Die 20 erfolgreichsten Schweizer Sänger und Sängerinnen aller Zeiten

Schweizer Flagge
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Die Schweiz ist nicht nur für ihre wunderschöne Landschaften und Skigebiete bekannt. Auch Schweizer Uhren, Schokolade oder Käse sind international gefragt und das Schweizer Bankwesen zählt zu den bedeutendsten der Welt. Doch obwohl die Schweizer Musikszene boomt, gelang es nur wenigen Sängern sich international Gehör zu verschaffen.

Wir werfen einen Blick auf die 20 erfolgreichsten Schweizer Sänger und Sängerinnen aller Zeiten.

1. Tina Turner


Tina Turner gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Sängerinnen überhaupt. Im Jahr 2013 verabschiedete sich die Musik-Legende von ihrer US-amerikanischen Staatsbürgerschaft und wurde Schweizerin. In ihrer Wahlheimat lebt sie im schönen Kusnacht mit ihrem deutschen Ehemann. Hier fühlt sie sich angekommen und lernt weiterhin eifrig Deutsch. Dabei verlief das Leben von Tina Turner nicht immer so harmonisch. Einige ihrer Hits sang die Rock’n’Soul-Queen mit gebrochenem Kiefer, da sie von ihrem damaligen Ehemann Ike Turner immer wieder Krankenhaus geprügelt wurde.

Kennengelernt hatten sich die beiden 1958 und tourten gemeinsam als Ike und Tina Turner um die ganze Welt. 1991 wurde das erfolgreiche Duo sogar in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Als Tina Turner aufgrund der nicht aufhören wollenden Gewaltausbrüche ihres drogenabhängigen Gatten im Jahr 1976 schließlich die Scheidung einreichte, fand sie im internationalen Musikgeschäft zunächst nur wenig Beachtung.

Doch sie zeigte sich als wahre Kämpferin und ging eisern ihren Weg bis ihr 1984 mit dem Solo-Album „Private Dancer?“ und der berühmten Single-Auskopplung „What’s Love got to do with it?“ der Durchbruch gelang. Mit weiteren Alben, die weltweit Spitzenpositionen in den Charts erreichten, knüpfte die Rocklady an ihre Erfolge an.

Mit über 180 Millionen verkauften Platten gehört sie zu den erfolgreichsten Solo-Künstlerinnen der Welt.

2. DJ Bobo


Wer sich mit der Schweizer Musikszene befasst, der weiß, dass an DJ Bobo kein Weg vorbei führt. Aufgewachsen als René Baumann erkannte der gelernte Bäcker- und Konditorgeselle schon in frühen Jahren seine Begeisterung für die Musik. Er versuchte sich als DJ in einem Jugendhaus und legte sich seinen bekannten Künstlernamen zu, den er einer Comicfigur entliehen hatte. Nachdem er bei einem DJ-Wettbewerb in der Schweiz den zweiten Platz erreichte, startete er als professioneller Discjockey in den Diskotheken durch.

1989 wurde seine Debütsingle „I Love You“ veröffentlicht, die heute Sammlerwert hat. Das Debütalbum „Dance With Me“ mit einigen seiner besten Songs wie „Somebody Dance With Me“ und „Everybody“ stürmten die Charts. Besonders seine spektakulären Bühnenshows bleiben im Gedächtnis.

Mit insgesamt 150 Gold-, 29 Platin- und 2 Diamantauszeichnungen zählt DJ Bobo zu den erfolgreichsten Sängern der Schweiz. In seiner über 25 Jahre langen Karriere hat er schon mehr als 15 Millionen Platten verkauft und es sieht so aus, als ob der Entertainer noch lange im Geschäft bleiben wird.

3. Beatrice Egli


Beatrice Egli gilt als bestes Beispiel für einen der erfolgreichsten Schweizer Exportschlager. Schon in jungen Jahren war sich die Sängerin ihrer Leidenschaft für die Musik bewusst und nahm mit 14 Jahren Gesangsunterricht. Fortan trat sie auf Volksfesten auf, begann dann aber zunächst eine Ausbildung als Friseurin. Der Drang in das Show-Business einzusteigen war jedoch stärker, weshalb Egli eine Schauspiel-Ausbildung in Hamburg absolvierte.

In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Schweizer Schlagersängerin Lys Assia veröffentlichte sie 2007 den Song „Sag mir, wo wohnen die Engel“. Im gleichen Jahr nahm sie am „Grand Prix der Volksmusik“ teil und schaffte es auf den 16. Platz.

Richtig erfolgreich wurde die schöne Sängerin erst, als sie 2013 als Siegerin der beliebten Castingshow von „Deutschland sucht den Superstar“ hervorging. Durch den Sieg heimste sie einen Vertrag bei Universal Music ein, wodurch sich in kürzester Zeit zahlreiche Türen öffneten. Dieter Bohlen komponierte ihre erste Single „Mein Herz“ und es folgten andere Hits wie „Irgendwann“.

Fünf ihrer neun Musikalben erreichten in der Schweiz Platz 1 der Charts. In Deutschland wurden die Alben „Glücksgefühle“ (2013), „Pure Lebensfreude“ (2013) und „Bis hierher und viel weiter“ (2013) mit Platin ausgezeichnet.

4. Francine Jordi


Die Schlagersängerin Francine Jordi gilt in der Schweiz als echter Superstar. Schon früh wusste sie welchen Weg sie einmal einschlagen sollte und stand bereits mit 10 Jahren an der Seite ihrer Schwester auf der Bühne. Der erste große Durchbruch gelang ihr 1998, als sie beim Grand Prix der Volksmusik mit dem Song „Das Feuer der Sehnsucht“ den ersten Platz als Vertreterin ihres Heimatlandes erreichte.

Mit ihrem zweiten Album „Verliebt in das Leben“ ergatterte sie sogar eine Goldene Schallplatte, gefolgt von weiteren Goldenen und Platin Schallplatten.

Im Jahr 2002 vertrat sie die Schweiz beim Eurovision Song Contest in Tallinn mit dem französischsprachigen Lied „Dans le jardin de mon âme“, erreichte allerdings nur den 22. Platz.

Mittlerweile zählt Francine zu den beliebtesten Schweizer Schlagersängerinnen. Sie repräsentiert die Schweizer Musik und insbesondere Schweizer Volksmusik wie keine Zweite. Ihre musikalische Bandbreite umfasst allerdings auch andere Musikrichtungen wie Swing oder Operngesang und selbst als Moderatorin der Sendung „Die größten Schweizer Hits“ oder „Musikantenstadl“ versuchte sich das Multitalent bereits.

5. Stefanie Heinzmann


Nahezu märchenhaft liest sich der Werdegang der Schweizer Pop- und Soulsängerin Stefanie Heinzmann. Ihrem Bruder hat sie die Anmeldung bei der von Stefan Raab veranstalteten Casting Contest „SSDSDSSWEMUGABRTLAD“ im Rahmen seiner Show „TV Total“ zu verdanken. Bei dieser räumte die Walliserin gleich ab und wurde als erste Schweizer Teilnehmerin in einer deutschen Casting Show zur Siegerin gekrönt. Es folgte ein Plattenvertrag bei Universal Music. Ihre Siegerhit „My Man Is A Mean Man“ wurde zu einem Riesenerfolg.

Mittlerweile blickt das musikalische Talent auf auf Platin- und Gold-Alben in der Schweiz und Deutschland sowie auf ausverkaufte Tourneen zurück. Mit Weltstars wie Lionel Richie, Ronan Keating oder Joss Stone kollaborierte sie bereits. Für ihre Leistungen wurde sie mit Auszeichnungen wie dem ECHO, dem MTV European Music Award, dem Swiss Music Award oder dem Kids Choice Award geehrt.

6. DJ Antoine


Für DJ Antoine, der mit bürgerlichem Namen Antoine Konrad heißt, hat die musikalische Karriere im beschaulichen schweizerischen Sissach begonnen. Damals legte er in kleineren Clubs seiner Heimat im Alter von 19 Jahren vor allem Hits aus Genres wie Garage oder Hip-Hop auf. Später entdeckte er seine Liebe für House-Musik.

1995 gründete er in Basel den Club House Café, der ihm erste Bekanntheit einbrachte. Zwei Jahre darauf veröffentlichte er seine Debüt-Single „Sound Of My Life“. Mit dem Song „Every Breath“ erreichte der Künstler 2009 eine erste Top-Ten-Platzierung. Im gleichen Jahr wurde er nach der Veröffentlichung des Songs „This Time“ von der englischen Universal-Tochter All Around the World Records unter Vertrag genommen.

Der Dancefloor-Hit „Welcome to St. Tropez, bei dem es sich eigentlich um einen Remix handeltet, verhalf DJ Antoine im Jahr 2011 zu seinem internationalen Durchbruch. Was die Verkaufszahlen betrifft, gilt sein Megahit als eine der erfolgreichsten Single eines Schweizer Musikers aller Zeiten. In seiner bisherigen Laufbahn hat der DJ acht Millionen Singles und Album verkaufen können.

Bis heute hat DJ Antoine über 50 Alben veröffentlicht. Sein sozialkritisches Album „DJ Antoine – Stop! Aufsehen“, in dem er die Hörer für Themen wie Jugendgewalt sensibilisieren und gleichzeitig zu mehr Zivilcourage ermutigen wollte, wurde beim Swiss Music Award für das „Best National Dance Album“ ausgezeichnet.

7. Luca Hänni


Luca Hänni ist mit seinen jungen Jahren bereits schon richtig dick im Musikgeschäft unterwegs. Da er das Glück hatte in einer musikalischen Familie aufgewachsen zu sein, wurde er schon als Kind entsprechend gefördert. Neben Gitarre- und Klavierunterricht, übte er sich auch im Schlagzeug spielen. Trotz seiner Liebe für die Musik entschloss sich der Schweizer zunächst zu einer bodenständigen Ausbildung als Maurer. Sein Herz schlug aber weiterhin für die Musik, weshalb er seine Ausbildung schon im 2. Lehrjahr abbrach.

2012 gewann der hübsche Mädchenschwarm die neunte Staffel der Castingshow Deutschland sucht den Superstar. Das brachte dem damals noch Minderjährigen einen Plattenvertrag bei der Universal Music Group ein. Seine erste Single „Don’t Think About Me“, die von Dieter Bohlen komponiert wurde, erreichte in der Schweiz nach vier Tagen Goldstatus. Ende 2018 präsentierte der Sänger in der „Helene Fischer Show“ seine erste deutschsprachige Single „Bei mir“.

Hännis Popularität wurde durch seine Teilnahme an der SRF-Musikal-Talentshow „Kampf der Orchester“ sowie an der RTL-Wettbewerbstalentshow „Dance Dance Dance Dance“, die er 2014 bzw. 2017 gewann, noch verstärkt.

2019 gelang es Luca Hänni, der sich zwischenzeitlich auch als Model versuchte, mit dem Titel „She Got Me“ den vierten Platz beim Eurovision Song Contest in Tel Aviv einzuheimsen.

8. Sophie Hunger


Sophie Hunger ist das Pseudonym der Bernerin Emilie Welti. Die Multi-Instrumentalistin übernahm mit 19 Jahren den Job der Sängerin in der Rockband Fisher. Begeistert von ihrer Liebe für die Musik, beginnt die Künstlerin vier Jahre später ihre eigenen Songs zu schreiben. 2007 erschien ihr erstes Solo Album „Sketsches on Sea“.

Während die meisten ihrer Hits englische oder deutsche Lyrics haben, achtet die Singer-Songwriterin aber auch darauf, dass jedes Album ein Lied auf Schweizerdeutsch enthält. Die Platte schaffte es in Deutschland, Österreich und der Schweiz prompt auf Platz eins der Charts und eröffnete ihr internationale Einladungen zu Veranstaltungen wie dem Montreux Jazz Festival.

Doch auch im Bereich der Filmmusik ist Hunger kein unbeschriebenes Blatt. Der Score, den sie zum Oscar- und Golden Globe-nominierten Animationsfilm „Mein Leben Als Zucchini“ verfasste, brachte ihr mehrere Auszeichnungen wie den European Animation Award ein. Zudem steuerte die hübsche Sängerin den Soundtrack der Dokumentation „Zimmer 202“ und des Filmes „Der Freund“ von Micha Lewinsky bei.

9. Stephan Eicher


Der Sänger Stephan Eicher ist einer der erfolgreichsten Musiker der Schweiz. Als (Rock-) Chansonnier gibt er Lieder wie „Donne-moi une seconde“, „Zrügg zu mir“ oder „La mi los“ auf Französisch, Deutsch, Italienisch und Schweizerdeutsch zum besten. Im deutschsprachigen Raum wurde er in den 1980er Jahren durch die Chartsingle „Eisbär“ bekannt. Hierbei handelte es sich um eine Kollaboration mit seinem ebenfalls sehr musikalischen Bruder Martin, mit dem er die Band Grauzone gegründet hat. Viele seiner Solo-Veröffentlichungen wurden durch seine besondere Vorliebe französischer Chansons im Style von Jacques Dutronc, Serge Gainsbourg und Antoine geprägt. 1983 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum „Les Chansons Bleues“.

Im Laufe seiner Karriere lässt es sich der Star-Chansonnier nicht nehmen auch mit Künstlern anderen Genres zusammenzuarbeiten. So kam es im Jahr 2017 zu einer Kollaboration mit dem erfolgreichen schweizerischen Schriftsteller Martin Suter.

„Song Book“, ein Buch mit beigelegter CD ist gefüllt mit balladenhaften und teils schwer melancholischen Texten, die aber auch von Ironie gespickt sind. Zudem tritt Eicher als Komponist bekannter Sänger wie Raphaël und Mickey 3D oder Johnny Hallyday in Erscheinung.

10. Marc Sway


Der Rock-Pop-Musiker Marc Sway ist in zwei Kulturen aufgewachsen: seine Mutter ist Brasilianerin und sein Vater stammt aus der Schweiz. Eine spannende Mischung, die sich auch in seiner Musik widerspiegelt. Dem Musiker gelingt es Rhythm und Soul miteinander zu fusionieren und damit seinen ganz eigenen Musikstil zu erschaffen.

Während er als Jugendlicher Mitglied eines Gospelchores war, trat er mit 16 zum ersten Mal mit anderen Musikern bei einem Jazz-Festival in Montreux auf. Auch von seinem Vater, einem Musiklehrer, wurde der Rock-Pop-Sänger stark gefördert, sodass er mit 17 Jahren seinen ersten Talentwettbewerb gewann. 2002 unterschrieb er einen Plattenvertrag bei BMG. Sein Song „Severina“ wurde bei den Swiss Music Awards 2009 für den besten Song nominiert. Das Lied schrieb er zur Hochzeit mit seiner Frau.

Regelmäßig erreichen Sways Alben die ersten Plätze der Charts und werden mit Goldstatus prämiert. Sein jüngstes Album „Way Back Home“ erreichte ein Top-10 Platzierung in den Schweizer Album-Charts.

11. Bligg


Als der Wortakrobat Bligg, der mit gebürtigem Namen Marco Bliggenstorfer heißt, als Teenager die ersten Freestyles in seiner Muttersprache zum besten gibt, schien das Interesse eher mäßig. Doch Bligg blieb hartnäckig und schaffte es schon bald bei einigen Freestyle-Battles abzuräumen. Später feiert der Mundartpionier auch erste Erfolge in der Hip-Hop-Szene der Schweiz.

1999 veröffentlicht er mit dem Rapper Lexx seine erste Single „Schnitzeljagd“, 2000 erscheint ihr Debüt-Album „Nahdisnah“. Kurz darauf fokussiert sich der Sänger vermehrt auf eigene Arbeiten, was ihm zu einem Vertrag beim Plattenlabel Universal Music verhilft. Sein erstes Soloalbum „Normal“, das im Jahr 2001 auf den Markt kam, belegte Platz 20 in den Albumcharts.

Für die Produktion des Songs „Raw Dawgz“ holte sich Bligg die populäre US-amerikanischen Hip-Hop-Band „Tha Alkaholiks“ ins Boot. Auch Alben wie Odyssey blieben mehrere Wochen lang in den Schweizer Charts vertreten. 2009 sahnte Bligg mit seinem Album „0816“ den Swiss Music Award in der Kategorie Best Album Urban National ab.

Vier seiner zehn Alben landeten in der Schweiz auf Platz eins und wurde mindestens einmal mit Platin ausgezeichnet.

12. Baschi


Sänger Baschi ist für seine wilde, freche und offene Art bekannt, denn er nennt die Dinge eben beim Namen. Während einigen Zuhörern bei den Texten von Sebastian Bürgin, wie Baschi mit gebürtigem Namen heißt, sicherlich die Schamesröte ins Gesicht läuft.

Doch mit seiner offenen Art spricht der Mundart-Spezialist seinen jungen Fans aus dem Herzen. Die Teilnahme an der 1. Staffel der Casting-Show «MusicStar», die zwischen 2003 und 2004 im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, machte Baschi bekannt. Zwar musste er dort als 6. Platzierter frühzeitig ausscheiden, wurde aber von der Plattenfirma Universal Music Schweiz unter Vertrag genommen. Sein Debütalbum erreichte 2004 Platinum und führte die Schweizer Album Charts an. Gleichermaßen erfolgreich ging es mit seinem Album „Irgendwie Held“ aus dem Jahr 2005 weiter. Drei Nummer eins Alben und vier Mal Platin sprechen für sich. Zu einen erfolgreichsten Singles zählen „Gib mer ä Chance“, „Bring en hei“ und „Wenn das Gott wüsst“.

13. Trauffer


Der Mundart-Popsänger aus dem Berner Oberland ist in seiner Heimat so beliebt, dass seine Konzerte mühelos ausverkauft sind. 2016 erhielt der Brienzer sogar einen Award für 75’000 verkaufte Konzerttickets.

In einem Interview sagte der sympathische Schweizer mal, dass sein Hobby außer Kontrolle geraten sei. Wer sich die musikalischen Erfolge des Künstlers genauer ansieht, der weiß, dass dies keine Übertreibung ist. Seine letzten drei Alben erreichten alle Platz 1. „Heiterefahne“ aus dem Jahr 2016 machte sich als das bestverkaufte CH-Album der Schweiz seit Bestehen der Hitparade einen Namen und wurde mit Doppel-Platin ausgezeichnet. Das Nachfolge-Album „Schnupf, Schnaps + Edelwyss“ aus dem Jahr 2018 knüpfte nahtlos an seinen bisherigen Erfolg an.

Der selbsternannte „Alpentainer“ hat aber auch noch einen bodenständigen Beruf als Inhaber der Holzspielwarenfabrik Trauffer, die er von seine Eltern übernommen hat.

14. Lo & Leduc


Das Schweizer Mundart-Popduo Lo & Leduc setzt sich aus Luc Oggier und Lorenz Häberli zusammen. Das Berner Erfolgsgespann veröffentlichte zunächst zwei Alben zum kostenlosen Download über das Internet. Der Durchbruch gelingt ihnen im Jahr 2014 mit dem Album „Zucker fürs Volk“. Die Single „079“, die im Jahr 2018 erschien, schlug wie eine Bombe ein und sicherte sich Platz 1 der Schweizer Hitparade. Außerdem wurde der deutschsprachige Sommerhit mit 6-fach-Platin ausgezeichnet und über 13 Millionen mal auf Spotify gestreamt. 21 Wochen lang hielt sich der Song auf Platz 1 der Schweizer Hitparade und brachte den Musiker sogar einen Prix Walo ein.

Es folgten umjubelte Auftritte als zehnköpfige Live Band auf diversen Festivals und weitere Single-Auskopplungen wie „Online“ oder „Allei im Chino“.

15. Gölä


Der Schweizer Rockmusiker Gölä (eigentlich Marco Pfeuti) aus dem Berner Oberland hat 1998 mit seinem Debütalbum „Uf u Dervo“ Musikgeschichte geschrieben. Die Platte verkaufte sich über 300.000 Mal, hielt sich über zwei Jahre in den Charts und machte Gölä zum Superstar der Schweizer Mundart-Szene. Seinen Fans bescherte der gelernte Maler fünf weitere Mundart-Alben, die ihm zahlreiche Preise wie den Prix Walo oder den World Music Award für Best Selling Swiss Artist einbrachten.

Doch 2002 wollte der Sänger neue musikalische Wege beschreiten. Mit zwei ausverkauften Konzerten verabschiedete er sich von seinen Mundartfans und läutete mit Rockmusik auf Englisch eine neue Ära ein. Mit Alben wie „Gimme me a Band“ konnte er allerdings nicht an seine vorherigen Erfolge anknüpfen.

Der Begeisterung seiner zahlreichen Fans, die ihm bei der Sendung „die grössten Schweizer Hits“ umjubelten, veranlasste ihn weitere Mundartprojekte aufzunehmen. Mit dem Album „Die schönsten Mundart-Balladen – Nashville Aufnahmen“
schaffte er es zum neunten Mal auf Platz eins der Albumcharts. Für das im Jahr 2016 erschienene Album wurde ihm nach nur zwei Wochen der «Nummer 1 Award» der Schweizer Hitparade übergeben. 9 seiner 12 Studioalben erreichten die Spitzenposition in den Schweizer Charts.

16. Nemo


Nemo ist ein Schweizer Rapper, der Geige, Klavier und Schlagzeug beherrscht. Mit 15 Jahren begeisterte das Nachwuchs-Talent aus Biel die Zuschauer von der SRF-Show «Die grössten Schweizer Talente». Das erfolgreiche Label Bakara Music hat ihn unter Vertrag genommen.

Mit Hits wie „Ke Bock“ und „Du“ gelangen dem jungen Künstler zwei nationale Ohrwürmer, die millionenfach gestreamt wurden. „Du“ schaffte es auf Platz 4 der Schweizer Charts. Bei den Swiss Music Awards 2018 sahnte der Newcomer gleich vier Auszeichnungen ab. Sämtliche Songs auf seiner EP „Momänt-Kids“ hat er in den Grundzügen selber produziert.

17. Sina


Die Schweizer Mundart-Popsängerin Sina sammelte als 17-Jährige erste musikalische Erfolge, als sie das „Walliser Schlagerfestival“ gewann. Mittlerweile gilt sie als First Lady des Mundart-Pops und erhielt 2019 als erste Frau einen Swiss Music Award – die höchste Auszeichnung der Schweiz – für ihr Lebenswerk.

Nachdem 1994 ihr erstes Mundartalbum „Sina“ 23 Wochen lang die Schweizer Charts eroberte und Platinstatus erlangte, ging es mit der Karriere der gebürtigen Ursula Bellwald steil bergauf. Eine ausgedehnte Tournee durch die Schweiz und das zweite Album „Wiiblich“ folgten. In ihrer bisherigen Karriere veröffentlichte die Künstlerin 14 Alben. Ihr neuestes Album „Emma“ erschien 2019 und erreichte den ersten Platz der Schweizer Charts. An einen Abschied denkt die erfolgreichste Mundart-Sängerin der Schweiz noch lange nicht.

18. Lina Button


Die Thurgauer Sängerin Lina Button (Brigitt Zuberbühler) studierte zunächst Musik- und Bewegungspädagogik in Zürich. 2011 veröffentlichte die Singer-Songwriterin die CD „Homesick“ sowie die Single „Chasing“. Damit wurde sie zum „Best Talent“ auf SRF3 nominiert. Eine zweite CD namens „Copy & Paste“ erreichte Platz 20 in den Charts.

Mit ihrem dritten Album „Misty Mind“ verlässt die Künstlerin ihre musikalische Komfortzone und beweist das ihr Repertoire über Blues-Pop hinausgeht. Außerdem hat sie sich als Sängerin in der Kindermusik-Band Silberbüx ein zweites musikalisches Standbein gesichert.

19. Dagobert


Zu seinem Künstlernamen „Dagobert“ kam der Aargauer Lukas Jäger, weil er die bekannte Comic-Figur Dagobert Duck für seine skrupellose Leidenschaft und den Fokus auf eine Sache bewundert. Und seine Passion sei eben schon in jungen Jahren die Musik gewesen. Nachdem er ein Musikstipendium erhält, verschlägt es ihn für ein halbes Jahr nach Berlin. Der große Erfolg bleib zunächst aus. Anschließend zog er zurück in seine Heimat und lebte fünf Jahre bei seinem Onkel – ohne Internet und Telefon in einem kleinen Dorf. Dort verfeinert er seine Fähigkeiten und entwickelt einen eigenen Musikstil. Nach dieser Zeit kehrte er wieder in die deutsche Hauptstadt zurück.

2013 erschien sein Debüt-Album „Dagobert“ bei Buback/Universal, 2015 folgt sein zweites Werk „Afrika“. 2019 folgte sein drittes Album „Welt Ohne Zeit“.

20. Anna Rossinelli


Die Band der Schweizer Singer-Songwriterin Anna Rossinelli formierte sich im Jahr 2008. Zwei Jahre später gewann das Trio mit dem Song „In Love for a While“ die schweizerische Vorausscheidung für den Eurovision Song Contest 2011. Im gleichen Jahr performte die Baselerin Anna Rossinelli mit ihrer Band in der Fernsehshow „SwissAward – Die Millionen Gala“ vor einem großem Publikum. Ihr erstes Album „Bon Voyage“ wurde von „Universal Music“ veröffentlicht und mit der Nummer 10 in der Schweizer Album-Liste platziert. Das 2019 erschienene Album „White Garden“ erreichte Platz 1 der Album-Charts.

Auch mit renommierten Künstlern wie James Morrison oder Andreas Vollenweider stand die Band bereits auf der Bühne.

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