Margot Robbie: Ihre zehn besten Filme

Margot Robbie
(c) Starfrenzy / Bigstock.com

Die australische Schauspielerin Margot Robbie ist erst 29 Jahre alt, kann jedoch bereits auf eine langjährige Filmkarriere zurückblicken. So fällt die Auswahl ihrer besten Filme und besten Rollen bereits schwer.

Platz 1: The Wolf of Wall Street (2013)


Ihren internationalen Durchbruch hatte Margot Robbie an der Seite von Leonardo DiCaprio. In Martin Scorseses Biopic spielt sie die zweite Ehefrau des ehrgeizigen, aber auch zwielichtigen Börsenmaklers Jordan Belfort (DiCaprio), der an der Wolf Street in New York einen kometenhaften Aufstieg schafft. In der Rolle der Naomi Lapaglia begleitet Robbie die Hauptfigur jedoch auch bei ihrem rasanten Abstieg.

Um sich die Rolle zu sichern, warf sich Margot Robbie beim Casting besonders ins Zeug. Sie sollte beim Vorsprechen einen Streit mit Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio simulieren. Im Verlaufe des eigentlich als verbal vorgesehenen Konfliktes verpasste sie ihrem Co-Star allerdings spontan eine schallende Ohrfeige – und bekam die Rolle. Sowohl DiCaprio als auch Scorsese gefiel diese Abweichung vom Skript so gut, dass Robbie umgehend als Naomi Lapaglia besetzt wurde. In der Rolle glänzt sie in einem Spagat zwischen femininer Verführungskunst und tiefer Mutterliebe.

Platz 2: Alles eine Frage der Zeit (2013)


Alles eine Frage der Zeit erzählt die Geschichte des 21-jährigen Tim, der wie alle Männer seiner Familie über eine ungewöhnliche Fähigkeit verfügt: Er kann durch die Zeit reisen. Auf die Frage, was er mit seiner Superkraft anfangen möchte, antwortet er: Die wahre Liebe finden.

In dieser kreativen Mischung aus Science-Fiction-Film und romantischer Komödie spielt Margot Robbie die Rolle der Charlotte, einer der Liebschaften der Hauptfigur. Verkörpert wird diese vom irischen Schauspieler Domnhall Gleeson, mit dem Robbie bisher drei Filme gedreht hat: Neben „Alles eine Frage der Zeit“ noch „Goodbye Christopher Robin“ (2017) und „Peter Hase“ (2018).

Mag Robbie im Film zwar keine Hauptrolle übernommen haben, so war die britische Komödie doch unzweifelhaft für den weiteren Verlauf ihrer Karriere wichtig.

Platz 3: Focus (2015)


In diesem Film von Glenn Ficarra und John Requa spielen Robbie und Will Smith zwei Trickbetrüger, die sich nicht nur auf professioneller Ebene gut verstehen. Als die beiden sich näherkommen, lässt Will Smiths Rolle Nicky Spurgeon Margot Robbie als Jess Barrett daher zurück. Doch man sieht sich immer zweimal im Leben.

Dieses Sprichwort trifft auch im wahren Leben auf die australische Schauspielerin zu: Im Jahre 2016 arbeitete sie erneut mit Will Smith zusammen, in der Comic-Verfilmung Suicide Squad. Robbie brilliert in Focus mit leichtfüßigem Spiel und stellt die Rolle der Trickbetrügerin überzeugend dar.

Platz 4: Suicide Squad (2016)


Im DC-Film Suicide Squad verschmilzt Margot Robbie förmlich mit ihrer Rolle als Clown-Prinzessin Harley Quinn. Die Gespielin des Verbrecher-Genies Joker wird darin zum Teil der Sondereinheit Task Force X. Sie setzt sich aus ehemaligen Schurken zusammen, die nun im Auftrag der Regierung hochriskante Missionen unternehmen.
Der Film von der Kritik gemischt aufgenommen, viele Schauspieler sollen für ein für 2021 geplantes Reboot ausgetauscht werden. Nicht aber Robbie: Ihre fantastische Leistung ist untrennbar mit Harley Quinn verbunden und hat Kultstatus erreicht.

Platz 5: I, Tonya (2017)


Diese interessante Mischung aus Biopic und Mockumentary erzählt von der Rivalität zwischen den Eiskunstläuferinnen Nancy Kerrigan und Tonya Harding. Das Besondere: Nicht Kerrigan, das Opfer des Attentats, steht im Fokus, sondern Margot Robbie als Tonya. Ihr Ex-Mann war der Drahtzieher des Attentats, in dem er Hardings Konkurrentin mit einer Eisenstange verletzt.

Der Film vermeidet es, Tonya Harding zu verteufeln, sondern stellt sie ebenfalls als Opfer der eigenen Lebensumstände dar. Das dies so gut funktioniert und I, Tonya zum Überraschungshit wurde, ist nicht zuletzt Robbie zu verdanken. Eine derartige Darstellung gelingt nur, wenn die Hauptdarstellerin ihre Rolle stets mit äußerstem Respekt porträtiert. Robbie lässt Tonya Harding nie zur Karikatur werden, sondern verkörpert sie facettenreich und mit emotionaler Tiefe.

Sie perfektionierte für die Rolle zudem Hardings Westküstenakzent und lernte sogar Eiskunstlaufen von Grund auf. Diese Leistung wurde mit einer Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin bedacht.

Platz 6: Maria Stuart, Königin von Schottland (2018)


Im Zentrum dieses Filmes steht der Konflikt zwischen zwei Königinnen, Maria Stuart (Saoirse Ronan) und der englischen Monarchin Elizabeth I. (Margot Robbie). Beide beanspruchen den schottischen Thron für sich, was letztendlich in einem Machtkampf mündet. Die Inszenierung sticht aus dem Einheitsbrei jedoch durch seine Erzählperspektive hervor: Anstelle von keifenden Weibern werden die beiden Konkurrentinnen als vernünftige und besonnene Frauen dargestellt.
Bis dahin vor allem für moderne Rollen bekannt, beweist Margot Robbie hier, dass sie auch in historischen Kostümfilmen erfolgreich sein kann. Ihr Schauspiel in weiß angemaltem Gesicht und Korsett sowie Halskrause versetzt den Zuschauer mühelos ins Schottland des 16. Jahrhunderts.

Platz 7: Terminal – Rache war nie schöner (2018)


Der Neo-Noir-Thriller kommt so düster daher wie bislang wohl noch kein Film mit Margot Robbie. Die von ihr gespielte Kellnerin Annie bedient in ihrem Diner zwei Auftragskiller, die noch nicht wissen, wie wichtig sie für ihren Auftrag werden soll. Auch ein suizidgefährdeter Lehrer kreuzt den Weg der Kellnerin, die sich bald als manipulativer und cleverer entpuppt, als es im ersten Moment scheint.

Der Film nimmt sich einiges vor und verwebt mehrere Subplots zu einem geglückten Ganzen. Das erfordert allerdings auch eine meisterhafte Leistung der Hauptdarstellerin: Robbie ist charismatische Femme Fatale und durchtriebene Strippenzieherin zugleich. So ist „Terminal – Rache war nie schöner“ allein schon dank ihrer schauspielerischen Leistung sehenswert. Auch die Nebenrollen sind erstklassig besetzt: Simon Pegg (Shaun of the Dead, Star Trek) und Mike Myers (Austin Powers, Shrek) geben sich die Ehre.

Platz 8: Legend of Tarzan (2016)


Tarzan-Verfilmungen gibt es zuhauf. Kaum eine kommt aber so actionreich daher wie dieser Film aus dem Jahre 2016. Tarzan (Alexander Skarsgård) und Jane, verkörpert von Margot Robbie, kehren nach Jahren des bürgerlichen Lebens in London in den Kongo zurück. Ein skrupelloser Geschäftsmann erwartet die beiden bereits und nimmt Jane in seine Gefangenschaft.

Margot Robbie war von Beginn an für die Rolle der Jane Porter vorgesehen. Doch auch Emma Stone hätte den Part von Tarzans Frau spielen sollen, lehnte die Rolle letztendlich allerdings ab. Glücklicherweise, wie man heute sagen muss, denn Robbie heimste für ihre Darstellung eine Nominierung als Beste internationale Schauspielerin bei den Jupiter Awards ein.

Platz 9: The Big Short (2015)


Dieser Film von Adam McKay über die Immobilienkrise des Jahres 2008 ist in jeder Hinsicht einzigartig. Die Dramödie bedient sich zahlreicher Cutaways, in denen berühmte Schauspieler in Cameo-Auftritten die ökonomischen Hintergründe von Hypothekendarlehen erklären.

Diese sind allesamt unterhaltsam, doch kein Gastauftritt ist so sensationell wie jener von Margot Robbie in einem Schaumbad. Lange als Sex-Symbol tituliert, kombiniert sie hier ihren Sex-Appeal mit ihrem herausragenden schauspielerischen Talent. Das sollte sich auch bei der Oscar-Verleihung bezahlt machen: Der Film wurde fünffach nominiert und gewann schließlich in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch.

Platz 10: Whiskey Tango Foxtrot (2016)


Dieser Film von Glenn Ficarra und John Requa behandelt den Irakkrieg auf eine humoristische Weise. Mag sich „Whiskey Tango Foxtrot“ auch um Hauptdarstellerin Tina Fey drehen, so würde ihre Rolle nicht ohne Margot Robbie als Tanya Vanderpoel funktionieren. Die Australierin stellt eine erfahrene britische Kriegsjournalistin dar, die umgehend zur Mentorin, aber auch Freundin von Feys Kim Baker wird. Der Kriegsfilm verlangt den beiden Frauen eine respekt- und geschmackvolle Darbietung ab. Vor allem Robbie stellt hier ihr komödiantisches Talent und Timing unter Beweis, lässt die Ernsthaftigkeit des Settings jedoch niemals zu kurz kommen.

Fazit

Margot Robbie kann bereits eine Filmkarriere von elf Jahren vorweisen. In dieser Zeit hat sie in wahren Perlen des Kinos mitgespielt. Auch die Zukunft ist vielversprechend:
In diesem Jahr wird sie in Quentin Tarantinos Once Upon a Time in Hollywood und als Harley Quinn in Birds of Prey (and the Fantabulous Emancipation of One Harley Quinn) zu sehen sein.

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