Die erfolgreichsten Schauspieler der 90er Jahre

Altes Kino
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Die 90er waren eine Zeit des großen Kino. Überall entstanden Mega-Filmtempel. Die Technik verbesserte sich enorm. Die Traumfabrik Hollywood produzierte mehr, größere und schönere Filme. Wir erlebten großartige Verfilmungen bekannter Romane, neuen Stoff und niemals zuvor gesehene Effekte. Zudem brachte diese Zeit einige Stars hervor, die bis heute unvergessen sind. Viele davon sind heute noch dick im Geschäft und um andere dagegen ist es ruhig geworden.

1. Tom Hanks

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Kein Weg führte in den 90er an Tom Hanks vorbei. Er war einer der besten und erfolgreichsten Schauspieler dieser Zeit. Wir sahen ihn in romantischen Komödien wie „Schlaflos in Seattle“ (1993) und „E-Mail für Dich“ (1998). Er bescherte uns den Kracher „Forrest Gump“ (1994), das Drama „Philadelphia“ (1993) und das Kriegs-Epos „Der Soldat James Ryan“ (1998).

Für seine Rollen des aidskranken Anwalts in „Philadelphia“ als auch des Kult-Einfaltspinsel „Forrest Gump“ erhielt er den Oscar als bester Hauptdarsteller. Daneben bekam er unzählige Golden Globes. Hanks ist bis heute ein skandalfreier Liebling Hollywoods. Seit 1988 ist er mit der selben Frau verheiratet und führt ein ruhiges Leben. Privat interessiert er sich für das Weltall, Meditation und sammelt Schreibmaschinen.

2. Robin Williams

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Eigentlich unglaublich, dass ausgerechnet Hollywoods Frohnatur Robin Williams sein Leben wegen nicht enden wollender Traurigkeit aufgab. Bevor Williams Schauspieler wurde, arbeitete er als Stand-Up Comedian. Seinen Durchbruch feierte er, als er Ende der 80er wie kein anderer „Good Morning, Vietnam“ ins Mikro brüllte. Danach liebten ihn die Massen und es folgten wunderbare Filme.

In den 90er sahen wir „König der Fischer“ (1991), wir erlebten ihn als eingerosteten Peter Pan in „Hook“ (1991) und als bärtige Nanny in „Mrs. Doubtfire – das stachelige Kindermädchen“ (1993). Zu seinen weiteren Hits gehörten „Jumanji“ (1995) und das Remake „The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel“ (1997).

Seine Karriere setze sich in den 2000er fort. Immer öfter spielte er düstere Rollen, so in „One Hour Photo“ (2000) und neben Al Pacino in „Insomnia – Schlaflos“ (2002). Die „Nachts im Museum“ Reihe bescherte ihm ein fröhliches Comeback. Doch Williams hatte Alkoholprobleme und Depressionen. Die Diagnose Parkinson brachte ihn schließlich dazu, sein Leben 2014 selbst zu beenden.

3. Bruce Willis

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Langsam starb Walter Bruce Willis erstmals 1988. Die Action-Erfolgsserie setzte er in den 90er mit „Stirb langsam 2“ (1990) und „Stirb langsam: Jetzt erst recht“ (1995) fort. Mehr oder weniger erotisch sahen wir Action-Bruce 1994 mit Jane March in „Color of Night“. Witziger wurde es mit „Hudson Hawk – Der Meisterdieb“ (1991) und actionreicher in „Last Boy Scout – Das Ziel ist Überleben“ (1991), Loaded Weapon 1 (1993) und der „Schakal“ (1997). Die besten 90er Bruce-Hits kamen gegen Ende des Jahrzehnts mit dem Sciene-Fiction-Film „Das fünfte Element“ (1997) und dem Block-Buster „Armageddon – Das jüngste Gericht“ (1998).

Seine Karriere startete er ursprünglich mit einer Fernsehserie. „Das Model und der Schnüffler“ mit Bruce Willis in der Hauptrolle lief von 1985 bis 1989. Willis ist einer der produktivsten Schauspieler der 1990er und 2000er gewesen. In 100 erfolgreichen Hollywood-Produktionen spielte er einen bedeutenden Part. Neben seiner Schauspiel-Karriere ist Willis Musiker und veröffentlichte von 1997 bis 2005 fünf Alben. 1987 schaffte er es mit dem Hit „Respect Yourself“ immerhin auf Platz 5 der amerikanischen Single-Charts. Mit Schauspiel-Kollegin Demi Moore war er von 1987 bis 2000 verheiratet.

4. Tom Cruise

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Seit „Top Gun“ (1986) war Tom Cruise einer der besten Schauspieler Hollywoods. 1990 und 1992 spielte er neben seiner späteren Ehefrau Nicole Kidman in „Tage des Donners“ und „In einem fernen Land“. Als geschniegelten Offizier mit Gewissen sahen wir ihn in „Eine Frage der Ehre“ (1992) und als ebenso korrekten Anwalt in „Die Firma“ (1993). Den fiesen Vampir Lestat gab er in „Interview mit einem Vampir“ (1994) und schließlich starte 1996 die erfolgreiche „Mission: Impossible“ Reihe. Ende der 90er drehte er mit seiner Ehefrau den Erotik-Streifen „Eyes Wide Shut“ (1999), der dann auch das Ehe-Ende der beiden einläutete. 1999 glänzte Cruise noch einmal als durchtriebener Unternehmer in „Magnolia“.

Privat fiel der Schönling vermehrt durch seltsames Verhalten in der Öffentlichkeit und seine Liebe zu der fragwürdigen Scientology-Sekte auf. Mit seiner schamlosen Werbung für die eigenartige Strömung machte er sich nicht gerade beliebt. Trotz seiner Fehltritte gehört er bis heute zu den beliebtesten Schauspielern. Erst 2018 sahen wir ihn in einer erneuten „Mission: Impossible – Fallout“.

5. Brad Pitt

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Eine Jeans-Werbung und sein Körper machten ihn in den frühen 90er berühmt. Seinen Durchbruch feierte William Bradley „Brad“ Pitt als Liebhaber von Geena Davis im Roadmovie „Thelma & Louise“ (1991). Danach ging es für Brad Pitt steil bergauf. Robert Redfort engagierte ihn für die Hauptrolle in seinem West-Epos „Aus der Mitte entspringt ein Fluß“ (1992). 1994 blickte er in „Interview mit einem Vampir“ als schwermütiger Blutsauger auf sein Leben mit Tom Cruise zurück. Es folgten noch dunklere Auftritte im Psycho-Horror-Streifen „Sieben“ (1995) und dem Kriegsdrama „Vertrauter Feind“ (1997). Als Sunny-Boy und in den Stiefeln von Bergsteiger-Legende Heinrich Harrer glänzte Pitt in „Sieben Jahre in Tibet“. Nicht zu vergessen sein Auftritt als sexy Teufel in „Rendezvous mit Joe Black“ (1998). Pitt ließ das Jahrzehnt prügelnd ausklingen und überraschte uns mit Edward Norton im Testosteron-Streifen „Fight Club“ (1999).

Ab den 2000er ging es für Brad Pitt glänzend weiter. Er drehte Kracher wie „Troja“ und mit Kumpel George Clooney die beliebten „Ocean“ Filme. Zuletzt beherrschte er vor allem die Klatschspalten. Die Trennung von Angelina Jolie samt Schlammschlacht um das Sorgerecht für die sechs gemeinsamen Kinder standen im Vordergrund des Pitt-Universums.

6. Harrison Ford

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Ende der 70er wurde Harrison Ford als Han Solo in „Star Wars“ weltberühmt. Es sollte der Beginn einer der größten Hollywood-Karrieren überhaupt sein. Schon in den 80er startete die Indiana Jones Reihe. In den 90er setze der Schauspieler den Erfolg mit der Serie „Die Abenteuer des jungen Indiana Jones“ (1993) und dem Kurzfilm-Sequel „Indiana Jones and the Temple of the Forbidden Eye“ (1995) fort. Er brillierte im Gerichts-Drama „Aus Mangel an Beweisen“ (1990), rührte uns „In Sachen Henry“ (1991) und wir fieberten mit ihm als Doc Kimble „Auf der Flucht“ (1993). Krachen ließ es „Indie“ dann wieder in „Air Force One“ (1999). Die 90er beschloss er im romantischen Zwist mit Anne Heche in „Sechs Tage, sieben Nächte“ (1998).

Seinen Erfolg setze er in den 2000er geradewegs fort und schließlich durften wir ihn 2015 wieder als Han Solo erleben. Harrison Ford gilt ebenfalls als einer der saubersten und beliebtesten Strahlemänner Hollywoods. Er setzt sich für die Umwelt ein und ist seit 2002 mit Schauspiel-Kollegin Calista Flockhart verheiratet.

7. Keanu Reeves

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Ein Mann, eine Frau und ein Bus, das war „Speed“ (1994) und der große Durchbruch des Keanu Reeves als Action-Mime. Bereits 1991 sahen wir den sympathischen Darsteller an der Seite von Patrick Swayze im Surfer-Thriller „Gefährliche Brandung“. Gleich 1992 folgte der nächste Hit als unbedarfter Jonathan Harker in „Bram Stoker’s Dracula“. 1993 war er in vier Filmen gleichzeitig zu sehen „Little Buddha“, „Freaks“, „Viel Lärm um nichts“ und „Even Cowgirls Get the Blues“. Seit Mitte der 90er hatte Reeves mindestens zwei große Hollywood-Filme jährlich am Start. Was die Leinwandpräsenz angeht, war er einer der besten dieser Zeit. Mit den „Matrix“-Streifen ab 1999 katapultierte er sich endgültig in den Film-Olymp. Für die Kampfszenen trainierte er hart und erlernte die meisten der gezeigten Kampfkunst-Techniken selbst. Für diese Leistung erhielt er als einer der wenigen Top-Stars überhaupt 2004 den Taurus Stunt Award.

Privat hatte der Mime herbe Rückschläge zu verkraften. Sein guter Freund River Phoenix starb früh, ebenso sein ungeborenes Kind und kurz darauf seine Partnerin. Reeves ist immer noch als Schauspieler aktiv, veröffentlichte zudem zwei Bücher mit Lebens-Weisheiten als verdauliche Kost im Comicformat.

8. Leonardo DiCaprio

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Viele wollen in Leonardo Wilhelm DiCaprio den ewigen Teenie-Star und Mädchen-Schwarm sehen. Dabei begann „Leo“ seine Schauspiel Karriere mit beachtlichen Charakter-Rollen. 1993 mimte er perfekt den behinderten Arnie Grape im Familien-Drama „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“. Die herzergreifende Rolle machte ihn beim Publikum beliebt und brachte ihm zugleich eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein. 1995 überzeugte er in der Biografie des drogenabhängigen Künstlers „Jim Carroll – In den Straßen von New York“. Erst dann wechselte DiCaprio ins romantische Fach. 1996 sahen wir ihn in „William Shakespeares Romeo & Julia“ und schließlich folgte der Leo-Kracher der 1990er „Titanic“ mit Kate Winslet. Weitere Rollen waren „Der Mann in der eisernen Maske“ (1998) und der im vermeintlichen Paradies „The Beach“ (1999) gestrandete Backpacker Richard.

Im Jahr 2016 wurde er als bester Hauptdarsteller in „The Revenant – Der Rückkehrer“ ausgezeichnet. Neben dem Film-Geschäft ist Leonardo DiCaprio Produzent, Umweltschützer und liebt Models aus aller Welt.

9. Richard Gere

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Gere wurde in den 80er als ein „Ein Offizier und Gentleman“ (1982) einem breiten Publikum bekannt. Die 90er begann er neben Andi Garcia im Cop-Thriller „Internal Affairs – Trau’ ihm, er ist ein Cop“ (1990). Gleich als nächstes spielte er mit Smiling-Queen Julia Roberts in einem der erfolgreichsten Filme der 90er Jahre „Pretty Woman“ (1990). Weiterhin sahen wir ihn im Sex-Drama „Eiskalte Leidenschaft“ (1992), als charismatischen Depressiven „Mr. Jones“ und als dramatischen Wild-West-Helden „Sommersby“ (beide 1993). Leichte Ritter-Kost servierte er uns 1995 als „Der 1. Ritter“ (1995) mit Sean Connery und Julia Ormond. Anspruchsvoller wurde es wieder mit dem Psycho-Thriller „Zwielicht“ (1996). Schließlich freuten wir uns über Gere als gewitzten Ex-IRA-Terroristen im Kampf gegen Bruce Willis, „Der Schakal“ (1997).

Alle fragten sich natürlich, wann es die Fortsetzung zu Pretty Woman geben würde. Doch Roberts wollte zu viel Geld und keine andere Hollywood-Diva wollte die Lackstiefel an ihrer Stelle anziehen. Schließlich sahen wir Gere und Roberts doch noch einmal vereint in „Die Braut, die sich nicht traut“ (1999). Neben der Schauspielerei kennt man Richard Gere als Kumpel des Dalai Lama und Friedensaktivisten. Bis heute ist er als Schauspieler aktiv und lebt als Öko-Rancher im US-Bundesstaat New York.

10. Nicolas Cage

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Nicolas Kim Coppola, wie er eigentlich heißt, ist der Neffe des berühmten Regisseurs Francis Ford Coppola. Die 90er gehörten zur erfolgreichsten Zeit des Schauspielers. Zu seinen besten Darbietungen als Action-Held gehörten „Airborne – Flügel aus Stahl“ (1990), „The Rock – Fels der Entscheidung“ (1996), „Con Air“ (1997), „Im Körper des Feindes“ (1997) und „8mm – Acht Millimeter“ (1999). Seine romantische Seite zeigte er unter anderem in „2 Millionen Dollar Trinkgeld“ (1993) und „Stadt der Engel“ (1998) an der Seite von Meg Ryan.

Nicolas Cages hat unter anderem deutsche Vorfahren und besaß eine Zeitlang ein Schloss in der Oberpfalz. In den Schlagzeilen war der Schauspieler zuletzt häufig aufgrund seines opulenten Lebensstils, Steuerschulden und Pleitegerüchte. Vielleicht der Grund, weswegen er gegen zuletzt wieder öfters auf der Leinwand zu sehen war. Cage drehte zuletzt einen Film nach dem anderen. Jedoch deutlich mehr in B-Produktionen oder als Nebendarsteller.

11. Kevin Costner

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Costners Wild-West-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“ erhielt 12 Oscar-Nominierungen. Ganze 7 mal räumte er die Trophäe ab. Zwei der Auszeichnungen gingen an Costner selbst, der nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur und Produzent des Streifens fungierte. In den restlichen 90er sahen wir Kevin Costner als „Robin Hood – König der Diebe“ (1991) und den Filmen „JFK – Tatort Dallas“ (1991) und „Wyatt Earp – Das Leben einer Legende“ (1994). Beliebt war er auch als kauzig romantischen Kerl. In „The Bodyguard“ brachte er 1992 das eisige Herz Pop-Prinzessin Whitney Houston zum Dahinschmelzen. Alles schon geschmolzen war dagegen 1995 in „Waterworld“ (1995). Mit “ Tin Cup“ (1996) an der Seite von sexy Rene Russo folgte eine weitere romantische Darbietung. Schließlich grummelte er sich 1999 noch durch „Message in a Bottle – Der Beginn einer großen Liebe“.

Costner ist begeisterter Musiker und tourt mit seiner Band „Kevin Costner & Modern West“ auch durch Europa. Ansonsten lebt er sehr zurückgezogen, ist verheiratet und engagiert sich für den Naturschutz.

12. Johnny Depp

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Als smarter, junger Schönlings-Cop wurde Depp mit der US-Serie „21. Jump Street“ beliebt. In den 90er drehte Depp eine Menge Filme und nicht wenige davon waren etwas sonderbar. Herzen in Hecken schnitt er 1990 in „Edward mit den Scherenhänden“. Als leicht geistig gestörter Sam verzauberte er uns im Geschwister-Drama „Benny & Joon“ (1993). Auch in seiner Verkörperung des „Don Juan DeMarco“ war 1995 nicht so ganz klar, ob Depp nun ein feuriger Liebhaber oder einfach nur bekloppt sei. Den schrägen Rollen blieb er bis heute treu. Gruselig wurde es 1999 mit „Die neun Pforten“, „The Astronaut’s Wife“ und „Sleepy Hollow“.

Sein bester Auftritt bisher war und ist jedoch der Kult-Pirat Jack Sparrow. Seit den frühen 2000er spielte er den eigenartigen Freibeuter der Meere in „Fluch der Karibik“ samt Fortsetzungen. Zuletzt war Depp leider mehr wegen Drogen und Liebesproblemen in den Schlagzeilen und erschreckte Fans durch seine gezeichnete Erscheinung.

13. Matt Damon

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Matt Damon gelang in den späten 1980er und vor allem den 1990er der große Sprung vom unbedeutenden Theater-Schauspieler zum Hollywood Star. Sein größter Erfolg in den 90er war „Good Will Hunting“. Gemeinsam mit seinem Kumpel Ben Affleck hatte Damon selbst das Drehbuch geschrieben. Lange Zeit versuchten die beiden vergeblich nach einem Studio, das das Projekt mit ihnen als Besetzung umsetzen wollte. Schließlich willigte Miramax ein, sie holten Comedy-Legende Robin Williams mit ins Boot und der Film wurde ein großer Erfolg. Als Autoren erhielten die beiden einen Oscar und den Golden Globe Award. 1999 hatte Matt Damon in Steven Spielbergs Anti-Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ einen weiteren großen Hollywood-Erfolg. Ende der 90er sahen wir ihn ungewohnt zwielichtig in „Der talentierte Mr. Ripley“, der seinen besten Freund über Bord gehen ließ.

Seine besten Darbietungen sahen wir jedoch in den 2000er mit der genialen „Bourne“-Trilogie. Außerdem spielte er sehr erfolgreich in den „Ocean“-Filmen.

14. Anthony Hopkins

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Zu Beginn der 90er war Hopkins bereits ein Superstar. Schauspiel lernte er an der Royal Academy of Dramatic Art in London und war zu Beginn seiner Karriere in renommierten Theater-Produktionen zu sehen. Ab den 70er kam er nach Hollywood und ins große Kino. In den 90er machte er vor allem durch seine Rolle als begnadet genialer Kannibale Hannibal Lecter Furore. An der Seite von Jody Foster lehrte er uns in „Das Schweigen der Lämmer“ (1991), dass die Grenzen zwischen Gut und Böse manchmal schwer zu ziehen sind. Die Darbietung brachte ihm den Oscar als bester Hauptdarsteller ein. Genial auch sein Auftritt als liebesscheuer Butler in „Was vom Tage übrig blieb“ (1993) und als Vater von Brad Pitt und Aidan Quinn im Bürgerkriegs-Epos „Legenden der Leidenschaft“ (1994).

Privat komponiert Hopkins übrigens klassische Musik. Er lebt sehr zurückgezogen und mag Rummel um seine Person überhaupt nicht.

15. Pierce Brosnan

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Die Ire Pierce Brosnan wurde in den 80er durch die US-amerikanische Fernsehserie „Remington Steele“ (1982 bis 1986) populär. In den 90er folgte er Timothy Dalton in die Rolle des britischen Kult-Agenten James Bond. 1995 sahen wir ihn in „Golden Eye“, 1997 folgte „Der Morgen stirbt nie“ und 1999 „Die Welt ist nicht genug“. In den 2000er gab er schließlich an Daniel Craig ab.

Doch auch im Kino war Pierce Brosnan in den 90er häufig zu sehen. In „Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen“ (1993) trat er als neuer schmieriger Neu-Ehemann von Sally Field auf. Herrlich seine Leistung als schräger Professor in „Mars Attacks!“ 1996 und genial als smarter Kunsträuber mit Herz in „Die Thomas Crown Affäre“ (1999).

16. Hugh Grant

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Hugh Grant war der britische Romanzen-König der 90er. Häufig mimte er den englisch schüchternen Jungen, der am Ende doch noch das Mädchen bekommt. In Kostümen der viktorianischen Zeit buhlte er in der Jane Austin Verfilmung „Sinn und Sinnlichkeit“ (1995) um Emma Thompson. Bereits 1992 drehte er „Bittermoon“ mit Roman Polanski. Zu den beliebtesten Filmen gehörte der Überraschungs-Hit „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ (1994), der gleichzeitig Grants internationaler Durchbruch war. 1999 sahen wir ihn an der Seite von Julia Roberts in „Notting Hill“. Grant kam in den 2000er besser ins Geschäft. Seine lustige Seite sahen wir in den „Bridget Jones“ Filmen.

17. Jim Carrey

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Er war der unangefochtene Fratzen-König der 90er. Carrey drehte eine ganze Reihe schräger Filme, in denen er uns seine außergewöhnliche Gesichts-Mimik zeigte. 1994 flimmerte er als „Ace Vetura – Der Haustierdetektiv“ über die Leinwand. Im selben Jahr verzog er in „Die Maske“ das Gesicht und brachte uns mit „Dumm und Dümmer“ zum Lachen. Interessant seine Performance als Riddler in „Batman Forever“. Was passiert, wenn man immer die Wahrheit sagen muss, demonstrierte er uns 1997 mit „Der Dummschwätzer“. Nachdenklich stimmte Carrey das Publikum schließlich mit der bitterbösen Satire auf das Filmgeschäft „Die Truman Show“ (1998).

Seine Karriere setze er zu Beginn der 2000er noch erfolgreich fort. Zuletzt ist es um Carrey jedoch ruhig geworden.

18. Will Smith

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Er war der Newcomer der 90er. Willard Carroll „Will“ Smith, Jr. war in den 90er als „Der Prinz von Bel-Air“ (1990 bis 1996) beliebt. Bald wechselte er ins große Kino und spielte in zahlreichen Block-Bustern. „Bad Boys – Harte Jungs“ (1995), „Independence Day2“ (1996), die „Men in Black“, „Der Staatsfeind Nr. 1“ (1998) und „Wild Wild West“ katapultierten Smith in die Top-Riege der Hollywood-Schauspieler.

Ab den 2000er spielte er zunehmend Charakter-Rollen. Smith steht genauso wie Tom Cruise der umstrittenen Scientology Sekte nahe, macht daraus aber nicht so einen öffentlichen Rummel wie Cruise. Nebenher ist er als Produzent sehr erfolgreich. Eine Zeit lang galt er als einer der bestverdienenden und vermögendsten Stars der Traumfabrik. Um ihn ist es inzwischen ruhiger geworden, dafür sieht man einige seiner Kinder Jaden und Willow ab und zu im Kino.

19. Jean-Claude Van Damme

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Der smarte Belgier war definitiv einer der produktivsten Schauspieler der 90er Jahre. Seinen großen Durchbruch im Kampfsport-Genre hatte er bereits 1988 mit „Bloodsport“. In den 1990er drehte er dann unglaubliche 18 Streifen, natürlich alle mit Kampfsport-Thematiken. Zu den beliebtesten Produktionen gehörte 1990 „Leon“ (1990), „Geballte Ladung – Double Impact“ (1991), „Universal Soldier“ (1992) und „Der Legionär“ (1998).

Jean-Claude Van Damme ist übrigens nicht nur Kampfsportler, sondern absolvierte eine komplette Ballettausbildung. Privat ist er für einen sehr unsteten Lebenswandel bekannt. Er hatte in den 90er schwere Drogenprobleme und leidet nach eigenen Angaben unter einer Bipolaren Störung. Er ging zahlreiche Ehen und Liebschaften ein, aus denen ebenso zahlreiche Kinder hervor gingen. Über sein Leben gab es diverse Reality Shows im TV.

20. Mel Gibson

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Als Mad Max rockte er die 80er. Doch auch in den 90er war Mel Gibson ganz vorne mit dabei. Als Action-Darsteller bescherte er uns und „Lethal Weapon 3“ und „4“ (1992 und 1998). Gekämpft, gelitten und geliebt haben wir mit ihm aber vor allem im Schotten-Epos „Braveheart“. Als blau beschmierter, zotteliger Widerstandskämpfer William Wallace ging er in die Film-Geschichte ein. Weitere Action-Auftritte hatte er 1990 in „Air America“ und 1999 „Payback – Zahltag“.

Privat gehört Mel Gibson zu den umstrittenen Helden Hollywoods. Sein Engagement für die Waffen-Lobby brachten ihn schwer in die Kritik. Weiterhin fiel er durch seine fundamental-radikal christliche Gesinnung auf. Er produzierte unter anderem den Jesus-Brutal Streifen „Die Passion Christi“ (2004).

Zwanzig Superstars der 90er und viele Stunden von Filmmaterial liegen damit hinter uns. Bei den vielen schöne Erinnerungen ist es fast unglaublich, dass diese schöne Zeit inzwischen schon 30 Jahre zurück und zudem in einem vergangenen Jahrtausend liegt!

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