Halsschmerzen beim Singen vermeiden – schnelle Hilfe

Frau hält ihre Hände an den Hals
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Singen ist ein schönes Hobby oder in einigen Fällen sogar Teil des Berufes. Durch eine zu hohe Beanspruchung der Stimme kann es allerdings zu unerfreulichen Nebenwirkungen kommen. Die Stimme wird überlastet, mitunter sind Heiserkeit oder Entzündungen im Hals die Folge. Viele erfahrene Sänger können davon ein Lied singen. Doch es gibt Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun oder solchen Beschwerden gezielt vorzubeugen.

Die Prophylaxe beginnt bereits beim Singen, denn eine richtige Atmung ist entscheidend. Eine gleichzeitige Schonung in Form von Pausen trägt zudem zu einer gesunden Stimme bei. Und wenn es doch mal zum Äußersten gekommen ist, lassen sich die Symptome mithilfe von Pastillen und wärmendem Tee behandeln. Dabei sollte die Stimme nicht weiter belastet werden, sonst verzögert sich die Heilung oder es können sich langfristige stimmliche Einschränkungen entwickeln.

Darf man mit einer Erkältung singen?

Solange die Stimmbänder nicht von dem grippalen Infekt betroffen sind und sich der Sänger dazu in der Lage fühlt, ist moderates Singen noch möglich. Mit einer leichten Erkältung kann zwar gesungen werden, allerdings nicht mehr als unbedingt nötig. Bei einer bereits vorliegenden ausgeprägten Erkältung ist von Singen ebenfalls abzuraten. Die Beschwerden dürfen sich nicht noch weiter verschlimmern oder eine zusätzliche Entzündung der Stimmbänder auslösen. Im Zweifelsfall sollte man den Hausarzt zu Rate ziehen.

Was sind die Ursachen für eine heisere Stimme?

Eine heiser klingende Stimme nach dem Singen wird durch verkrampfte Stimmlippen verursacht. Viele Hobbysänger versuchen, beim Singen mit einer pressenden Atmung gegen die Blockade anzugehen. Dies wirkt sich allerdings kontraproduktiv auf die angeschlagene Stimme aus und sollte unbedingt unterlassen werden. Als Folgeerscheinung können sich auf den geschwollenen Stimmbändern Knoten bilden, die eine Operation erforderlich machen.

Wie entsteht eine Stimmband- oder Halsentzündung beim Singen?

Als Auslöser für eine Stimmbandentzündung kommen verschiedene Faktoren infrage. Zu lautes Singen zusammen mit einer gepressten Atmung kann zu einer Entzündung der Stimmbänder führen. Auch fehlende oder falsche Einsing-Übungen begünstigen entzündliche Prozesse im Hals. Die Symptome ähneln einer klassischen Halsentzündung. Sie drückt sich durch Halsschmerzen und Heiserkeit bis hin zur Stimmlosigkeit aus.

Was hilft schnell und effektiv gegen die Entzündung?

Bei einer Stimmbandentzündung schafft das Gurgeln mit warmen Salbeitee Abhilfe. Die Stimme sollte dabei geschont werden, indem man weniger oder bestenfalls gar nicht spricht. Entgegen der weit verbreiteten Annahme reizt Flüstern die Stimmbänder zusätzlich, eine normale Sprechlautstärke gilt als angemessen. Auf Singen sollte in dieser Zeit wenn möglich verzichtet werden.

Sanfte Linderung für die gereizte Stimme:

Das Gurgeln mit lauwarmem Salbeitee wirkt einer Halsentzündung auf natürlichem Weg entgegen. Der Hals sollte gerade in den Wintermonate vor Kälte geschützt werden, Kamillentee lindert Beschwerden wie Heiserkeit oder Halsschmerzen. Milch sollte während der Krankheitsphase nicht getrunken werden, da sie eine schleimige Konsistenz hat. Dadurch wird die Stimme strapaziert. Überdies greifen ätherische Minzöle den entzündeten Hals zusätzlich an und trocknet die wunden Schleimhäute aus. Die Heilung wird dabei unnötig verzögert. Wenn sich nach spätestens drei Wochen keine Besserung einstellt oder der Zustand sich verschlechtert, sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Er geht den Symptomen genauer auf den Grund und behandelt sie adäquat. Chronische Beschwerden werden somit unterbunden. Bei einer Stimmbandentzündung kann bis zu drei Monate lang ein Singverbot notwendig sein.

Weitere Hilfe zur Vorbeugung:

Vor und nach dem Singen sind pflanzliche Lutschpastillen empfehlenswert. Sie beruhigen die beanspruchte Stimme, befeuchten die Schleimhäute im Hals und schaffen schnelle Hilfe gegen durch Singen verursachte Heiserkeit. Beim Singen sollte in den Bauchraum eingeatmet werden, eine pressende Atmung wirkt sich hingegen nachteilig aus. Mit einem Schal oder Halstuch hält man sich warm und schützt sich vor Erkältungen. Vor dem Singen sollte vom Genuss alkoholischer Getränke oder Nikon lieber Abstand genommen werden, da sie den Hals austrocknen können. Das wirkt sich negativ auf die Stimme aus. Wasser trinken ist für Sänger ebenfalls unerlässlich.

Die Stimmpflege ist ausschlaggebend:

Kind schreit ins Mikrofon
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Um einer unangenehmen Halsentzündung, Halsschmerzen oder Heiserkeit vorzubeugen, ist beim Singen die richtige Stimmpflege entscheidend. Eine Reizung der Stimmbänder oder Schleimhäute kann dadurch verhindert werden. Zur Schonung der Stimme gehören regelmäßige Pausen, in denen nicht gesungen und stattdessen Wasser getrunken wird. Alternativ eignet sich auch ungesüßter Tee.

Vor dem Singen sollte die Stimme immer mit Einsingübungen schrittweise ‚warmgemacht‘ werden, damit Muskelverkrampfungen im Halsbereich gar nicht erst aufkommen. Vor allem Chorsänger sind mit diesen Stimmübungen vertraut. Auf das Einsingen darf keinesfalls verzichtet werden, denn es beugt Heiserkeit und Halsentzündungen vor. Die Halsmuskulatur hat sich beim Einsingen bereits aufgelockert, das anschließende Singen fällt wesentlich leichter.

Beim Singen empfiehlt sich eine konsequente Atmung in den Bauch. Pressendes Atmen kann wiederum Verkrampfungen auslösen. Überdies klingt die Stimme bei der Bauchatmung voller und sicherer, da sich die Lungen bei dieser Technik besonders weiten können. Dabei sollte man als Sänger nicht über die eigene Stimmlage hinaus singen. Solche Versuche schädigen die Stimmbänder nur und können Entzündungen auslösen. Nach dem Singen darf sich die Stimme erst einmal erholen. Jeder Sänger sollte immer eine Salbeipastille in der Tasche haben, die er anschließend lutschen kann. Nach einer Ruhephase von etwa drei Tagen ist die Stimme üblicherweise wiederhergestellt.

Das Einsingen und eine Schonungsphase nach dem Singen sind allgemeingültige Maßnahmen zur Stimmpflege. Der Sänger muss selbst für sich herausfinden, mit welchen weiteren Methoden er positive Erfahrungen gemacht hat. Eine Verbindung von professionellen Singübungen und individuellen Techniken ist für eine gute stimmliche Leistung optimal.

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