Wie wird man DJ? Ein Ratgeber für Anfänger mit vielen Tipps

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Du willst wissen wie man ein DJ wird? In diesem ausführlichen Artikel erklären wir Dir alle Aspekte des Djing und geben Dir Tipps, die Dir als Anfänger den Einstieg erleichtern sollen.

Voraussetzungen für DJs

Wahrscheinlich gibt es keine bessere Voraussetzung als die Liebe zur Musik. DJing ist, so wie viele andere musikalische Sphären, eine Kunst, zu der Du Dich berufen fühlst. Dennoch existiert auch die Kehrseite: das technische Know-how, die Expertise an den Decks und die Bühnenerfahrung. Wenn Du Dich im Internet umsiehst, was Du als DJ alles können musst, stößt Du auf verschiedene Meinungen. Denn jeder setzt seinen Fokus anders. Bitte überlaste Dich vor allem zu Beginn nicht mit Detailfragen. Erfasse lieber das große Ganze. Über das Mixen von Musik gibt es vieles zu lernen. Manche Menschen verbringen einen Großteil ihres Lebens damit. Diese Fülle macht es nicht unbedingt einfacher, die wichtigsten Punkte zu vermitteln. Der folgende Ratgeber richtet sich speziell an Anfänger wie Dich. Er deckt nicht nur die ersten Schritte, sondern auch die wichtigsten Meilensteine ab.

Was genau ist Djing?

Im Prinzip ist es nichts weiter als das Zusammenfügen von Songs unter bestimmten Kriterien. Diese Kriterien können beispielsweise die Stimmung, das Tempo oder die Tonart sein. Im besten Fall bewegst Du das Publikum mit Deiner Songauswahl dazu, den Tanzfloor zu rocken. Doch bereits hier kommt es zu ersten Unterscheidungen. DJ ist nicht gleich DJ. Mache Dich mit der folgenden Terminologie vertraut:

  • Club DJ: Jeder Club hat eine eigene Atmosphäre, einen bestimmten Ruf und Besucher. Das wiederum bedeutet, dass auch die Musikauswahl variiert. Grundsätzlich geht es für den Club DJ darum, den Tanzfloor in Bewegung zu halten. Hierzu bindet er häufig lange Übergänge zwischen den Songs ein oder bedient sich anderer Mittel, um die Leute zu animieren. Als Club DJ musst Du wissen, wie Du die Energie im Raum kontrollierst. Je ausbalancierter Dein Set, desto besser.
  • Turntable DJ: An den Turntables geht es darum, wahres Können zu zeigen und den Leuten eine Show zu bieten. Hier zählt nicht nur die Qualität der Musik, sondern auch die Art und Weise, wie sie gemacht wird.
  • Mobiler DJ: Diese Kandidaten performen oft auf Hochzeiten, Geburtstagen, Firmenfeiern oder ähnlichen Events. Sie sorgen nicht nur für Musik, sondern für eine grundsätzliche Unterhaltung und Show-Elemente. Aber auch neben der Musik gibt es für sie eine Menge zu beachten, da sie nicht selten das gesamte Equipment selbstständig stellen. Der Auf- und Abbau erfolgt oft im Alleingang.
  • Radio DJ: Wie der Name bereits verrät, hat dieser Typ seinen Ursprung im Radio. Es handelt sich um einen sehr abwechslungsreichen Job mit vielseitigen Aufgaben. Heutzutage kommt der Radio DJ überwiegend in Podcasts zum Einsatz.

Setze Deine Ziele

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Möchtest Du ganz hoch hinaus? Willst Du ein Unternehmen gründen? Vielleicht ein Podcast? Oder doch nur zum Spaß? Es gibt unzählige Gründe, weshalb jemand DJ werden will. Das Wichtigste dabei ist, ehrlich zu sich selbst zu sein. Und hierzu zählt nun einmal, keine falschen Vorstellungen zu verfolgen. Natürlich ist der Traum vom ganz großen Erfolg ein besonders schöner. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er wahr wird, ist umso geringer. Daher verlasse Dich nicht darauf. Das heißt natürlich nicht, dass Du damit kein Geld verdienen kannst. Ebenso ist es nicht als Appell zu verstehen, das Träumen sein zu lassen. Mache Dir einfach bewusst, dass eine Karriere als DJ harte Arbeit ist, die eiserne Disziplin erfordert. Indem Du ehrlich zu Dir selbst bist, ersparst Du Dir ein böses Erwachen hinterher.

Der Unterschied zwischen produzieren und mixen

Sobald Du beschlossen hast, DJ zu werden, stehst Du vor der ersten großen Entscheidung. Denn es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sache anzugehen. Der einfache, einsteigerfreundliche Weg ist die Verwendung einer Software. Natürlich kannst Du Deine Mixes genauso mit Vinyl und ohne riesigen technischen Aufwand verwirklichen. Diese Retro-Variante hat zweifellos ihren Charme. Doch für Einsteiger ist eine Software meist die bessere Entscheidung. Schließlich bietet sie Dir die Möglichkeit, große Fortschritte innerhalb kurzer Zeit zu machen. Auch finanziell bist Du damit auf der günstigeren Seite.

Bei Mixing-Software gibt es grundsätzlich zwei Kategorien: Produktions-Software und Mixing-Software. Ersteres meint normalerweise eine Methode, mit der Du Deine eigenen Songs erstellen kannst. Das inkludiert Dinge wie die Auswahl von Drums, Bass und Klavier. Mit einer Mixing-Software bekommst Du zunächst ein nutzerfreundliches Interface mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

Einige DJs haben ihre Karriere mit Ableton Live begonnen. Diese Produktions-Software eröffnet viele Möglichkeiten. Sie ist ein Profi-Tool und verfügt somit über hohe Komplexität. Du wirst wahrscheinlich lange brauchen, um Dich in sie einzuarbeiten. Und selbst dann wirst Du noch auf unerforschte Funktionen stoßen. Für den Anfang ist diese Software eher ungeeignet. Vor allem, wenn Du schnelle Fortschritte möchtest.

Welche Software gibt es?

Produktions-Software:

  • Ableton Live: Viele Mainstream-Künstler nutzen diese Software, so zum Beispiel Kanye und Alison Wonderland. Sie erfordert nicht nur die Fähigkeit, Songs selbstständig zu sampeln. Ebenso nutzt sie andere Hardware-Voraussetzungen als vergleichbare Produkte und ist nicht ausschließlich als Produktions-Software gedacht. Sie eignet sich auch als Unterstützung für Live-Auftritte.

Mixing-Software:

  • Traktor: Ein Standardprogramm. Der Großteil der DJs benutzt es. Meist wird es im Paket mit entsprechenden Hardware-Controllern verkauft. Dadurch sparst Du etwas Geld und hast den Vorteil der Kompatibilität von Programm und Hardware.
  • Serato: Ein weiteres Standardprogramm und direktes Konkurrenzprodukt zu Traktor. Es gibt Meinungen, die behaupten, Serato hätte eine bessere Nutzeroberfläche und mehr Features.
  • Virtual DJ: Dieses Programm funktioniert ähnlich wie Serato, da es über nützliche Features verfügt und automatisch nach passenden Songs sucht.
  • Mixxx: Eine kostenlose Software für den Mac. Du kannst sie jederzeit herunterladen, um die verschiedenen Features kennenzulernen.
  • Djay Pro by Algoriddim: Ein riesiger Vorteil dieses Programms ist die Integration von Spotify. Denn dadurch kannst Du nahezu mit jedem Song experimentieren, was es zu einer perfekten Software für Anfänger macht. Dank ihr musst Du die nötige Musik nicht erst extern anschaffen. Das spart eine Menge Zeit und Aufwand. Beachte aber, dass Du keine Mixes aufnehmen kannst, während Du Songs von Spotify nutzt. Spätestens hier wirst Du die Musik kaufen und herunterladen müssen.

Erfahrungen zeigen, dass die Integration von Spotify gerade für Anfänger am meisten Gewicht hat. Du wirst dank dieses Features vieles unverbindlich ausprobieren können. Sobald Du Deine Mixes aufzeichnen willst, kannst Du die Musik immer noch erwerben.

Skills für Anfänger

Beat Matching

Sobald Du Dich für eine Software entschieden hast, kann das Mixen beginnen. Um zwei Songs miteinander zu verbinden, gibt es einen essenziellen Maßstab: das Tempo. Dieses wird in BPM (beats per minute) gemessen. Es wird Dir als DJ eher selten passieren, dass Du beim Mixen zwei Wunschsongs mit derselben BPM-Anzahl begegnest. Meist unterscheiden sie sich in geringem Umfang. Dieser BPM-Unterschied hat aber auch einen Vorteil. Du kannst auf einen größeren Song-Pool zurückgreifen und hast somit mehr Vielfalt für Dein Set.

Sobald Du Dein Wunschlied ausgesucht hast, besteht der nächste Schritt darin, die BPM anzupassen. Hierzu musst Du einen der beiden Songs entweder langsamer oder schneller pitchen. Angenommen Du hast einen Song mit 120 BPM, an welchen ein weiterer mit 117 BPM anschließt. An dieser Stelle kannst Du den langsameren Song verschnellern, wobei Du beachten muss, dass beide Songs auf der ersten Zählzeit zusammenkommen. Vorher darfst Du die Lautstärke des zweiten Songs nicht aufdrehen.

Die meisten Lieder, denen Du begegnen wirst, sind im 4/4 Takt geschrieben. Es handelt sich dabei um die meist verbreitete Zählart. Aber sie ist nicht die einzige. Es gibt ebenso Songs im 3/4 oder 6/8 Takt. Achte beim Mixen also darauf, dass die Taktarten der einzelnen Songs übereinstimmen. Zwar ist es auch möglich, verschiedene Takte zu vermischen. Doch das erfordert fortgeschrittene Fähigkeiten.

Viele Controller verfügen über den sogenannten Sync-Knopf. Er ist dafür zuständig, die oben genannte Funktion zu automatisieren. Es ist ein perfektes Einsteiger-Tool. Dennoch ist das Beat Matching, also das manuelle Synchronisieren von Songs, unerlässlich für Deinen Entwicklungsprozess. Vernachlässige es nicht.

So schult es beispielsweise das Gehör. Du bist gezwungen, wirklich darauf zu achten, was Du gerade tust, anstatt Dich auf die Software zu verlassen. Du wirst Strukturen in der Percussion erkennen, ein Gefühl für den Rhythmus bekommen und dadurch sogar Genres vermischen können. Keine Frage, Technik ist nützlich und oftmals unerlässlich. Aber sie ist nicht perfekt. Fehler beim automatischen Synchronisieren können immer auftreten. Gut ist, wenn Du in der Lage bist, darauf zu reagieren.

Eine Randnotiz: Je nach Software kannst Du zusammen mit den BPM auch die Tonart des Songs veränderst. Falls Dein Programm es ermöglicht, deaktiviere diese Funktion. Die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch viele Dinge durcheinander kommen, ist zu hoch.

Harmonisches Mixen

Harmonisches Mixen folgt einer Grundidee: Bestimmte Songs passen besser zueinander als andere. Denn nicht alle Tonarten harmonieren gleichermaßen. Einen guten Einstieg in die Materie bietet der Quintenzirkel. Schau Dir darin die benachbarten Tonarten an. Bei ihnen kannst Du Dir sicher sein, dass sie zusammen funktionieren.

Verschiedene DJ-Software geht auf unterschiedliche Weise damit um. So kannst Du bei Djay Pro beispielsweise Gruppen von Songs erstellen, die gemäß dem Quintenzirkel in benachbarten Tonarten geschrieben sind. Lieder in C-Dur erscheinen also direkt neben Liedern in G-Dur. Das Gleiche trifft auf B-Dur und F-Dur sowie e-Moll und h-Moll zu.

Pro Song hast Du also zwei Tonarten für das anschließende Lied. Als Anfänger jedenfalls. Tatsächlich gibt es noch viele andere Regeln beim harmonischen Mixen, die Du im Verlauf Deiner Karriere kennenlernen wirst. Zu Beginn reicht es aber, sich auf die Basics zu berufen. Sofern die Tonart passt, entscheidest Du Dich im zweiten Schritt für eine ähnliche BPM-Anzahl. Diese Kriterien zu erfüllen sorgt bereits für einen schönen und harmonischen Übergang. Falls Du Dich für die Verwendung von Djay Pro entschieden hast, beachte bitte, dass das Programm nicht zwischen Dur- und Moll-Tonarten unterscheidet.

Songs richtig mischen

Es gibt viele Methoden, Songs zu mischen. So viele, dass Du sie auf einmal gar nicht überblicken kannst. Dennoch gilt, je mehr von ihnen Du beherrschst, umso flexibler wirst Du agieren können, wenn es darum geht, Songs oder sogar Stile zu vereinen. Weil es sich um ein sehr umfangreiches Thema handelt, das diesen Artikel sprengen würde, sei nur Folgendes angemerkt. Am besten machst Du Dich mit den verschiedenen Techniken auf praktischer Ebene vertraut. Nutze sowohl Tutorien als auch Übungen und vor allem: übe so viel es geht!

Musik suchen und finden

Wie bereits erwähnt ist einer der größten Pluspunkte, die Djay Pro mit sich bringt, die Integration von Spotify. Hinzu kommt, dass Dir die Software beim Finden passender Songs hilft. Weil dabei (momentan) nur die BPM berücksichtigt werden und nicht etwa die Tonart, müsstest Du diesen Aspekt manuell abdecken.

Es ist ratsam, gerade am Anfang viel Musik zu hören und sich nicht auf bestimmte Genres zu konzentrieren. Vielfalt ist ein magisches Werkzeug, das die Menge zum Toben bringen kann. Gerade das Vermischen von Stilen sorgt für Lebendigkeit auf der Tanzfläche, es verleiht Tiefe und Kraft. Sobald Du einen Mix mithilfe von Spotify erstellt hast, kannst Du die entsprechende Musik auf iTunes oder ähnlichen Plattformen herunterladen.

Andererseits ist verständlich, dass diese Methode schnell ins Geld geht. Gerade, wenn Du voll motiviert bist und viel mixt. Eine gute Alternative bietet daher Soundcloud, wo Du ebenfalls zahlreiche Künstler und Lieder findest. Mit etwas Glück kannst Du den gewünschten Song sogar kostenfrei downloaden.

Welche Hardware ist die richtige?

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Die Wahl des Controllers

Du siehst, dass man den Einstieg als DJ auch ohne viel Geld schaffen kann. Schließlich war die einzige, bisher erforderliche Investition die Software. Doch nun geht es mit der Anschaffung eines Hardware Controllers einen Schritt weiter. Diesen wirst Du benötigen, um Deine Mixes noch besser zu kontrollieren. Insofern existiert für die Anschaffung eine Grundvoraussetzung: Mache Dich vorab bestmöglich mit allen Funktionen am Bildschirm vertraut. Erst dann kannst Du langsam von der digitalen zur analogen Version wechseln.

Ein Hardware Controller strahlt nicht nur Professionalität aus. Er gibt Dir auch alle dafür notwendigen Tools an die Hand. Der Unterschied ist gewaltig. Zunächst sollte es für Dich darum gehen, die wichtigen Kriterien festzusetzen. Stelle Dir dazu die ganz pragmatische Frage: Wirst Du in naher Zukunft häufiger umziehen? Falls ja, könnte es von Vorteil sein, einen kleinen Controller mit niedrigem Gewicht anzuschaffen.

Modelle mit Soundkarte eignen sich dafür besonders gut. Denn keine integrierte Soundkarte bedeutet, dass Du den Controller am Verstärker anschließen musst. Das wirkt sich zwar wunderbar auf die Soundqualität aus. Zugleich bringt es den Nachteil zusätzlicher Hardware mit sich. Hochwertige Verstärker und Lautsprecher sind weder günstig noch handlich. Denke so weit es geht voraus, um Dir diesen Schritt zu erleichtern. Schließlich handelt es sich um eine langfristige Anschaffung, die Dich im besten Fall über Jahre begleiten wird.

Einer der besten Controller für Einsteiger ist der Numark Mixtrack Pro 3. Mit einem Gewicht von 2 Kilogramm kannst Du ihn mühelos transportieren. Die sonstige Ausstattung, wie zum Beispiel Equalizer, Loop und Filter, befindet sich auf hohem Niveau. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Controller MIDI-Mapping erlaubt. Somit ist es möglich, Djay Pro und ähnliche Software nahtlos damit zu verbinden. Das ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit. Ehe Du Dich also für einen Controller entscheidest, checke die Kompatibilität, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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Bei der Suche nach dem passenden Controller kommt es einerseits auf Durchhaltevermögen an. Andererseits auf Flexibilität. Beschränke Dich nicht auf die bekanntesten Anbieter und schau stattdessen nach Alternativen. Durchsuche verschiedene Online-Shops und vergleiche die Produkte. Je mehr Du recherchierst, umso fundierter wird Dein Wissen. Dieses hilft Dir letztlich, den Rahmen für das Wunschprodukt abzustecken und die Entscheidung zu treffen. Manche Mixing-Software stellt Dir sogar Listen mit kompatiblen Produkten zur Verfügung. Auch daran darfst Du Dich frei bedienen. Beachte außerdem, dass die Hardware oft im Paket mit einer passenden Software geliefert wird. Zwar ist das oftmals nur die Probeversion. Doch in manchen Fällen wird es Dir möglich sein, auf diese Weise auch die Vollversion zu erstehen.

Sobald Du Dir einen Controller zulegen willst, bedenke, dass Du für zu Hause oder den Proberaum Lautsprecher benötigen wirst. Sie sind ein wichtiges Utensil, um Deine musikalischen Kreationen anzuhören. Mithilfe des sogenannten Pre-Cueings kannst Du vorab anhören, was Du dem Publikum in einigen Momenten präsentieren wirst. Die Master-Spur hingegen ist das, was jeder schon hört. Leider sind die meisten DJ-Controller aufgrund ihrer RCA-Buchse mit vielen tragbaren Lautsprechern nicht kompatibel. Ein möglicher Workaround ist ein RCA-AUX-Adapter.

Deine erste Aufnahme

Wenn Du mit Laptop arbeitest, hast Du es grundsätzlich einfacher. Denn die meiste Software kann mit einem einzigen Knopfdruck aufnehmen. Alternativ gibt es separate Aufnahmegeräte. Diese musst Du nur mit Deinem Controller verbinden und schon kann es losgehen. Da sie erst gekauft werden müssen, spielt das Finanzielle ebenfalls eine Rolle. Die Preisspanne für vernünftige Aufnahmegeräte beträgt 50 bis 300 Euro.

Sobald es an die Aufnahme geht, vergegenwärtige Dir eines: Es gibt große Unterschiede zwischen einem persönlichen Mix und einem DJ-Set, das Du vor einem Publikum performst. Denn viele Eigenschaften, wie zum Beispiel die Interaktion mit der Menge, kommen im ersten Fall nicht zum Tragen. Dennoch kannst Du die Gelegenheit nutzen und Dein Set kreativ gestalten. Überlege Dir, was Du damit sagen und welche Emotionen Du vermitteln willst. Natürlich muss es hier noch nicht endgültig sein. Betrachte es als Brainstorming und setze relevante Marker: Wie willst Du beginnen? Womit hörst Du auf? Solche theoretischen Überlegungen helfen Dir im Nachhinein, die passende Musik auszuwählen.

Vielleicht kannst Du Dir sogar vorstellen, wie Du vor einer Menge stehst. Versetze Dich in sie hinein und stelle Dir essenzielle Fragen: In welche Stimmung bringt mich der Song? Was würde ich jetzt am liebsten Hören? Lasse Dich vor allem nicht dazu verleiten, die besten Tracks nacheinander zu bringen. Dieser typische Anfängerfehler treibt das Publikum schnell zur Erschöpfung. Es beginnt, sich zu langweilen, und kehrt sich schließlich von Dir ab.

Als DJ geht es darum, das Set nicht in seinen einzelnen Bestandteilen zu sehen, sondern als Ganzheit. Was Dir am Anfang vielleicht noch schwerfallen wird, kann sich innerhalb kurzer Zeit verändern. Mit jeder Aufnahme steigt Deine Expertise, Deine Erfahrung, Dein Können. Ehe Du Dich versiehst, hast Du einen eigenen Stil und ein Gefühl für die Musik. Du lernst, das Publikum zu lenken. Basierend auf dieser Intuition triffst Du die Songauswahl. Doch ehe es so weit ist, heißt es: üben!

Wie Du zur Bekanntheit kommst

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Wahrscheinlich gibst Du Dich nicht damit zufrieden, Mixes für Dich selbst und Deine engsten Freunde zu basteln. Du willst mehr! Aber wie? Mit der richtigen Promotion. Das bedeutet nicht, dass Du mit einer guten Strategie von einem Tag auf den nächsten Superstar bist. Es ist viel eher ein Langzeitprojekt, das auf vielen Ebenen stattfindet. Eine zentrale Rolle spielt Social Media:

  • Richte Dir eine Facebook-Seite ein und versorge die Follower regelmäßig mit neuem Content.
  • Variiere Deine Posts. Zeige den Leuten, was Du für Musik hörst, woran Du gerade arbeitest oder was Dich inspiriert. Es geht darum, Deine eigene Geschichte zu erzählen. Eine möglichst authentische Geschichte.
  • Berücksichtige letztlich auch andere Künstler. Ehre sie, wenn Du Dich danach fühlst. Denn das Gleiche erwartest Du schließlich auch von anderen.

Wenn Du bis hierhin gelesen hast, meinst Du es wahrscheinlich ernst. Lass Dich nicht von der Fülle an Information erschlagen. Es mag am Anfang etwas mühselig sein, doch es zahlt sich aus, je länger Du dran bleibst. Das Wichtigste ist immer noch Deine eigene Erfahrung. Und diese kommt mit der Zeit.

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