Wie wurde Rihanna berühmt? – Die Erfolgsgeschichte

Rihanna
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Die R&B- und Popsängerin Rihanna, mit vollständigen Namen Robyn Rihanna Fenty, wurde im Februar 1988 in Saint Michael auf Barbados in der Karibik geboren. Heute ist ihr Name aus der Geschichte der modernen Musik nicht mehr wegzudenken. Über 190 Millionen verkaufte Tonträger und 14 Nummer Eins Hits in den US Billboard Hot 100 sprechen für sich. Doch auch wenn ihr Name in aller Munde ist, ist die Geschichte hinter den Erfolgen einer starken Frau kaum bekannt.

Die Kindheit

Ihre Eltern – Die Mutter Buchhalterin, der Vater ein Lagerarbeiter – waren mit der Familie, zu welcher zwei jüngere Brüder sowie drei Halbgeschwister väterlicherseits gehören, überfordert. Rihannas Vater schlug ihre Mutter wiederholt im Drogenrausch, laut eigener Aussage sogar einmal sie selbst. Nach 14 Jahren wurde die Ehe schließlich 2004 geschieden, und sie musste sich angesichts der nun Vollzeitbeschäftigung ihrer Mutter um ihre jüngeren Brüder kümmern.

Auch in der Schule wurde Rihanna das Leben nicht leichtgemacht. Da sie über ihren Vater auch einen Teil irisches Blut vererbt bekommen hat, war ihre Hautfärbung nicht so dunkel, wie in Barbados üblich. Dies sorgte dafür, dass sie in der Schule regelmäßig gemobbt wurde, mit dem Ergebnis, dass Rihanna auch heute noch recht schüchtern und zurückhaltend wirkt. Nichts desto trotz trat sie als Jugendliche dem Militär bei und erreichte sogar den Rang eines Korporals.

Ihre Entdeckung

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Parallel zu ihrem Militärtraining besuchte die nun 15-Jährige nach wie vor die Schule und wurde von ihren Mitschülern dazu ermutigt, bei einem Schönheitswettbewerb der Schule teilzunehmen. Diesen gewann sie – unter anderem dank der Performance von Mariah Careys „Hero“.

Nur wenig später wurde sie von einem amerikanischen Produzenten, welcher auf Urlaub in Barbados war, entdeckt. Binnen weniger Monate konnte der Produzent Evan Rogars Rihanna überreden, Barbados zu verlassen und zu ihm und seiner Frau nach Connecticut zu ziehen, wo sie ihre erste Demo Version von „Pon de Replay“ aufnahm. Dieses Demo landete bei Def Jam, wo der berühmte Hip-Hop Star Jay Z seit kurzer Zeit Präsident war. In einem Interview mit dem Rolling Stone Magazin erzählte er, dass er nur zwei Minuten benötigt hätte, um zu erkennen welch großer Star Rihanna einmal werden würde. Nur vier Monate nach dem Unterzeichnen eines Vertrages veröffentlichte sie ihre erste Single, welche direkt Platz 2 in den US Billboard Hot 100 erreichte. Bereits 2005 wurde ihr zweites Album „A Girl like Me*“ sowie die dazugehörige Single „SOS*“ auf den Markt gebracht. „SOS“ wurde ihr erster Nummer Eins Hit und spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde Rihanna vollständig bewusst, wie berühmt sie inzwischen geworden war.

Den weltweiten Durchbruch erzielte sie nur kurze Zeit später mit dem Album „Good Girl Gone Bad*“ und der Single Auskopplung „Umbrella*„, wofür sie auch ihren ersten (von acht) Grammys erhielt. Die darauffolgende steile Karriere ist Geschichte und allgemein bekannt. Bis heute sind sämtliche veröffentlichten Alben zu großen Erfolgen geworden und bescherten dem Star etliche Rekorde. Ganz nebenbei wurde sie auch in den Zeitschriften „Forbes“ sowie der „Time“ in die Liste der einflussreichsten Personen aufgenommen. Auch das „Billboard“ Magazin würdigte sie 2012 mit der Auszeichnung zur Künstlerin des Jahrzehnts und bei den American Music Awards wurde sie als Musik Ikone ausgezeichnet. Doch die schönste Würdigung erhielt sie vermutlich in ihrem Heimatland Barbados. Dort konnte sie über 30 lokale Musikpreise gewinnen und schließlich wurde der 21. Februar in Barbados zum „Rihanna-Tag“ erklärt.

Vor einigen Jahren konnte der Star es ausnützen, dermaßen berühmt zu sein, und stieg erfolgreich ins Mode Business ein. Sie entwarf eigene Kollektionen und brachte Kosmetikprodukte unter ihrem Namen heraus. Gleichzeitig arbeitete sie – natürlich neben ihrem Hauptberuf als Musikerin – auch als Model und wurde wiederholt auf dem Cover der „Vogue“ abgelichtet und erhielt auch einen Preis als Stil- und Modeikone.

Rihannas Leben holt sie ein

Rihanna
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Ende 2007 bis Februar 2009 war Rihanna mit Chris Brown, einem amerikanischen Hip-Hop Sänger liiert. Auf einer Party wurde Chris Brown verhaftet, da er die Künstlerin gewalttätig bedroht haben soll. Kurz darauf wurde bekannt, dass sie strafrechtlich gegen ihn vorgehen wird. Im Rahmen des Rummels um die Gerichtsverhandlung gingen Bilder von Rihannas zerschlagenen und mit blauen Flecken und Platzwunden übersäten Gesicht rund um die Welt. Wie bereits in ihrer Kindheit wurde sie erneut das Opfer von häuslicher Gewalt. Chris Brown bekannte sich nach einem Deal mit dem Richter schuldig in Bezug auf Körperverletzung, entging so aber einer Haftstrafe und wurde nur zu fünf Jahren Bewährung verurteilt. In einem darauffolgenden Interview erklärte der Star, dass sie dieses Urteil für fair erachte.

Resultate aus Rihannas Werdegang

Ihre schwierige Kindheit, der rasante Aufstieg, eine fürchterlich misslungene Beziehung, sowie Jahre des Ruhms hinterließen in Rihanna mit Sicherheit deutliche Spuren. In der Öffentlichkeit kann dies am besten durch ihr großes soziales Engagement erkannt werden. Sie setzt sich nicht nur für kranke Kinder und Opfer von Naturkatastrophen ein, sondern fördert vor allem sozial benachteiligte Menschen, vor allem in den Bereichen Kunst und Kultur, aber auch bezüglich Bildung und natürlich Gesundheit. Dies sorgte dafür, dass sie 2017 für ihren humanitären Einsatz von der Harvard Universität ausgezeichnet wurde.

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