Traurige Kinderfilme: Die 20 traurigsten Disney-Filme aller Zeiten

Pixar-Film Oben Poster
(c) Disney

Disney-Filme verzaubern seit Jahrzehnten Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Bekannt geworden durch die niedliche Maus namens „Mickey“ prägte der Macher Walt Disney die Geschichte des Animationsfilms wie kein anderer. Liebevoll gestaltete Charaktere in abwechslungsreichen Storys bringen die Zuschauer zum Lachen aber auch zum Weinen. Flossen bei den „Mickey Mouse“ Geschichten meistens die Lachtränen, so folgten zahlreiche Filme, die mit traurigem Inhalt die Herzen der Menschen berührten. Jetzt ist es Zeit die Taschentücher zu zücken und sich die Liste der 20 traurigsten Disney-Filme aller Zeiten anzusehen.

1. Oben


Die Geschichte des alten Carl Fredrickson beginnt in diesem Disney-Film mit dem Rückblick auf sein bisheriges Leben. Als kleiner Jungen, der schon früh der Bewunderer des großen Entdeckers Muntz ist, trifft er mit Ellie nicht nur eine Gleichgesinnte, sondern auch die Liebe seines Lebens. Im Schnelldurchlauf erlebt der Zuschauer die Höhen und Tiefen des Paares mit einem verlorenen Kind, einem großen Traum und dem Tod Ellis kurz vor der Verwirklichung dieses Traums im Alter.

Mit dem traurigen und gebrochenen alten Carl wird man in die Gegenwart des Films geholt. Geblieben sind ihm nur noch sein Haus und die Erinnerungen. Doch auch das Haus will man ihm nehmen. Dann tritt der 8-jährige Pfadfinder Russel in sein Leben und es beginnt ein Abenteuer, bei dem Carl um alles kämpft, was ihm lieb ist. Der Verlust des geliebten Partners, Einsamkeit im Alter und das Gefühl, seine Träume nicht gelebt zu haben, werden in diesem Film auf so ergreifende Weise vermittelt, dass kaum einer diesen Film ansehen kann, ohne eine Träne zu verdrücken.

2. Dumbo, der fliegende Elefant


„Dumbo, der fliegende Elefant“ ist ein Disney-Film, über grenzenlose Mutterliebe und die Grausamkeit, die einem entgegenkommt, wenn man nicht der Norm entspricht. Die Zirkuselefantendame Jumbo liebt ihren kleinen Jumbo Junior über alles, daran ändern auch seine übergroßen Ohren nichts. Bei den anderen Elefanten wird er durch diese Abweichung von der Norm jedoch zum Außenseiter und zum Gespött. Er erhält den unrühmlichen Spitznamen Dumbo der sich vom englischen dumb für dumm ableitet, und muss mit allerlei Hänseleien von Elefanten und Besuchern des Zirkus leben. Als seine Mutter ihn vor den Menschen verteidigt, wird sie weggesperrt. Dumbo verliert die einzige Bezugsperson, die ihm Liebe gegeben hat.

Bis zum Happy End muss er einiges an Leid ertragen. Fast jeder hat in seinem Leben schon einmal eine Außenseiterrolle annehmen müssen und genau deshalb berührt die Story des kleinen Elefanten und macht traurig.

3. Bambi


„Bambi“ kann zweifelsohne als die Mutter der traurigen Disney-Filme bezeichnet werden. Der kleine Hirsch muss mit ansehen, wie seine Mutter von einem Jäger getötet wird, und wächst fortan als Halbwaise auf. Als er später seine alten Freunde und auch eine Liebe in Form seiner Jugendfreundin Feline wiederfindet, scheint das Glück trotz des harten Schicksals nun perfekt. Doch ein Kampf zwischen Rivalen und ein Waldbrand bringen das Leben von Bambi und seine Freunde erneut in große Gefahr. „Bambi“ ist ein Disney-Film, der seinen Zuschauern dramatisch vor Augen führt, wie schnell aus Unbeschwertheit ein Drama werden kann.

Im ganzen Film gibt es immer wieder Szenen, die einen für den Moment traurig werden lassen. Dieses gilt selbst für die Schlussszene, welche eigentlich ein Happy End ist.

4. Der König der Löwen


Die Folgen von Intrigen und Gier nach Macht sorgen in diesem Film für die Traurigkeit. Der Löwenkönig Mufasa regiert sein Königreich mit Weisheit und Güte. Werte, die er auch seinem Sohn Simba beibringt, der das Erbe später fortführen soll. Eine Entwicklung, die Mufasas jüngerer Bruder Scar nicht gerne sieht. Mit gefährlichem Intrigen versucht er den Thron zu erobern und Simba zu töten. Die Versuche schlagen zunächst fehl, bis Mufasa Simba erneut zur Hilfe eilt und Scar die Chance nutzt um ihn zu töten. Simba findet seinen toten Vater und Disney versteht es, dem Zuschauer das Gefühl zwischen Trauer und Schuldgefühle perfekt zu vermitteln, welches der kleine Löwe in diesem Moment empfinden muss. Traurig und von Scar verjagt, verlässt er sein Reich. Auf seiner Flucht findet er neue Freunde und ein neues Lebensmotto.

5. Der Glöckner von Notre Dame


Schon der Anfang des Films ist traurig. Der kleine Zigeuner Colpin erzählt einigen Kindern, wie eine Mutter mit ihrem Baby Asyl in Notre Dame sucht aber vom Zigeunerhasser Richter Frollo aufgehalten wird. Dieser stößt die Frau von der Treppe und tötet sie dabei. Zurück bleibt ihr entstelltes Baby. Befohlen vom Erzdiakon muss Frollo das Kind im Namen der Kirche großziehen. 20 Jahre hält er das Kind mit dem Namen Quasimodo im Glockenturm versteckt. Als dieser sich dann auf dem Fest der Narren blicken lässt, beginnt eine Tortur und Hetzjagd aufgrund seines Äußeren. Einzig Esmeralda hilft ihm.

Eine Geschichte, die viele Emotionen weckt und ähnlich wie „Dumbo“ zeigt, wie grausam Menschen gegenüber anders Aussehenden oder Denkenden sein können.

6. Findet Nemo


Der kleine Clownfisch Nemo wächst sehr behütet mit seinem Vater Marlin im Pazifischen Ozean auf. Seine Mama und seine Geschwister hat er früh verloren, was seinen Vater besonders vorsichtig sein lässt. Liebevoll will er Nemo vor allen Gefahren in den Weiten des Ozeans schützen. All die Vorsichtsmaßnahmen nützen nichts, denn Nemo geht verloren und wird von Menschen gefangen. Seine große Vaterliebe lässt den ängstlichen Marlin über sich hinauswachsen und auf der Suche nach seinem Sohn trifft er auf die Fischdame Dori. Mit ihr erlebt er bei seiner Rettungsaktion allerhand Abenteuer. Und auch Nemo versucht verzweifelt zu flüchten.

Trotz vieler witziger Momente hängt die Traurigkeit über den Verlust und die Angst um Nemo immer im Hintergrund des Filmes und das spüren auch die Zuschauer.

7. Bolt – Ein Hund für alle Fälle


Bolt und seine 13-jährige Besitzerin Penny sind die Hauptdarsteller einer berühmten TV-Serie. Mit Superkräften ausgestattet, rettet Bolt in der Serie immer wieder das Leben von Penny. Er selber kann nicht mehr zwischen Film und Wirklichkeit unterscheiden und hält die Serie für sein wahres Leben. Als man Penny für ein spannendes Staffelfinale entführen lässt, nimmt Bolt auch das ernst und macht sich auf den Weg, seine Besitzerin zu suchen. Dabei landet er in New York City – natürlich ohne Superkräfte. Wie in der Serienstory trifft er auch hier auf eine Katze, die er anfangs für seine Gegenspielerin hält. Mit der Zeit realisiert er, dass sein Leben nur eine Illusion war. Trotzdem glaubt er an die Liebe von Penny zu ihm und kehrt zurück. Mittlerweile ist er von einem Double ersetzt worden und will aufgeben.

Das Gefühl, nicht mehr geliebt und gebraucht zu werden gepaart mit der Erkenntnis, dass das eigene Leben nur Show war, machen aus diesem Film einen der traurigsten Disney-Filme.

8. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren


Viele Kinder und sogar Erwachsene träumen davon, Zauberkräfte zu besitzen. Dass solche Kräfte aber auch einsam machen können, erlebt die achtjährige Prinzessin Elsa. Sie kann Frost, Eis und Schnee erzeugen. Diese Macht wird ihr jedoch zum Verhängnis, als sie damit ihre Schwester Anna unabsichtlich verletzt. Bis sie die Kräfte kontrollieren kann, soll sie abgeschottet und ihre Fähigkeit geheim gehalten werden. Dieses führt zu Vereinsamung und einer Entfremdung von ihrer Schwester, mit der sie vorher ein inniges Verhältnis hatte. Dann verunglücken auch noch die Eltern tödlich.

Einsamkeit und Angst sind Dinge, die niemand erleben möchte. Kein Wunder, dass der Film beim Zuschauer Traurigkeit erzeugt.

9. Sein Freund Jello


Der Film greift das Thema Freundschaft zwischen Hund und Mensch auf. Als der Vater des 15-jährigen Travis länger verreist, muss dieser auf seine Mutter und seinen kleinen Bruder Arliss aufpassen. Ein streunender Hund, den er eher widerwillig aufnimmt, wird dabei zu einem wichtigen Helfer. Auf den Namen Jello getauft, rettet er Arliss vor einem Bärenangriff und gehört fortan zur Familie. Kurz darauf eilt er Traivs bei einem Zusammentreffen zwischen ihm und einer Wildschweinherde zur Hilfe und wird selber schwer verletzt. Mit guter Pflege und der Gesellschaft von einem jungen Hund, erholt er sich wieder nur um später in einem Kampf mit dem Wolf an Tollwut zu erkranken. Travis muss Jello schweren Herzens erschießen. Ein Szenario, das nicht nur Hundebesitzer zum Weinen bringt.

10. Pocahontas


Zwei Kulturen, die sich bekriegen, eine Häuptlingstochter, die einem Mann versprochen wird, der nicht ihren Vorstellungen entspricht und die Liebesgeschichte zwischen eben dieser Tochter und dem Engländer Smith bilden das Grundgerüst des emotionalen Films „Pocahontas“. Schon die Tatsache, dass der Film kein Happy End hat, macht traurig. Trotz einer heldenhaften Tat, die ihrem Vater das Leben rettet, muss sie Smith am Ende ziehen lassen. Die Geschichte gepaart mit beeindruckender Musik machen Taschentücher zum wichtigsten Utensil beim Schauen dieses Disney-Films.

11. Toy Story 3

12. Alles steht Kopf

13. Pinocchio

14. Die Schöne und das Biest

15. Arlo & Spot

16. Die Monster AG

17. Cap und Capper

18. WALL-E – Der Letzte raumt die Erde auf

19. Bärenbrüder

20. Baymax – Riesiges Robowabohu

Auch, wenn all diese Filme traurig sind, so haben sie doch eine zumeist positive Botschaft, die sie dem Zuschauer mit auf den Weg geben. Vermutlich ist besonders dieser Tiefsinn einer der Erfolgsgaranten von Disney-Filmen und ein Grund, warum man nie zu alt für Disney ist. Oft erschließt sich die eigentliche Botschaft erst, wenn man die Filme als Erwachsener noch einmal sieht.

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