318392806), CC BY 2.0
Die österreichischen Kabarettisten Paul Pizzera und Otto Jaus schlossen sich 2015 zum Musikprojekt Pizzera & Jaus zusammen und veröffentlichten in dem Jahr ihr Musikvideo „Wir gewinnt“ auf dem gemeinsamen YouTube Kanal. 2016 erreichte das Lied „Jedermann“ nach vier Wochen Platz eins der österreichischen Charts. In Folge dieses Erfolgs konnten auch ältere Songs sich in den Charts platzieren. Es folgten weitere Veröffentlichungen und Auszeichnungen in Form von Platin und Awards.

18. Peter Alexander

Peter Alexander
(c) Norbert Unfried / Sony Music
Von Mitte der 50er bis Mitte der 90er Jahre gab es in der Unterhaltungsbranche kaum ein Vorbeikommen an Peter Alexander. Der Wiener war als Entertainer, Sänger, Pianist und Schauspieler erfolgreich unterwegs. Gegen den Willen der Eltern entschied er sich für eine Schauspielausbildung und brachte sich zudem das Klavierspiel und Gesang bei.

Sein erstes Album kam 1951 heraus. 1953 gewann Alexander den Münchner Schlagerwettbewerb und hatte bis 1981 über 30 Top-Ten-Hits in Deutschland. Einer seiner erfolgreichsten Titel war „Die kleine Kneipe“ aus dem Jahr 1976. Peter Alexander war der einzige deutschsprachige Sänger, der sechs Jahrzehnte in den Hitparaden zu finden war. Zudem blickte er auf unzählige Filmerfolge wie „Die Lümmel von der ersten Bank“, „Im weißen Rößl“ oder „Die lustige Witwe“ zurück. Er wurde unter anderem mehrfach mit dem Bambi, und der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Peter Alexander verstarb am 12. Februar 2011.

19. Freddy Quinn

Freddy Quinn
Koen Suyk / Anefo, Freddy Quinn (1977), CC BY-SA 3.0
Zwischen 1956 und 1966 verzeichnete der österreichische Schauspieler und Schlagersänger mehrere Nummer-eins-Hits in deutschen Hitlisten.

Der als Franz Eugen Helmuth Manfred Nidl in Wien geborene Künstler zählte zu der Zeit zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musikern. Als Minderjähriger führte er ein Wanderleben und hielt sich als Saxophonspieler über Wasser. Später machte er eine Gesangsausbildung in Hamburg. 1956 trat Quinn für Deutschland beim Grand Prix Eurovision de la Chanson an. Seine meist melancholischen Lieder über das Meer, Abschied, Einsamkeit oder Fernweh kamen an. Songs wie „Die Gitarre und das Meer, „Junge, komm bald wieder“ und „La Paloma“ brachten letztlich über 60 Millionen verkaufte Tonträger. Als einer der Höhepunkte ist sein Auftritt mit den Fischer-Chören bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 zu werten.

20. Opus


Alles begann in den 70er Jahren in einem kleinen Keller beim Gründer Walter Bachkönig. Die jungen Musiker machten aus klassischer Musik Rockstücke, spielten Coverversionen und versuchten sich an eigenen Liedern. 1980 nahm Opus die erste Platte auf, kurz darauf verließ Gründer Bachkönig die Band, um sich anderen Projekten zu widmen.

Die 1981 produzierte LP „Eleven“ spielte Gold ein, die Band wurde mit dem Österreichischen Journalistenpreis ausgezeichnet und kam zu Gigs in Deutschland. Das Nachfolgealbum „Opusition“ wurde international veröffentlicht. In einem Sommerurlaub auf Ibiza schrieb Bandmitglied Ewald Pfleger den Song „Live is Life“, welcher 1985 in mehreren Ländern auf Platz 1 landete und heute ein wahrer Kultsong ist. Opus tourte anschließend auch durch die USA, Mittel- und Südamerika. Nach einer Musikpause gab die Band 1991 ihr Comeback.

Diese 20 großartigen Künstler haben Musik made in Österreich weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt gemacht. Und für einige von ihnen geht der Weg sicher noch weiter den Musikgipfel hinauf.

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